Afghanischer Präsident will Kampf gegen Korruption ausweiten

Karzai: Oberster Gerichtshof soll alle Korruptions- und Mordfälle zügig abschließen

Kabul - Afghanistans Präsident Hamid Karsai will im Kampf gegen die Korruption Ernst machen: Am Donnerstag verabschiedete er ein Dekret, in dem er ein Ende der "Unterstützung für Kriminelle" durch Politiker fordert. Regierungsaufträge dürfen in Zukunft nicht mehr an hochrangige Regierungsmitglieder oder deren Familien vergeben werden, teilte das Präsidentenbüro mit.

Weiters forderte er den Obersten Gerichtshof auf, alle Korruptions- und Mordfälle zügig abzuschließen. Mehrere Regierungsmitglieder wurden von der Staatsanwaltschaft der Korruption beschuldigt. Karsais westliche Verbündete kritisieren, dass der Präsident nur unwillig gegen korrupte Politiker vorgehe. (APA, 26.7.2012)

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