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Netzaktivist und Tor-Entwickler Jacob Appelbaum.
Am Donnerstag vormittag wurde im spanischen A Coruña die jährliche Konferenz des freien Linux-Desktops GNOME gestartet. Rund 250 EntwicklerInnen sind nach Angaben der OrganisatorInnen aus der ganzen Welt in die im Nordwesten der iberischen Halbinsel gelegene Stadt gepilgert, um sich eine Woche lang über die neuesten Entwicklungen rund um das Projekt zu informieren, und gleich direkt an der weitere Zukunft zu arbeiten.
Keynotes
Doch die GUADEC soll auch immer einen Blick über den eigenen Tellerrand hinaus ermöglichen, zu diesem Zweck hat man auch dieses Mal einige externe Vortragende eingeladen. Die Aufgabe der Eröffnungs-Keynote kam dabei Netzaktivist Jacob Appelbaum zu, der über das von ihm mitentwickelte Tor-Netzwerk und dessen Möglichkeiten - und Beschränkungen - referierte, schlussendlich aber auch zu sehr konkreten Vorschlägen überleitete.
Status-Update
Doch zunächst zum Stand des Anonymisierungsnetzwerkes: Appelbaum betonte, dass Tor mittlerweile ein deutlich größeres Projekt sei, als viele vermuten würden. Zwölf Personen würden momentan Vollzeit an Tor arbeiten, es gebe 400.000 täglich aktive NutzerInnen, der Netzwerk-Traffic bewege sich im Rahmen von 12 GByte/Sekunde. Zudem sei man wohl das einzige Projekt, dass sowohl vom US-Verteidigungsministerium als auch von der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) gesponsert werde, erlaubt sich Appelbaum einen kleinen Seitenhieb auf die durchaus wechselhafte Beziehung staatlicher Stellen zu Verschlüsselungs- und Anonymisierungssoftware.
Empfehlung
All jenen, die Tor vor längerer Zeit ausprobiert haben, und es als zu langsam abgetan haben, empfiehlt er zudem einen neuen Versuch. In den letzten Jahren habe man deutliche Fortschritte bei der Performance gemacht. Dies nicht zuletzt dank eines deutlichen Anstiegs an "Exit Nodes" (die im Tor-Netzwerk den letzten, identifizierbaren Teil der Kette darstellen), wie er im Gefolge des "arabischen Frühlings" -passiert sei. Anhand der Netzwerkstatistiken lasse sich klar ausmachen, dass es damals nicht nur zu einer verstärkten Tor-Nutzung in den betreffenden Ländern gekommen sei, sondern auch solch neue Tor-UnterstützerInnen hinzugekommen sind - die eben zum Teil bis heute geblieben sind.
Vorschläge
Jenseits des allgemeinen Updates zum Stand des Tor-Projekts hatte Appelbaum aber auch noch einen sehr konkreten Vorschlag für die GNOME-Community mitgebracht. Der freie Desktop wäre bestens geeignet, um ein vollständig anonymes Desktop-System zu ermöglichen. Was ihm dabei vorschwebt ist die Ausweitung des bei manchen Distributionen zu findenden Gast-Modus, bei dem keinerlei Daten auf der Platte gespeichert werden. In einem "vollständig sicheren Modus", könnte man zusätzlich dafür sorgen, dass auch keinerlei Daten über eine unsichere oder nicht-anonyme Verbindung übertragen würden.
Aufbau
Als Basistechnologie ließe sich natürlich Tor nutzen, gleichzeitig müsste der Desktop aber dafür sorgen, dass im Fall des Verlusts einer Tor- (oder auch VPN-)-Verbindung tatsächlich keinerlei Daten mehr übertragen würden. Bisher sei es so, dass das System bei Problemen auf die normale Netzwerkverbindung zurückfällt - womit die gesamten Anonymisierungtechniken de fakto ausgehebelt werden. Ein "Ein-Klick-Inkognito-Modus" als zentrale Funktion von GNOME würde neue Möglichkeiten für die NutzerInnen aufmachen, bisher bekomme man ähnliches nur bei spezialisierten Live-CDs wie Tails geboten - die man aber natürlich extra booten muss.
OTR
Als eine weitere Privacy-Verbesserung für GNOME wünscht er sich etwas, das von Teilen der Community immer wieder lautstark gefordert wird - trotz diverser Bemühungen aber immer noch nicht umgesetzt wurde: Off-the-record-Verschlüsselung für den GNOME-eigenen Instant Messenger Empathy, um die entsprechende Kommunikation wirklich effektiv abzusichern. Eventuell könnte man hier einmal ein gemeinsames Spendenprogramme aufstellen, er wäre jedenfalls bereits sich daran zu beteiligen, betont der erklärte GNOME-User Appelbaum. (Andreas Proschofsky aus A Coruña, derStandard.at, 26.07.12)
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und wenns dich stört wie Gnome aussieht,
dann lad dir den ganzen Kram runter, les dich ein und änder den ganzen Kram, kompilier dir das alles wie du es willst.
Du bist frei die Sachen zu ändern wie du willst.
Und Verkauf das alles dann mit einer Firma als das Produkt selbst oder als Teil eines Produkts.
Solange du dann die veränderten Daten mitlieferst als Source Code kannst dus dann verkaufen.
Das ist die einzige Auflage die du hast wenn du Gnome (GPL Lizenz) verwenden willst.
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