DAX schließt im Plus

27. Juli 2012, 18:32
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EZB-Anleihenkauf-Gerüchte stützen

Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse ist am Freitag den zweiten Tag in Folge mit höherer Grundtendenz aus dem Handel gegangen. Der DAX gewann 106,44 Punkte (plus 1,62 Prozent) auf 6.689,40 Einheiten. Der TecDAX stieg um 5,36 Punkte oder 0,69 Prozent auf 777,93 Punkte. Der M-DAX befestigte sich 132,05 Punkte oder 1,23 Prozent auf 10.854,74 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.435,98 Einheiten und einem Plus von 52,88 Zählern oder 1,56 Prozent. Der C-DAX legte 8,57 Punkte oder 1,47 Prozent auf 592,77 Zähler zu.

Händlern zufolge hält sich am Markt weiterhin die Hoffnung auf ein Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB). "Hiervon dürften die Märkte mindestens noch bis zur kommenden Woche weiter zehren", sagte Frank Schneider von der Alpha Wertpapierhandelsbank. Die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi vom Vortag wurden von der deutschen und französischen Politik begrüßt, und die französische Zeitung "Le Monde" berichtete ohne Nennung von Quellen, dass sich die EZB auf den Kauf von spanischen und italienischen Staatsanleihen vorbereite. Gestützt habe die deutschen Indizes auch, dass die Wirtschaft der USA im zweiten Quartal etwas stärker zugelegt hatte als von Volkswirten erwartet worden war.

Bei den Unternehmen standen Linde mit Zahlen im Blick. Der Industriegase-Spezialist und Anlagenbauer hatte vor allem dank seines Sparkurses im ersten Halbjahr erneut den Gewinn gesteigert. Die Papiere verteuerten sich als einer der besten DAX-Werte um 2,97 Prozent. Die Aktien der Deutschen Börse - am Vortag nach Zahlen noch deutlich im Plus - litten dagegen unter zahlreichen Analystenkommentaren mit Kurszielsenkungen und waren mit minus 1,96 Prozent DAX-Schlusslicht.

Im MDAX sprangen die Titel des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS nach einem überraschend guten Ergebnis und einer angehobenen Jahresprognose um 5,34 Prozent an die Index-Spitze. Die Flugzeugtochter Airbus, aber auch die anderen Sparten des Konzerns, hätten zu den exzellenten Zahlen beigetragen, urteilte Commerzbank-Analyst Stephan Böhm. Der Aktienkurs von Rhön-Klinikum verlor indes nach gekappten Jahreszielen des Krankenhausbetreibers 2,02 Prozent. (APA, 27.7.2012)

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