Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Die Aktie des Online-Spieleanbieters Zynga ist nach abermals enttäuschenden Zahlen auf einen Schlag um rund 40 Prozent eingebrochen. Die Anleger, die auf Wachstumsversprechen von Zynga vertraut haben, erleben eine dramatische Wertvernichtung: Die Aktie kam im Dezember für zehn Dollar auf den Markt, stieg zwischenzeitlich bis auf 14 Dollar und kostet jetzt gerade einmal drei Dollar (2,45 Euro).
Facebook belastet
Das schwache Abschneiden von Zynga dürfte auch das Geschäft des großen Partners Facebook belastet haben: Der Spieleanbieter steuerte zuletzt 15 Prozent zum gesamten Umsatz des weltgrößten Online-Netzwerks bei. Die Facebook-Aktie fiel wenige Stunden vor der ersten Zahlenvorlage nach dem Börsengang zeitweise um gut sieben Prozent auf 27,25 Dollar.
Neue Games kommen verspätet
Zynga wurde einst als künftiger Börsenstar mit einem Wert von bis zu 20 Milliarden Dollar gehandelt, das Geschäft entwickelt sich jedoch nicht so wie erhofft. In mehreren Quartalen in Folge liefen Verluste auf. Von April bis Juni verlor der Spieleentwickler fast 23 Millionen Dollar und strich am Mittwoch auch noch die Jahresprognose zusammen. Neue Games kommen später heraus als geplant und bestehende Titel verlieren Spieler. Das Umfeld auf Facebook sei "herausfordernder" geworden, erklärte Zynga.
Unabhängige Plattform
Zynga versucht zwar auch, eine von Facebook unabhängige Web-Plattform für seine Spiele aufzubauen, sie steht aber erst am Anfang. Noch haben Zynga und Facebook eine fast symbiotische Verbindung: Über das weltgrößte Online-Netzwerk kommen die meisten Spieler zu Zynga. Das eigentliche Spiel ist kostenlos, der Entwickler verdient sein Geld innerhalb der Simulation mit dem Verkauf virtueller Güter wie Traktoren in "Farmville" oder Gebäuden in "Cityville". Facebook bekommt einen Anteil an diesen Einnahmen.
Draw Something
Zuletzt wanderten mehr Nutzer als erwartet vom PC zu mobilen Spielen auf Smartphones und Tablets ab. Zynga wollte auf diesen Zug aufspringen und kaufte für 180 Millionen Dollar den Spielentwickler OMGPOP mit seinem Hit "Draw Something", bei dem man Bilder erraten muss. Es wurde jedoch ein schlechtes Geschäft: Die Nutzerzahl brach seit dem Deal im Frühjahr von mehr als 14 auf 3,5 Millionen ein.
Gewinnprognose gekappt
Jetzt präsentierte Zynga für alle seine Angebote zwar den Bestwert von 306 Millionen Nutzern im Monat, doch die Spiele-Erlöse sanken im Vergleich zum ersten Quartal. Und die Gewinnprognose für das Jahr wurde drastisch gekappt: Zum Ende des ersten Quartals stellte Zynga noch bis zu 29 US-Cent je Aktie auf Basis bereinigter Zahlen in Aussicht - jetzt sollen es nur noch vier bis neun Cent sein.
300 Millionen Dollar für Pincus
Mit dem Kurseinbruch wirkt es noch problematischer, dass die Zynga-Führung und frühe Investoren nach dem Börsengang ordentlich Kasse gemacht haben. So ließ sich Gründer Mark Pincus im Frühjahr vom Unternehmen Aktien im Wert von rund 300 Millionen Dollar abkaufen, zum Preis von bis zu 14 Dollar je Aktie.
Gift für Facebook
Die schlechten Nachrichten von Zynga sind Gift für die Facebook-Aktie. Die Anspannung vor der ersten Zahlenvorlage des Sozialen Netzwerks als börsennotiertes Unternehmen am späten Donnerstag war ohnehin groß. In den vergangenen Tagen kursierten Gerüchte, dass Facebook die ersten Nutzer weglaufen. Viele Beobachter rechnen mindestens mit einer Abschwächung des Wachstums.
Eigenes Facebook-Smartphone
Sorgen bereitet vor allem das Mobilgeschäft von Facebook. Viele Nutzer halten mittlerweile über die Smartphone-App den Kontakt zu ihren Freunden. Die kleinen Bildschirme der Telefone erlauben es aber kaum, Werbung zu zeigen - die Haupteinnahmequelle von Facebook. Nun wolle Facebook bis Mitte 2013 zusammen mit HTC ein eigenes Handy auf den Markt bringen, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag.
In Ungnade gefallen
Die Umsatzprobleme lasten bereits auf der Facebook-Aktie. Sie lag am Mittwoch nachbörslich mit gut 27 Dollar nur noch knapp über ihrem Allzeittief von 25,52 Dollar. Beim Börsengang im Mai hatten Gründer Mark Zuckerberg und andere Investoren die Papiere noch zu 38 Dollar unters Volk gebracht. Schon kurz nach dem Start war die Aktie in die Tiefe gerauscht. Seitdem ist Facebook bei vielen Anlegern in Ungnade gefallen. (APA, 27.7.2012)
Links:
derStandard.at/SMS: Nachrichten in Echtzeit auf Ihr Handy! Bereits 2013 Einbrüche in der Unterhaltungselektronik erwartet
Fast jeder Dritte informiert sich aber online bevor er einkaufen geht
Keine Erhöhung des Abo-Preises geplant - Lizenzen für Creative Suite 6 weiterhin erwerbbar
US-Großaktionär hatte Strategiewechsel durch Abspaltung einzelner Sparten gefordert
Das Unternehmen verspricht, Tumblr als eigenständige Plattform weiterzuführen
David Karp verließ die Highschool, um sich seiner Leidenschaft zu widmen
Kurs des Unternehmenspapiers durchbrach erstmals 900-Dollar-Marke
Bisheriges Tumblr-Team soll ungestört weitermachen - Konkurrent WordPress hofft auf überlaufende Tumblr-Kunden
Künftig nur mehr per Abo-Modell erhältlich - "Creative Cloud" ersetzt "Creative Suite"
Planmäßige Anlaufverluste mit Webseiten-Bausätzen und De-Mail
Rund 500 Beschäftigte im Big Apple bekommen neues Büro
Alle Filialen der Supermarktkette werden mit NFC-Terminals ausgerüstet
109 Arbeitsplätze weg - Sozialplan angestrebt
Tipps, wie man mit minimalem Risiko ein funktionierendes Unternehmen aufbaut
Dienst wird am 20. November eingestellt - Funktionen in Google Wallet aufgegangen
Nach Schätzungen 68 bis 70 Millionen Smartphones in den ersten drei Monaten ausgeliefert
In Europa führt Vodafone vor SAP
Ein Prozent der Belegschaft angepeilt
Umsatz sackte im Jahresvergleich um 31 Prozent ab - Hoffnung auf neue Produkte wie Playstation 4
Gewinn nach Steuern um 3,1 Prozent gesunken
Im Falle einer positiven Ermittlung droht Samsung eine Geldstrafe in Taiwan
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.