"Primus" soll in "Kleiner Zeitung" landen

26. Juli 2012, 15:56
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Gerade gestartetes Kaufmagazin soll laut Chefredakteur vierteljährliche Beilage werden - Relaunch der "Kleinen" in Print und Online geplant - Bezahlmodelle für digitale Inhalte

Graz - Hubert Patterer, terminbedingt erst Donnerstag zu erreichen, will seine "Kleine Zeitung" nicht in die Nähe von Krisenszenarien gerückt sehen. So empfand der Chefredakteur und Geschäftsführer von Österreichs größter Regionalzeitung die STANDARD-Meldung über Sparen bei der "Kleinen".

Die Ergebnisse sind nicht mehr üppig wie vor wenigen Jahren, räumt er ein. Doch die "Kleine", stets wirtschaftlicher Motor des Medienkonzerns Styria, sei weiter "hoch profitabel". Fünf Prozent Personalkosten gelte es 2013 zu kürzen, sagt er auf STANDARD-Anfrage. Mit Altersteilzeiten, einvernehmlicher Trennung von (nicht journalistischen) Mitarbeitern, deren Tätigkeitsfelderen "wegfallen" und Urlaubsabbau. Nach 24 Anstellungen junger, davor pauschalierter Kollegen in zweieinhalb Jahren (plus elf in der Onlineredaktion) seien diese vorerst gestoppt.

"Primus", Patterers Projekt eines regionalen Wirtschaftsmagazins, werde wegen schwieriger Konjunkturlage nach dem Start als monatliches Kioskmagazin zur vierteljährlichen Beilage der Kleinen, erklärt Patterer seine Vorstellungen für das Produkt.

Designstar Lukas Kircher und Dietmar Schantin helfen beim nächsten Relaunch der Kleinen in Print und Online, wo Patterer Bezahlinhalte plant. Die beiden Redaktionen will Patterer ab Herbst vereinen.

Ziel des Relaunches sei es, eine einheitliche optische und vor allem inhaltliche Identität zu schaffen und intelligente Bezahlmodelle für Premium-Inhalte zu entwickeln, heißt es in einem Bericht der APA. Neben den räumlichen sollen auch die kollektivvertraglichen Trennwände niedergerissen werden, so dass "ein multimediales Kraftwerk entstehen kann, aus dem alle Plattformen bespielt werden", so Patterer. (fid, DER STANDARD, 27.7.2012)

Update: Die Betriebsversammlung am Mittwoch nahmen Teilnehmer offenbar unterschiedlich wahr - siehe auch den Link zu unserem Bericht vom Vortag. Andere Mitglieder der Redaktion sagen, bei dem Termin war die Rede von zumindest sechs Pauschalisten, die bisher wie Redakteure gearbeitet hätten und nun die "Kleine" verlassen müssten. Auch der Betriebsrat schrieb vorige Woche noch von Gesprächen mit Pauschalisten über die Beendigung von Dienstverhältnissen. Nach der Betriebsversammlung erklärten Teilnehmer wie berichtet, für solche Pauschalisten suche die Styria andere Verwendung im Konzern. (fid)

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