Forscher steuern Verhalten von Affen mittels Licht im Hirn

26. Juli 2012, 18:50
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Lichtempfindliche Gene in Hirnzellen geschleust und durch Laserlicht ein- und ausgeschaltet

Boston/Wien - Die Methode heißt Optogenetik, wurde vom Österreicher Gero Miesenböck erfunden und gilt als einer der großen wissenschaftlichen Durchbrüche der letzten Jahre: Dabei werden lichtempfindliche Gene in Hirnzellen geschleust und dann durch Laserlicht ein- und ausgeschaltet. Bisher kam die Methode vor allem bei Fruchtfliegen und Mäusen zum Einsatz und diente dabei vor allem dazu, die Funktion bestimmter Hirnareale besser zu verstehen.

Nun allerdings konnten US-Forscher einen großen Fortschritt bei der Anwendung der Optogenetik vermelden: Wie Wim Vanduffel und Kollegen im Fachblatt Current Biology schreiben, gelang es ihnen erstmals bei Affen, deren Augenbewegungen mittels Lichtimpulsen im Hirn zu steuern. Sie kamen damit der Hoffnung näher, Optogenetik irgendwann bei Menschen zu therapeutischen Zwecken einzusetzen. (tasch, DER STANDARD, 27.7.2012)

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