Die Judoka haben den Videobeweis

  • Ludwig Paischer
    foto: apa/gindl

    Ludwig Paischer

Ludwig Paischer, der Silberne von Peking, sieht sich wieder als Medaillenkandidat

London - "Zehn bis zwölf Kämpfer können eine Medaille gewinnen. Ich gehöre auch dazu", sagt Ludwig Paischer, der am Samstag in der Klasse bis 60 Kilogramm die Matte betritt, zunächst gegen Jacob Gnahoui aus Benin zu arbeiten hat, ehe der Weltranglisten-Erste Rischod Sobirow aus Usbekistan droht. Paischer (30) gewann 2008 in Peking Silber.

In London wird erstmals in der olympischen Geschichte im Judo der Videobeweis geführt. Dadurch sollen Fehlurteile vermieden, der Druck auf die Kampfrichter gemindert werden. "Der Videobeweis soll die Findung einer fairen und korrekten Entscheidung unterstützen", sagt Juan Carlos Barcos, der Kampfgerichtsdirektor des Weltverbandes IJF.

An den Matten sind jeweils zwei Kameras installiert, der Mattenrichter kann im Zweifelsfall die Sichtung der Aufnahmen durch die Kampfrichter-Kommission anordnen, die dann entscheidet. Barcos: "Wenn es immer noch Zweifel gibt, kann der Referee auch auf eine Wertung verzichten. Schwere Fehler werden damit nahezu unmöglich", sagte Barcos.

2000 in Sydney hatte es im Schwergewichtsfinale zwischen dem Franzosen David Douillet und dem Japaner Shinichi Shinohara einen Skandal gegeben. Shinohara hatte einen Wurf des Franzosen regelkonform gekontert, Douillet war dennoch zum Sieger erklärt worden. (red, DER STANDARD, 28./29.7.2012)

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