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"In Österreich wird ständig 'Genuss' mit 'Konsum auf hohem Niveau' verwechselt", erklärte am Donnerstag Michael Musalek - der Ärztliche Leiter des Anton Proksch Instituts (API), anlässlich einer Pressekonferenz in Wien zum Thema "Alkoholmissbrauch". 340.000 Österreicher sind laut wissenschaftlichen Erhebungen abhängig, weitere 760.000 weisen einen ständig problematischen Alkoholkonsum auf.
Der Selbsttest
Mit dem sogenannte "Audit-C-Screening-Test" lassen sich grobe Hinweise für alkoholbezogene Störungen im Schnellverfahren ermitteln. Das Erhebungsinstrument besteht aus drei Fragen; der Gesamtscore wird durch die Addition der zutreffenden Messwerte aus sämtlichen Fragen gebildet.
Fragen:
0=Nie / 1=Einmal im Monat oder seltener / 2= Zwei- bis viermal im Monat / 3=Zwei- bis dreimal die Woche / 4=Viermal die Woche oder öfter
0=1 bis 2 Gläser pro Tag / 1=3 bis 4 Gläser pro Tag / 2=5 bis 6 Gläser pro Tag / 3=7 bis 9 Gläser pro Tag / 4=10 oder mehr Gläser pro Tag
0=Nie / 1=Seltener als einmal im Monat / 2=Jeden Monat / 3=Jede Woche / 4=Jeden oder fast jeden Tag
Auswertung:
Bei einem Gesamtpunktewert von 4 oder mehr bei Männern, beziehungsweise von 3 oder mehr bei Frauen, ist der Test positiv im Sinne eines erhöhten alkoholbezogenen Risikos.
(APA/red, derStandard.at, 26.7.2012)
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geschätzt werden für A: 1500 Männer und 380 Frauen pro Jahr (im Alter von 15-64J.) jedes Jahr (nach Abzug der durch Kardioprotektion vermiedenen Todesfälle bei geringem Genuss). Alkohohl verursacht (beide Geschlechter) rund 14% aller "potential years of life lost" (durch vorzeitigen Tod verlorene Lebensjahre).
Ist es "Hysterie", hier nach zu denken, wie die Zahlen gesenkt werden könnten?
"Wenn Sie Alkohol trinken, wie viele Gläser trinken Sie dann an einem Tag? (ein Glas entspricht 0,33 Liter Bier, 0,25 Liter Wein, 0,02 Liter Schnaps) "
0,33 l Bier 5%.: 13g Alkohol
0,25 l Wein 11%.: 22g Alkohol
0,25 l Wein 14%.: 28g Alkohol
0,02 l Schnaps 40%.: 6,5g Alkohol
Passender wäre: 0,33 l Bier ODER 0,125 l Wein ODER 0,04 l Schnaps
Wie oft trinken Sie Alkohol:
ca. alle drei Monate (1 Punkt)
Wenn sie trinken, wie viel:
zwei Krügerl (entspricht 3 Gläser - 1 Punkt)
Wie oft trinken Sie an einem Tag sechs oder mehr alkoholische Getränke?
ca. alle drei Jahre (1 Punkt)
Als Frau wäre mein Risiko, Alkoholiker zu sein erhöht. Als Mann wäre das vollkommen OK.
Das Risiko ist bloß erhöht?
Eine Frau, die an einem Tag sechs oder mehr alk. Getränke verträgt, MUSS Alkoholikerin SEIN, denn von nichts kommt nichts. Ohne jahrelanges Training ist das nicht möglich, oder zumindest nicht besonders angenehm.
Ich glaube aber, das gilt auch für Männer.
Sie müsen sich schon entscheiden!
Einmal reden Sie von sechs oder mehr alkoholischen Getränken an einem Tag und dem damit verbundenen Risiko, Alkoholiker zu sein, und dann tun Sie auf einmal so, wie wenn Sie das nie geschrieben hätten, sprechen von ein, zwei Krügerln und davon, dass das kein Risiko bedeute.
Was genau wollen Sie uns eigentlich mitteilen?
Ich beziehe mich auf den Test im Artikel, der zu grob ist.
Frage 1:
Wie oft trinken sie Alkohol (1x im Jahr) macht einen Punkt.
Frage 2: Wenn sie trinken, wie viel? (zwei Krügerl entspricht drei Getränke) macht wieder einen Punkt.
Frage 3:
Wie oft trinken Sie sechs Getränke oder mehr (also 4 Krügerl)
Antwort: ca. alle drei bis fünf Jahre (macht wieder einen Punkt).
Laut dem Test hat man damit ein erhöhtes Risiko, als Frau.
Schlussfolgerung: der Test ist viel zu grob, die Auflösung im Bereich, wie oft wird Alkohol getrunken ist zu gering, speziell im Bereich "selten". Es wir eben nicht unterschieden zwischen "trinkt alle 6 Wochen" oder "trinkt alle 6 Jahre".
...und Sie glauben wirklich, dass es Leute gibt, die sechs alkoholische Getränke oder mehr, einmal in sechs Jahren freiwillig zu sich nehmen?
Friwillig heißt, dass sie es vertragen, und vertragen tun sie es dann, wenn sie trainiert sind.
Konklusio: Jemand, der Gefallen daran findet, muss das trainiert haben und ist folglich Alkoholiker. Ein anderer schafft das gar nicht.
Nein. Zumindest in diesem Punkt ist der Test nicht zu grob.
In den drei Jahren vor meiner Diplomprüfung habe ich keinen Tropfen Alkohol getrunken. Am Tag danach war ich so besoffen, dass ich nicht einmal mehr weiß, wie viel das war was ich da getrunken hab.
In den nächsten Jahren werde ich sicherlich praktisch nichts trinken. Es wird aber irgendwann sicherlich wieder einmal ein derartiger Anlass sein, bei dem ich feiere und vielleicht auch (sehr) viel trinke.
Wenn Ihnen das gefällt, dann sind Sie nicht wirklich besoffen. (Mental eingeschränkt aber schon!)*
Wenn Sie genötigt werden: wechseln Sie die Gesellschaft.
Wenn Sie keinen Alkohol vertragen: trinken Sie keinen.
*Was ist daran so erstrebenswert? Was gibt es nach einer bestandenen Diplomprüfung zu vergessen, oder haben Sie gar nicht bestanden? Wenn Sie trinken, um zu vergessen: Vorsicht, Gefahr!
dass ich Sie nicht verstehe. Jedenfalls dann, wenn Sie sich hier nicht wiederfinden.
...und?
Wollen Sie mich jetzt aufklären, oder es dabei belassen?
Ich habe keinen Hass auf Menschen, die ab und zu etwas trinken, solange sie mir dadurch nicht auf die Nerven gehen, und solange wir nichts miteinander zu tun haben, können Sie mir auch nicht auf die Nerven gehen. Ich habe nichts Prinzipielles gegen Leute, die trinken, habe aber leider schon einschlägige Erfahrungen mit solchen Leuten machen müssen, auf die ich lieber verzichtet hätte. Solange ich mit einem Trinker nichts zu tun habe, stört er mich also nicht, und ich habe auch keinen Hass auf ihn. Er sollte mir aber nicht zu nahe kommen.
OK, dann erkläre ich mich einmal:
Ich trinke nur in ausgewählter Gesellschaft zu besonderen Anlässen - und dann meist zwei Getränke (bsp. zwei Krügerl Bier).
Ein solcher Anlass bietet sich ca. 1Mal im Jahr, manchmal nicht einmal das.
Zu ganz besonderen Anlässen (Maturafeier, Diplomprüfung, ...) trinke ich gerne etwas mehr. Solche Gelegenheiten bieten sich alle paar Jahre einmal.
Damit bin ich mit Sicherheit nicht in Gefahr, Alkoholiker zu werden. Laut dem Test bin ich es aber. Damit ist dieser Test nicht genau genug.
Sie müsen sich schon entscheiden!
Einmal reden Sie von sechs oder mehr alkoholischen Getränken an einem Tag und dem damit verbundenen Risiko, Alkoholiker zu sein, und dann tun Sie auf einmal so, wie wenn Sie das nie geschrieben hätten, sprechen von ein, zwei Krügerln und davon, dass das kein Risiko bedeute.
Was genau wollen Sie uns eigentlich mitteilen?
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