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Die natürliche Fruchtfliege (Drosophila melanogaster) ...

... und die neu kreierte Art Drosophila synthetica.
Schweizer Wissenschafter haben das Genom der Fruchtfliege (Drosophila melanogaster) so umgebaut, dass das resultierende Lebewesen nach wissenschaftlich anerkannten Kriterien eine völlig neue Art darstellt. Die neue Spezies erhielt die Bezeichnung Drosophila synthetica und kann sich zwar mit seinesgleichen vermehren, nicht jedoch mit Vertretern von Drosophila melanogaster, der ursprünglichen Art. Hintergrund der Forschungen an der Universität Bern ist die Schaffung künstlicher genetischer Barrieren zwischen den Spezies, um die Risiken einer unbeabsichtigten Kreuzung zwischen genmanipulierten und natürlichen Lebewesen zu verringern.
Mittels Gentechnologie lassen sich heute bereits zahlreiche genetisch veränderte Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen züchten, die ganz maßgeschneiderte Kriterien erfüllen. Typische Beispiele sind Maissorten, die gegen Schädlinge immun sind oder Bakterien, die Insulin für Diabetiker herstellen. Was aber geschieht, wenn sich die manipulierten Lebewesen mit ihren natürlichen Artgenossen vermehren? Um diese Risiken zu minimieren, beschäftigen sich Wissenschafter um Eduardo Moreno vom Institut für Zellbiologie der Universität Bern mit künstlichen genetischen Grenzen. Die Forscher haben dabei das Genmaterial der natürlichen Fruchtfliege gezielt so verändert, dass die modifizierte Fliege sich nicht mit der ursprünglichen Spezies fortpflanzen kann.
Das so entstandene Lebewesen weist zudem kleinere, hellere Augen und anders geformte Flügel auf als die natürliche Spezies. Alle diese Merkmale reichen aus, um diese Fliege als eigenständige Spezies zu bezeichnen. "Die so entwickelte Fliegenart erhielt den Namen Drosophila synthetica, um sie von der natürlichen Fruchtfliege zu unterscheiden", sagt Moreno. Die Arbeit zur neuen Fruchtfliegen-Art wurde nun im Journal "PLoS ONE" publiziert.
Modell-Organismus mit Artenbarriere
Tierarten werden als eine Gruppe von Individuen definiert, die sich untereinander vermehren können, aber nicht fähig sind, sich mit anderen Tierarten zu kreuzen. So sind Hunde und Katzen verschiedene Spezies, weil sie zusammen keinen lebensfähigen Nachwuchs zeugen können. Pferde und Esel sind ebenfalls eigene Arten, die sich zwar kreuzen können, aber nur unfruchtbare Nachkommen hervorbringen.
Die neue Fruchtfliegen-Art Drosophila synthetica ist nun das erste transgene Tier, das sich nicht mit dem Wildtyp vermehren kann - selber aber fruchtbar bleibt und sich mit identischen, "synthetischen" Fruchtfliegen fortpflanzen kann. Damit wurde im Modell-Organismus der Fruchtfliege erstmals eine identifiziert und erfolgreich kopiert.
Unerwünschte Kreuzungen
Dieses Vorgehen könnte künftig als Modell für die Entwicklung aller transgenen Organismen dienen: "Wenn alle gewünschten genetischen Veränderungen auch mit entsprechenden Artenbarrieren versehen würden, so dass sich der veränderte Organismus nicht mit der natürlichen Art vermischen kann, dann könnten wir Risiken eingrenzen und natürliche Arten vor unerwünschten Kreuzungen mit transgenen Organismen schützen", sagt Moreno. Er erhofft sich von diesem neuartigen Ansatz einen besseren Schutz für natürliche Arten, vor allem in der gentechnischen Bekämpfung von Mangelernährung und Hunger. (red, derstandard.at, 26.7.2012)
Abstract
PLoS One: Design and Construction of “Synthetic Species”
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Ah, die Genbienen. Welche Bienen haben keine Gene? (ja wenn man keine Ahnung von Biologie hat ist das schon bitter).
Sie meinen wohl die afrikanisierte Honigbiene, die ist aber nur ZUCHT entstanden (die ist ja laut GT Gegner ganz super und nicht mit der GT zu vergleichen), so wie fast alle unser Nutztiere!
Zu erst denken, dann informieren, dann posten!
auch wenn es "nur" Fliegen sind.
Wer kommt morgen dran?
z.b: 2053 Kinder werden konstruiert, nicht gezeugt
http://futuretimeline.net/21stcentu... ner-babies
"Typische Beispiele sind Maissorten, die gegen Schädlinge immun sind" - ist falsch!
Die Maissorten sind durch Genmanipulation gegen Spritzmittel und nicht gegen Schaedlinge immun gemacht worden, man will schliesslich den Mais und die Spritzmittel verkaufen!
Die Sorge scheint gross, dass die von der Gentechnik uns bescherten antibiotikaresistenten Bakterien, veraenderten Viren, Pflanzen- und Tiermutaten den Weg aus dem Labor gefunden haben und sich gegen ihre wilden Artgenossen durchsetzen. So bereits geschehen bei Mais, Getreide und Zuchtlachs mit gentechnisch eingebauten Wachstumsgen der bereits in manchen Teilen des Meeres den Wildlachs zu verdraengen droht.
Bleibt zu hoffen, dass die Gentechnik/Landwirtschaftslobby dafuer zahlen wird.
Da liegen Sie fals BT Mais ist gegen schädliche Immun.
Was Sie meinen sind die Rapssorten von der Fimra M.
Bitte nicht immer so viel Halbwissen demosntrieren!
Den größeren Blödsinn erzählen Sie dann im 2. teil, die AB restinetn Baktererin enstehen NICHT durch GT sondern durch den einsatz von AB. Die Bakterein sind weit besser darin Resistenzen zu entwickel als wir Menschen.
Bitte wenn Sie so wenig Anhnung von dem Thema haben, sollten Sie diesen Umstand nicht noch so breit herzeigen!
Biologiestudenten transferieren schon in den ersten Semestern in Laboruebungen antibiotikaresist gemachte Plasmide mit anderen zu untersuchenden Genen in Bakterien, wo sie sich diese dann vermehren (=Standardtechnik).
Wie oft die so antibiotikaresistent gemachten Bakterien den Weg aus dem Labor ueber den normalen Ausguss finden und nicht wie vorgesehen im Autoklaven entsorgt werden, darueber kann man wohl nur spekulieren. Studenten wird vorgezeigt, dass man Ueberstaende nach dem Zentrifugieren einfach in den Ausguss schuettet!
Sie haben wircklich keine Ahnung.
Nur zur Info, in der GT werden z.b. ca 3-4 unterschidliche Varianten von Genen verwendet die resitenz gegen ß-Lactam AB (als das häufigste Beispiel) bewirken (meist nur gegen sehr alte wie Ampiclin). Bei Kranheitserregern findet man ca 1000 unteschiedliche Gene (100 davon auch bei E. coli). Gerade die in der Therapie für Probleme sorgen, CTX-M, SHV oder OXA- Varianten, sowie Metallo ß Lactamsen werden in der GT gar nicht eingesetzt (und die Natur macht jedes Jahr ein paar neue). Bitte sich mit dem Thema etwas genauer auseinander zu setzten, bevor sie wieder so einen Blödsinn schreiben!
Ja so kommts mir auch vor.
Die einzige Frage die sich jetzt stellt, kommt die Erde damit klar, absolut isulierte und resistente Planzen und Tiere aufzunehmen. Denn bisher sind wir ja die Planzen Tiere und Menschen in dem selben Umfeld entstanden, somit haben wir alle vieles gemeinsam.
Der Vergleich von Menschen - Tier ist abnorm, gigantisch, mehr als wir uns zu beginn gedacht haben.
Und jetzt kommt etwas "unnatürliches".
Hmm, Mal sehen wie viele neue noch resistentere Parasiten sich dadurch entwickeln können. Ich meine die Welt wird es überleben, aber ob wir es auch tun? Naja.
der unterschied liegt in der sinnhaftigkeit ihres entstehens und auftretens - ein lebewesen entsteht nicht aus purem jux und tollerei (gilt auch für viren)
ein absoluter schutz vor unerwünschten kreuzungen mit transgenen organsimen ist nur in einem einzigen fall möglich - man stellt keinen transgenen organismus her (gilt auch für viren).
bg Le24
(zb http://is.gd/yGub6k), der auf "natürlichem" Weg so nie stattgefunden hätte; erst züchtet man Pflanzen, die das nach DDT wohl härteste Spritzmittel überleben (die Pflanzen sind ja nicht gegen Schädlinge resistent, nur gegen Spritzmittel ^^) und dann wundert man sich fast, dass man "superweed" und "superbugs" damit züchtet; welche Auswirkungen die dann auf bestehende Ökosystem haben, darum kümmert sich keiner - wie sie das mit der Pollenkontamination regeln, ist ja hinlänglich bekannt (den Kontaminierten verklagen) nur was machen "wir", und wenn die superresistenten Arten dann die Biosphäre überrennen? bin ich froh, dass die USA als größtes Freilufttestgelände auf einem anderen Kontinent liegt...
Darum gehts aber nicht in dem Artikel. Es wurde eine neue Art gezüchtet, die (definitionsgemäß) fortpflanzungstechnisch von anderen Arten isoliert ist, und die per se keinen evolutionären Vorteil ggü. anderen Arten hat. Die Monsantogeschichten etc. sind ein ganz anderes Kapitel.
was ich grundsätzlich super finde; in Übereinstimmung mit diversen anderen (life will find a way) hier dient für mich Monsanto hier lediglich als (schlechtes) Beispiel dafür, dass bei derartigen Angelegenheiten - v.a. sobald es um Profit geht - Sicherheitsbedenken außen vorgelassen werden...
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