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Blick auf die Karlskirche während des Auftritts von Attwenger im Rahmen des 3. Wiener Popfests.
Wien - Vorübergehend hat es nicht gut ausgesehen für den Start des heurigen Popfests, die Absage der Open-Air-Acts stand gar kurzfristig im Raum. Eine Unwetterwarnung und einen heftigen Regenguss später hatten sich die grau-schwarzen Wolkentürme über dem Wiener Karlsplatz aber rasch wieder verzogen, weshalb am Donnerstag der Eröffnungsabend mit The Beth Edges, Attwenger und Fatima Spar doch noch planmäßig über die Bühne gehen konnte. Rund 15.000 Menschen pilgerten zu den insgesamt 14 In- und Outdoor-Auftritten rund um die barocke Karlskirche.
"Es geht um die Darstellung einer Utopie, wie Popmusik im Idealfall aussehen könnte - intelligent, eloquent, aber auch verstörend", umriss Kurator Robert Rotifer die Mission des Popfests. Man wolle zusammenbringen, was ansonsten auf diverse Nischen verteilt sei. Die ersten drei Bands auf der im Freien gelegenen Seebühne, dem Herzstück des Events, repräsentierten durchaus die von Rotifer gewünschte Heterogenität innerhalb der heimischen Musikszene.
Gitarrenpop und Akkordeon-Punk
The Beth Edges gaben mit Gitarrenpop den Startschuss für den Konzertreigen. Das derzeit gut gebuchte Quartett - weitere Auftritte stehen u.a. am Frequency und beim Gürtel Nightwalk an - zählte zu den jüngsten Bands des Eröffnungsabends. Abgelöst wurden die Burschen von dem wahrscheinlich längst dienenden Gespann des Abends: Das Volksmusik-Dadaisten-Duo Attwenger, seit gut 20 Jahren im Geschäft, präsentierte vor allem Liedgut des jüngsten Albums "flux".
Eine Portion Orientsound servierten im Anschluss Fatima Spar und ihre Freedom Fries. Deutsch-englisch-türkische Texte wurden hier mit gut tanzbarer Weltmusik unterlegt. Anders als in den vergangenen beiden Jahren funktionierte die Freiluftbühne übrigens heuer über weite Strecken durchaus gut. Man habe einiges nachgebessert und "die behördlichen Auflagen sind bis zum Maximum ausgereizt", versicherte Festivalleiter Christoph Möderndorfer.
Kurator Rotifer verwehrte sich allerdings gegen gute Ratschläge von außen. Moniert war etwa worden, dass nur die Resselparkseite, nicht aber die Karlskirche beschallt wird, wo sich jedes Jahr ebenso die Massen drängen. "Das wäre angesichts des Echos ein Desaster", so Rotifer. Das Setting setze eben gewisse Grenzen. Am Donnerstagabend war jedenfalls um 22.15 Uhr Schluss auf der Seebühne.
Indoorlocations
Danach ging die Sause bis weit nach Mitternacht in den gewohnt dicht gedrängten Indoorlocations weiter. Im Wien Museum teilten sich u.a. der stets mit Klampfe ausgestattete Freund des Neo-Wienerliedes, Ernst Molden, und die Multiinstrumentalistin und eher dem Elektronikgenre zugeneigte Künstlerin Eloui die Bühne. Im Prechtlsaal der Technischen Universität gab der zwischen Valium und Ekstase oszillierende Nino aus Wien den Headliner, während im brut das Trash-Pop-Kollektiv Welle Wien aufgeigte sowie Anbuley, Tänzerin und Sängerin mit ghanaischen Wurzeln, ihre Konzertpremiere gab.
Die dritte Auflage des Popfests geht noch bis Sonntag. Texta, M185, Kreisky, Elektro Guzzi, Gary und Patrick Pulsinger sind nur einige der Namen, die im Line-up stehen. Am Samstag und Sonntag wird das Bandprogramm zudem durch Podiumsdiskussionen rund um die heimische Musikbranche ergänzt. Rotifer hat das Popfest heuer zum letzten Mal programmiert. Künftig wird dies ein alljährlich wechselnder Branchenkenner übernehmen, wobei er noch keine Namen nennen wollte. Denkbar seien jedenfalls Journalisten, Musiker, Plattenhändler, Blogger oder Leute aus dem Labelumfeld. (APA, 27.7.2012)
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War ganz nett gestern. Nur das Publikum könnte man teilweise....austauschen. Beim Nino aus Wien ab der Mitte des Saals nur noch Plaudertaschen . Unerträglich...geht's beim nächsten mal in den Hof. Respektlos gegenüber den Künstlern und Scheisse für jeden der sich um 2 Uhr früh das Konzert vielleicht doch noch anschauen möchte...
aber die saalbeleuchtung hätte man auch, wenn schon nicht abschalten, dann zumindest dimmen können, und ein bisserl mehr lautstärke bei den akustischen stücken, das hätte sicher auch geholfen.
um die zeit kann man halt nicht erwarten, dass das gratispublikum brav ist...
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