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Athen - Mit einem Bündel noch härterer Sparmaßnahmen will die griechische Regierung die internationalen Geldgeber beruhigen. Es geht um Einsparungen in Höhe von mehr als 11,5 Mrd. Euro für die kommenden zwei Jahre. Für EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso ist dies der einzige Weg, damit das Land aus der Krise kommt. Das machte er nach dem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras klar. "Wir stehen den Griechen bei. Die Reformen müssen in die Tat umgesetzt werden", sagte der Portugiese am Donnerstagabend in Athen.
Nicht die Hoffnung verlieren
Samaras versicherte Barroso, seine Regierung werde konsequent Reformen und Privatisierungen angehen und den Staat verschlanken. Barroso begrüßte die Bereitschaft der griechischen Regierung, betonte aber auch: "Verzögerungen darf es nicht mehr geben." Es war der erste Besuch des EU-Kommissionspräsidenten in Athen seit Juni 2009. Barroso sprach den Griechen Mut zu. Viele Griechen glaubten, jede Hoffnung sei verloren. Das stimme nicht. Richtig sei vielmehr, "die Reformen durchzuführen, um eine Zukunft zu haben", sagte er im griechischen Fernsehen. "Die Griechen sind nicht allein", betonte Barroso. Der Verbleib des Landes im Euroland sei der einzige Weg den Schwächeren zu helfen, fügte der EU-Kommissionschef hinzu.
Samaras bat Barroso sich dafür einzusetzen, dass einige andere Europäer damit aufhörten, die Reformbemühungen zu untergraben, indem sie erklärten, Griechenland werde es nicht schaffen. Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Eurozone hätte nach Ansicht von Sozialistenchef Evangelos Venizelos ein Ende des gemeinsamen Währungsraums zur Folge. Wer glaube, Griechenland müsse geopfert werden, der irre sich. "Es wird der Selbstmord der Eurozone werden", sagte Venizelos mit Anspielung auf jüngste Aufforderungen vor allem deutscher Politiker, Griechenland sollte die Eurozone verlassen. Venizelos' Sozialisten sind Teil der Koalitionsregierung mit den Konservativen und der Demokratischen Linken.
Die Eckpunkte des neuen Programms
Der neue griechische Finanzminister Ioannis Stournaras präsentierte die Eckpunkte des neuen, harten Sparprogramms am Donnerstag den Experten der Troika von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF). Die neuen Sparmaßnahmen dürften abermals die Pensionsiten treffen. Übereinstimmenden Medieninformationen zufolge soll es künftig in Griechenland keine Renten mehr geben, die 2.200 Euro übertreffen. "Wer viel verdient, muss mehr bezahlen", sagte ein hoher Funktionär des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Außerdem soll das Pensionsalter von 65 auf 67 Jahre angehoben werden. Drastisch reduziert werden sollen auch die Löhne von Angestellten staatlich kontrollierter Betriebe wie der Elektrizitätsgesellschaft.
Kürzungen soll es auch nochmals im Gesundheitsbereich geben. Wie die griechische Presse mit Berufung auf Regierungsquellen berichtete, soll künftig zahlen, wer zu häufig zum Arzt geht. So sei geplant: Wenn die Arztkosten 1.500 Euro im Jahr übertreffen, muss der Versicherte für jeden weiteren Arztbesuch 10 Euro zahlen. Bei einem Krankenhausaufenthalt sollen die Versicherten 15 Prozent der Kosten selbst zahlen.
Genehmigung der Geldgeber
Die Sparmaßnahmen müssen von den Geldgebern genehmigt werden. Die Kontrolleure der Troika wollten sich am Freitag mit Samaras treffen. Vorläufig sei ihre Abreise am 6. August geplant, hieß es. Von ihrem endgültigen Bericht hängt ab, ob Athen weitere Gelder aus den Hilfsprogrammen bekommt oder das Land zahlungsunfähig wird. Der Bericht der Troika wird für den September erwartet.
Die stärkste Oppositionspartei, das Bündnis der radikalen Linken (Syriza), warnte erneut, dass weitere harte Einsparungen das in einer tiefen Wirtschaftskrise steckende Land mit Sicherheit in die Pleite führen würden. Das Linksbündnis forderte ein sofortiges Ende der Verhandlungen mit der Troika und einen Sondergipfel der EU zum Thema Griechenland. Bei diesem sollen alle griechische Schulden abgeschrieben werden, hieß es. (APA, 27.7.2012)
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Deutschland hätte vorgeschlagen bis zu 160 Finanzbeamte nach Griechenalnd zu entsenden. Nein Nein wir brauchen eure Hilfe nicht...Nix auf die Reihe bringen im Pleitestaat aber Hilfe von andern ablehnen. Ok wegen der Vetternwirtschaft ist e klar dass sich die Griechen beim schmieren und gschäftalmachen nicht gern über die schultern sehen lassen, das seh ich natürlich ein.
Raus mit Euch unfähigen aus Europa.
Die Eurozone so wie wir sie heute kennen ist nicht zu retten:
http://www.wienerzeitung.at/wzo/meinu... ttung.html
Das man sinnvoll einsparen muss, sollte klar sein. Trotzdem sollte vor allem das Stopfen der großen Hinterzieherlöcher vorangetrieben werden und Steuersünder hart bestraft. Das würde auf dauer was bringen.
Aber Nachfrageseite noch weiter kürzen, durch weniger Pension, weniger Einkommen und mehr Kosten für Gesundheit .. jaja das wird es bringen. Vor allem die Privatisierung wird Griechenland retten, man glaubt das ja wirklich. Eigentlich können sich die Gläubiger doppelt freuen, kassieren Zinsen ohne Ende und gehe bald auf günstige Shoppingtour in Griechenland. Der Ausverkauf hat begonnen!
Die privaten Gläubiger kassieren weniger als 1% Zinsen für Ihr eingesetztes Kapital, und sollten in 11 bis 30 Jahren 46,5% vom eingesetzten Kapital zurückbekommen. Wenn Sie neidisch sind können Sie an der Börse GR-Anleihen kaufen. Die gibt es momentan zu einem Bruchteil (15%) des Nominale. Ob sie Ihr Geld allerdings jemals wiedersehen, ist mehr als fraglich.
Dass passiert wenn man den Staat so verludern lässt und sich derartig verschuldet! Da ist man dann gezwungen zu Sparen und alle Nachteile, die das mit sich bringt in Kauf zu nehmen und muss akzeptieren, dass die meisten Wertsachen (Familiensilber!) verkauft werden müssen um die Schulden einigermaßen abzudecken.
Sollte allen Staaten - inklusvie Österreich - und allen Politiker - vorwiegend roten - eine Lehre sein!
...und dann fragen sie sich ob nicht doch eher sie derjenige sind der sich lächerlich macht/gemacht hat!
Oder muss ich meine Aussage - "Ja - jetzt haben sie es kapiert" - zurücknehmen weil sie es doch nicht kapiert haben?
1) Schulden sind nunmal Bestandteil unsere Systems. Man kann sie im Rahmen halten, aber man kann sie nicht einfach wegblasen und sagen, wir machen alle ein Plus. Das geht auch nicht. So ist es nunmal.
2) Ja "verludern" wie sie sagen ist nicht gut. ABER: das ändert nichts an der Tatsache, dass derzeitige Strategie äußerst bedenklich ist.
3) Zu ihrem rot Blödsinn. Bitte wem soll das eine Lehre sein? Den roten ÖVP/FPÖ Gaunern? Die vielen roten Eliten die sich Bereichern und ebnso jedes Steuerloch nutzten?
4) Ob sie ihre Aussage zurücknehmen ist mir relativ egal. Mit ihrer Formulierung implezieren sie, dass sie auf einer höheren "Stufe" stünden, was sehr zu bezweifeln ist.
...dass ein Staat in der Situation Griechenlands keine Wahl mehr hat eine andere Strategie zu fahren!
Griechenland hat ja noch Glück weil es - immer noch - von der EU gestützt wird. Stellen sie sich einen Staat außerhalb der EU vor der von niemanden mehr Geld bekommt da brauchen sie nicht mit "die Strategie ist bedenklich" kommen.
Und mit "Politikern sollte es eine Lehre sein" meinte ich nicht Politiker die sich bereichern sondern Politiker die ihre Wähler bestechen um gewählt zu werden - in der Vergangenheit ein spezielles Kennzeichen roter (und seit neuestem auch blauer) Politiker!
schön wie sie da lachen und sich freuen, wenn sie der bevölkerung leistungen streichen können und das damit eingesparte geld ihren auftraggebenden konzernen zuschanzen können - tolle sache.
irritierend hingegen ist jedoch eher unser jubel dazu, weil wir halt nicht kapieren, daß auch wir demnächst an der reihe sein werden um zum erhalt der permanenten umverteilung nach oben kürzungen in kauf zu nehmen
das kann schon deshalb nicht sein, da die Eurozone tot war bevor sie ueberhaupt eingefuehrt wurde! Eine gemeinsame Waehrung (Euro) waere zwar keine schlechte Idee, jedoch nur, wenn "alle" Mitgliedslaender "aehnlich" finanzstark" waeren. Das sind sie aber nicht...stattdessen werden Vertraege gemacht(Maastricht mit ausdruecklicher No-Bail-Out-Klausel),die bei naechstbester Gelegenheit wieder verworfen werden. Solange die Griechen glauben(ja sogar wissen),dass die Euro-Waehrungsunion kein Interesse hat, Griechenland zu verlieren, solange werden uns diese Deppen auf der Nase herumtanzen und unsere und die naechsten 2 Generationen werden dafuer mit Milliarden von Euros (Sozialabbau) bluten!
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