Rechtsextremist wegen Mordplanung gegen Mandela verurteilt

26. Juli 2012, 19:11
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Erstes Urteil in seit neun Jahren laufendem Prozess

Johannesburg - Ein Gericht in Südafrika hat am Donnerstag den Anführer einer rechtsextremistischen Gruppe, die offenbar den früheren Präsidenten Nelson Mandela ermorden wollte, wegen Hochverrats für schuldig befunden. Wie der Sender SABC berichtete, ist Mike du Toit der erste Angeklagte in dem seit neun Jahren andauernden Verfahren, der schuldig gesprochen wurde.

In dem Verfahren sind 20 Männer angeklagt, im Jahr 2002 die Ermordung von Ex-Präsident Mandela geplant und eine Serie von Bombenanschlägen verübt zu haben, mit der die Regierung gestürzt werden sollte. Sie müssen sich wegen Mordes, Terrorismus oder Hochverrats verantworten.

Die nach den ersten niederländischen Kolonisten benannte Gruppe namens Boeremag soll hinter neun Bombenattentaten im Oktober 2002 im Township Soweto in Johannesburg stecken. Dabei gab es ein Todesopfer und dutzende Verletzte. Die Anschlagserie sollte Panik und Instabilität verbreiten und den regierenden Afrikanischen Nationalkongress (ANC) von der Macht vertreiben. Danach sollten Schwarze und Inder aus dem Land gejagt werden. (APA, 26.7.2012)

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