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Florian Prandstätter hat es sich zum Ziel gesetzt, "einfache Produkte so gefühlvoll zu bearbeiten, dass man ihren Eigengeschmack perfekt herauskitzelt und die Gäste dann lieber Linsen mit Speck und Knödel essen als Hummer mit Kaviar".

Wer schon immer als Küchenchef seine eigenen Gäste bekochen wollte, kann das nun in der gut 70 Quadratmeter großen Küche des Harry's Time tun.
Linguine mit Steinpilzen, Pfirsichen & gebratener Gänseleber, Beef Tatar mit Rettich & eingelegten Eierschwammerln, Gebackener Kalbstafelspitz mit Schnittlauchsoße, zweierlei Karfiol & Markknochen, Mangalica-Schweinsrücken mit Pilzquiche & Cremespinat... Seit 1999 ist Florian Prandstätter Inhaber und Küchenchef vom Harry's Time, und was er da zustande bringt, lobte Severin Corti in seiner Lokalkritik von 2005 als eine "für den gastronomischen Konservativismus Wiens geradezu hitverdächtige Küchenlinie (...), die zwischen gemütlicher Gutbürgerlichkeit und zeitgemäßer Interpretation auf ziemlich ausgereifte Weise zu spielen versteht".
Nun bietet Prandstätter auch Kochkurse an, allerdings - seinem Ideenreichtum entsprechend - nicht im herkömmlichen Sinn: "Ein klassischer Kochkurs wäre mir zu fad gewesen. Ich möchte vermitteln, wie es ist, als Küchenchef in einer professionellen Küche zu stehen und für seine Gäste zu kochen", sagt Prandstätter. Interessierte können sich in seiner Küche als "Chef for a Day" versuchen, und das geht folgendermaßen vor sich: Man lässt sich ein feines Menü einfallen, tritt mit der Idee an den Küchenchef heran und bespricht sie mit ihm. Dann lädt man vier bis sechs Gäste zu einem Abendessen am Samstagabend ein.
In entspannter Atmosphäre bereitet der Neo-Küchenchef in der gut 70 Quadratmeter großen Profi-Küche gemeinsam mit Prandstätter die Menüfolge vor, und wenn die Gäste eintreffen, hantiert er Küchenchef-mäßig mit vielen Pfannen am Herd. Doch keine Angst vor zu viel Arbeit: Der Koch muss seine selbst zubereiteten Speisen nicht - wie es in der Gastronomie so üblich ist - während des Kochens am Herd oder alleine nach der Arbeit essen, sondern kann sich auf Florian Prandstätters Routine bei der Pausenplanung verlassen.
Die Kosten für den Kochkurs betragen 120 Euro für den "Chef for one Day" und 39 Euro pro Person Materialkosten für das Menü. (red, derStandard.at, 17.9.2012)
Harry's Time
Dr.-Karl-Lueger-Platz 5
1010 Wien
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Ich kenn den Prandstätter jetzt nicht so, aber die Idee ist doch genial - wenn du gerne kochst, lass dir das schenken, und verwöhne dann die Schenker, mit professioneller Hilfe - Wahnsinn!
Alleine mal in einer Profi-Küche arbeiten zu dürfen (ohne abwaschen zu müssen), und einen richtigen Profi an der Seite zu haben - Oh mei, wie mach ich das meiner buckligen Verwandschaft klar?
Haben will!
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