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Zalando wird nach einer ZDF-Doku für seine Arbeitsbedingungen kritisiert.
Wie Meedia berichtet, ist der Online-Versandhandel Zalando ins Visier von Kritikern geraten. Nach der Ausstrahlung eines ZDF-Berichts über die Arbeitsbedingungen beim Online-Riesen wird das Unternehmen nun stark kritisiert.
"Rechtlosigkeit am Arbeitsplatz"
Die MitarbeiterInnen von Zalando würden dem Bericht "Gnadenlos billig" zufolge 7,01 Euro Stundenlohn bekommen und überwacht werden. Auch der Arbeitsplatz wurde dabei ins Visier genommen: Hunderte Mitarbeiter müssten sich wenige verschmutzte Container-Toiletten teilen. Gefilmt wurde im Unternehmen mit versteckter Kamera. Viele der MitarbeiterInnen kämen trotz der 100 Kilometer Entfernung zur Grenze aus Polen. Persönliche Gegenstände dürfen in die Hallen nicht mitgenommen werden. Experten sprechen von einer "Rechtlosigkeit am Arbeitsplatz".
Facebook-User rufen zum Boykott auf
Auf der offiziellen Facebook-Seite des Unternehmens wurde gleich nach der Ausstrahlung des Berichts heftig Kritik geübt. Facebook-User rufen zu einem Boykott des Unternehmens auf. Das von den Samwer-Brüdern gegründete Unternehmen gibt Schätzungen zufolge alleine für Fernsehwerbung einen zweistelligen Millionenbetrag pro Monat aus.
Partnerunternehmen verantwortlich
Zalando wird immer wieder kritisiert, vor allem wegen der Geheimhaltung seiner Retourquote, die angeblich sehr hoch ist. Auf die aktuellen Vorwürfe hat Zalando erst nach vielen Stunden sehr vage reagiert: Man freue sich, dass die User sich mit solchen Themen auseinandersetzen, und man bedankt sich für das kritische Feedback.
Zalando dementiert darin die Vorwürfe: Diese würden nicht die Arbeitsatmosphäre im Unternehmen widerspiegeln. Für das vom ZDF gezeigte Lager sei auch nicht Zalando, sondern ein Partnerunternehmen verantwortlich. Dieses wolle man jetzt stärker kontrollieren. Die gezeigten Mitarbeiter seien deshalb auch keine Zalando-Mitarbeiter, sondern Arbeitskräfte des Partnerunternehmens. Man wolle auch sofort Maßnahmen im Bezug auf die sanitären Anlagen ergreifen. (iw, derStandard.at, 27.7.2012)
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Mir ist ehrlich gesagt wieder mal ein Rätsel warum man sich über den geringen Lohn aufregt... Hier wird genau nach Kollektiv gezahlt, so wie für ca. 80% ALLER ARBEITSPLÄTZE in Europa! Soll es als selbstverständlich gelten über dem Kollektiv zu verdienen? Wer sollte denn das Bezahlen? Die Konsumenten genau! Also wird das Geld das man hat weniger wert... Grundbausteiene der Infaltion. Außerdem zahlt man Mitarbeiter, welche eben eingestellt worden sind Kollektiv, das ist GANZ NORMAL! u was kann Zalando dafür, wenn hier so viele Polen reinkommen? Anscheinend sind sich die meisten Deutschen ja zu gut... U aufs Klo könnten die Mitarbeiter auch ein wenig mehr achten, wenn 2x Putzen pro Tag nicht ausreicht...
sind bei den meisten lagertätigkeiten so üblich.
es gibt sicher auch firmen die mehr zahlen etc., aber bei den meisten firmen schauts teilweise schlimmer als bei zalando aus. Auch bei rennomierten österreichischen unternehmen.
Ich zähle mal auf- Es heißt nicht dass man all diese besitzen muss, aber viele leute haben sie zuhause:
-Normale Straßenschuhe/Sneakers
-Schuhe passend zum Anzug, das können schnell mehrere werden
-Wanderschuhe
-Sportschuhe (Jede sportart stellt andere Ansprüche, deshalb können das auch schnell 2-3 Paare werden, Hallenschuhe, für draußen usw)
-Arbeitsschuhe (Stahlkappen)
-Gummistiefel
-Schlapfen
-Flipflops
-Offene Sandalen
- Dann noch alte Paare, die man hin und wieder doch noch anzieht.
qualitativ gute Schuhe halten einige Jahre. Onlinehändler wie Zalando fahren im gesamten ein Geschäftsmodell für Konsumjunkies. Die machen sich NULL Gedanken in welchem chinesischen Hinterhof der Schlapfen hergestellt wurde und wie lange er die Umwelt belasten wird. Und jetzt wollen gerade DIE Leute sich Gedanken über die Arbeitsbedingungen bei Zalando im Versand machen! Mein Gott, die sind echt leicht lenkbar.
Hab ich mal in einem Fernsehbericht gesehen (leider vergessen welcher):
Zalando fährt angeblich die ersten Jahre bewusst Verluste (mit niedrigen Preisen und penetranter Werbung) ein, um in den Markt zu kommen. Danach werden die Preise erhöht, sprich wenn die Konkurrenz ausgedünnt wurde.
Ich frage mich, wer denen so eine Firmenstrategie finanziert. Alleine die vielen Fernsehwerbungen müssen ja ein Vermögen kosten. Ein seriös arbeitendes Unternehmen könnte sich sowas vermutlich nicht leisten.
Normal finde ich das nicht. Geht es schief, bleibt irgendwer auf den bewusst gemachten Schulden sitzen. Geht es (für zB Zalando) gut, dann sind seriös arbeitende Unternehmen mit Dumpingpreisen aus dem Markt gedrängt worden. Ich finde das ist ein krankes System!
Zalando scheint im Management die Firmenstratiegien von Schlecker (Mitarbeiterquälen) und Müllerbrot (behördlich zugesperrt wegen Ungeziefer in den Semmeln) zu vereinigen.
Beide Firmen sind ein Fall für den Konkursrichter!
Hab mir eben den Bericht angesehen. Etwas in der Art gab es doch schon mal in Bezug auf Paketzusteller? Der Schock wird wohl immer groß sein, wenn mal als besser qualifizierter in einen Job Einblick nimmt, den man unter normalen Umständen nicht machen würde.
Auf jeden Fall ist die Aufmerksamkeit wichtig, um die Arbeitsbedingungen für die Menschen dort zu verbessern. Wobei das nicht nur für Zalando gilt.
Auch bei uns ist es üblich dass Menschen durch AMS Maßnahmen in Kurzbeschäftigungen gehen. Wenn dann die Firma den Lohn zahlen soll, heißt es aber adieu. Und der ganze Wahnsinn beginnt von vorne.
Ist natürlich besonders heikel, wenn derartige Unternehmen auch noch von der Politik mit Förderungen bedacht werden.
Denke auch, dass man immer sehen muss welche Arbeit voll richtet wird. Jobs die kaum Ausbildung brauchen haben nun mal einen großen Pool an Leuten die sie machen können. Ich hab mir den Bericht auch angesehen und es wird in diesem Artikel nicht erwähnt das sie dort mit versteckter Kamera mit einer gesprochen haben die mal erklärt hat, wieso soviel Polen dort arbeiten. Grob zusammengefasst: In Polen verdient man selbst mit Berufsausbildung ~400 Euro, bei Zalando verdient sie mit den Abzügen für Sprit,.. ~700 Euro. Und sie sagt das es für polnische Verhältnisse gut bezahlten Job ist. Ist alles eine frage des Blickwinkels.
Habe den TV Bericht auch gesehen.
Auch amazon wurde angeprangert und die äußersten sich dazu erst gar nicht.
Also, zalando pfui und amazon hui? Bisschen einseitig so eine Berichterstattung.
Übrigens: Toiletten nach Benutzung sauber zu halten, liegt auch an den Benutzern und nicht nur an den Erbauern der Toiletten.
Und abschließend: Wir wollen immer alles noch billiger haben. Da schert es uns nicht, wie und wo und von wem das Zeug produziert wird. Und dann kommt ein TV Beitrag und jeder stürzt aus den Wolken, dass ein Fließbandmitarbeiter keine fürstlichen Honorare bezahlt bekommt.
Wenn ich ein Schnitzel mit Pommes für 6,50 überall angeboten bekomme, darf ich auch nicht erwarten, dass dies von einer glücklichen Wutz kam.
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