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Kairo - Der ägyptische Staatschef Mohammed Mursi hat erstmals nach seiner Wahl den Regierungschef des Gazastreifens, Ismail Haniyeh, von der radikal-islamischen Palästinenser-Organisation Hamas getroffen. Die Politiker sprachen bei ihrem Treffen am Donnerstag in Kairo unter anderem über Erleichterungen bei der Einreise von Palästinensern aus dem Gazastreifen nach Ägypten, wie ein Sprecher Mursis nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Mena sagte. Das "Leiden der Bewohner" des Palästinenser-Gebiets solle gemildert werden, sagte der Sprecher.
Am Montag hatten Palästinenser-Vertreter erklärt, die ägyptischen Behörden hätten die Einreisebedingungen für die Menschen aus dem Gazastreifen gelockert. Jeder Palästinenser unter 40 Jahren dürfe ab sofort ohne ein Visum über den zentralen Grenzübergang Rafah einreisen, sofern er mit seiner Familie unterwegs sei. Der Grenzübergang ist der einzige des Gazastreifens, der nicht von Israel kontrolliert wird. Mursi, der im Juni vereidigt worden und nach seiner Wahl zum Staatschef aus der islamistischen Muslimbruderschaft ausgetreten war, hatte vor einer Woche bereits Hamas-Chef Khaled Mashaal getroffen. (APA, 27.7.2012)
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