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340.000 Österreicher sind vom Alkohol abhängig, weitere 760.000 weisen einen problematischen Alkoholkonsum auf.
vergrößern 500x455Zahl der Betroffenen; Mengen beim täglichen Konsum, ab denen Gesundheitsgefährdung besteht; durchschnittlicher Konsum nach Bundesändern.
340.000 Österreicher sind vom Alkohol abhängig, weitere 760.000 oder elf Prozent der Bevölkerung weisen einen problematischen Alkoholkonsum auf. "Das Bewusstsein, dass die Alkoholkrankheit nicht eine Charakter- oder Willensschwäche ist, sondern eine hochkomplexe, ernst zu nehmende psychische Erkrankung, die möglichst frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden sollte, ist allerdings noch viel zu wenig verbreitet", erläutert Michael Musalek - Ärztlicher Leiter des Wiener Anton Proksch Instituts (API) - im Rahmen einer Pressekonferenz.
Neuer Ansatz im Kampf gegen Alkoholismus
In der Behandlung der Alkoholabhängigkeit findet derzeit ein Umdenken statt. "Galt bis vor Kurzem die absolute Alkoholabstinenz noch als einziges Therapieziel, so wird heute auch Alkoholreduktion oder moderater Alkoholkonsum angestrebt", so Musalek. Die totale Abstinenz sei schließlich ein Behandlungsziel, das nicht alle Betroffenen erreichen können, so dass in diesen Fällen eine Dosisreduktion als erste sinnvolle Teiletappe gelten sollte. "Wir brauchen realistische, individuell abgestimmte Ziele für jeden Kranken. Das eigentliche Therapieziel ist heute ein autonomes und freudvolles Leben. Jede graduelle Annäherung an dieses Ziel sollte demnach als Erfolg gewertet werden", lautet die Überzeugung von Musalek.
Genussfähigkeit erlernen
Nach Ansicht des Experten fehlt derzeit auch ein Diskurs über das Thema Genuss, der im Zusammenhang mit Alkohol "meistens als Konsum auf hohem Niveau - sowohl mengenmäßig als auch preislich - aufgefasst wird". Themen wie "Vorbereitung" und "Vorfreude", "Erlebnisfähigkeit" und "Kontrolle über das eigene Konsumverhalten" bleiben seiner Meinung nach weitgehend unberücksichtigt. "Hier muss unsere Gesellschaft noch einen Lernprozess durchmachen", ergänzt Musalek.
Verein zur Bewusstseinsbildung
Ein neu gegründeter Verein mit dem Namen "Alkohol ohne Schatten" will zukünftig für zusätzliche Aufklärung sorgen und als Plattform zur Bewusstseinsbildung dienen. Ziel sei es, das Thema "Alkoholismus" zu enttabuisieren und Menschen dabei zu unterstützen, einen genussvollen, nicht selbstschädigenden Umgang mit Alkohol zu erlernen. Vor diesem Hintergrund wurde allerdings auch darauf hingewiesen, dass das API - aus Mangel an ausreichender Finanzierung durch die Krankenkassen - die ambulante Entzugstherapie in ihrem Ambulatorium in Wien-Wieden eingestellt hat. (APA/red, derStandard.at, 26.7.2012)
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bei mir hat das familiäre Umfeld (Alkohol = Familienkrankheit) und ein Glaserl Almdudler mit Wein gespritzt bei der Oma gereicht, um auf die Schiene zu kommen.
Dass ich dann über 30 Jahre saufen musste, bis ich endlich trocken wurde, ist eine andere geschichte.
Alkohol ist ja nur das symptom.
Ich kann nur mit regelmäßigem besuch von AA-Meetings trocken bleiben.
Alkoholismus ist eine dreifache Krankheit: körperlich, geistig und seelisch.
1 und 2 können Sie wegbekommen, 3 nur schwer.
Warum fällt es Menchen so schwer, einfach zuzugeben, dass sie durch ihren schwachen Willen und sonstige Schwächen in die Alkoholkrankheit gerutscht sind? Klar, wenn mal Entzugssymptome da sind, ist mit Willen allein schwer was zu machen, aber niemand gerät in sowas rein, wenn er nicht von vornherein eine labile Seele ist.
Was ändert es aber, wenn die Betroffenen es vehement bestreiten? Richtig: Genauso wenig! Aber es wäre sicher ein erster Schritt der therapie für jene, sich mal klarzumachen, dass 3einiges an einem selber geändert werden könnte und nicht nur die Gene, die Umwelt, die Eltern etc. schuld sind an der eigenen Lage! Verantwortung übernehmen könnte man das dann nennen.
Man kann schon daran arbeiten, auch wenn es nicht von heute auf morgen von Erfolg gekrönt sein mag! Ich finde solche "Schicksalsbemerkungen", dass etwas eben in enem ist und man dagegen nichts tun kann, nicht gut, da es Menschen dazu motiviert, sich hängen zu lassen und allem/n anderen die Verantwortung für eigenes Leid zuzuschreiben. Nicht nur bei Alkoholismus.
niemand leidet gerne, und wenn man es ändern könnte, würde man es vermutlich ändern. ja menschen sind unterschiedlich was stärke und willen betrifft. wenn jetzt ein paar der umwelt die schuld zuschreiben (das ist wieder ein eigenes thema, es gibt da ganz schön heftige persönliche geschichten) ist das für die umwelt egal - der der leidet bleibt ja das individuum.
immer dieses gelaber von wegen stabiler charakter - was soll das sein? ein mensch der alles und jeden an sich abperlen läßt? gottseidank gibt es verschiedene menschen - und jeder ist halt nicht soooo stark, das er alkohol oder medikamenten in schweren zeiten so toll widerstehen kann. das hat mit willenstärke - selten so was seltsames gelesen - gar nix zu tun.
Wo liegt für Sie der Unterschied zwischen schwachem Willen und "nicht sooo stark sein". Sie schreiben nämlich selber "jeder ist halt nicht sooo stark" und genau das meine ich! Willensschwäche vs. Willensstärke, der eine widersteht Suchtgiften auch in Problemzeiten, der andere halt nicht, weil der eine schwächer, der andere stärker ist. Alles klar nun?
Sie können z.B. täglich 4 Seidel Bier trinken und trotzdem Alkoholiker sein, weil Sie die Substanz als MEDIZIN einsetzen, ich denke das ist das entscheidende.
ich habe während meiner mittlerweile jahre andauernden Trockenheit hunderte Meetings der AA gebraucht, um ansatzweise die Krankheit Alkoholismus zu begreifen.
Und Sie haben tatsächlich nur 4 Seidel Bier als Medizin getrunken und sind dann in die Alkoholkrankheit gerutscht? Hm...., das glaube ich Ihnen jetzt aber nicht so ganz! Problematisch wird es wohl erst, wenn man es immer mehr steigert und steigert und genau DA fängt die Willensschwäche an. Man kann immer sagen "die anderen sind schuld, es ist vorgegeben", nur weil man selber halt zu schwach ist, auf sich aufzupassen. Man muss nicht alles den Eltern nachmachen, man muss auch nicht Kinder schlagen, weil man selber geschlagen wurde etc... Kommt eben auf den eigenen Willen an.
Meiner bescheidenen Meinung nach - und ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen - ist ein Großteil schon genetisch vorgegeben. AlkoholikerInnen haben meistens auch einen "Vorgänger" in der Familie.
Alkohlismus hat NULL mit "schwachem Willen" zu tun, sondern meistens mit einer von vornherein "schrägen" Gefühlswelt bzw. seelischem zustand.
Wurde erst der Kontakt mit der Substanz hergestellt, ist der Zug bereits weit losgefahren.
Alkoholismus hat auch nicht unbedingt etwas mit der regelmäßig konsumierten menge zu tun.
Warum gibt es so viel Alkoholkranke? Ganz einfach, weil Alkohol in unserem Gesellschaftsleben eine große Rolle spielt und mit dem Produkt selbst lässt sich ja auch viel Geld scheffeln. Das Innviertel rühmt sich als Bierregion und vermarktet sich hervorragend. Sie rühmen sich wieviele Brauereien und Biere sie gar haben und wie lecker doch Alkohol schmeckt. Dann die Alkoholwerbung bei Sportereignissen. Bandenwerbung in Stadien, Mädels die mit Körben mit Bier durch die einzelnen Reihen der Fussballfans laufen. Warum Alkohol und nicht Wasser oder andere Alkoholfreie Getränke. Alkohol enthemmt und das Leben lässt sich doch so viel leichter ertragen. Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel:Freundschaften, Ehen, Beziehungen werden gelöst.
Muskelverkrampfungen, Spastik usw.... verschrieben werden. Also lieber nur einen Hausarzt ihres Vertrauens fragen, wegen dem Rezept.
Hat eine extrem hohe Wirksamkeit, ist gut verträglich (lediglich Leute mit Nierenschaden und Überempfindlichkeit gegen Baclofen können es nicht nehmen) und hilft (fast) ohne Entzugserscheinungen davon loszukommen!
http://www.alkohol-und-baclofen-forum.de/
http://baclofen.blog.de/
Ein Freund von mir der Alkoholiker war und einen Unfall hatte, danach eine Querschnittlähmung muss täglich Lioresal / Baclofen nehmen, weil er eine starke Spastik hat.
Er hat praktisch keine Entzugserscheinungen und auch keinen Gusto auf Alkohol seit dem Unfall. (Ausnahmen 2 Feiern pro Jahr vielleicht wo er max 2 Bier trinkt)
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