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Graz - Nach der verheerenden Mure in St. Lorenzen im Paltental vom vergangenen Samstag kann in der obersteirischen Region um Trieben noch keine Entwarnung gegeben werden. Mittwoch und Donnerstag wurden 15 bis 30 Millimeter Regen pro Quadratmeter gemessen, für Freitag ist eine Verschnaufpause prognostiziert, aber am Wochenende sind "heftige Gewitter möglich, mit lokalem Starkregen", so die Prognose der ZAMG.
"Mit Glück gehen die Gewitterzugstraßen am Problem-Gebiet vorbei, das Potenzial ist aber da", warnte Meteorologe Hannes Rieder. Wo genau wirklich akute Gefahr droht, werde man erst Samstagmittag sagen können. Der Sonntag werde sich dann ähnlich gestalten, wieder könne es Gewitter geben, am Montag würde eine Abkühlung deren Intensität abschwächen.
Bundesheer bleibt
"Die Lage ist seit zwei Tagen ruhig, die Leute können arbeiten", berichtete der Leiter der steirischen Katastrophenschutzabteilung, Kurt Kalcher, am Donnerstag. Dennoch komme es noch immer zu kleineren Murenabgängen. Zurzeit sei man gerade dabei, das digitale Funksystem ("Blaulicht-Funk") mit einer mobilen Bundesheer-Anlage und zum Teil mit Equipment des Landes einzurichten. Damit soll vor allem die Beobachtung der geologischen Situation und Alarmierung der Arbeitstrupps gewährleistet werden. Der Blaulicht-Funk wird in der Steiermark gerade aufgebaut, Ende des Jahres soll er im Raum Schladming für die Alpine Ski-WM bereitstehen, der Endausbau ist für 2014 geplant.
Seitens des Bundesheeres hieß es, dass die Einheiten am kommendem Wochenende im Einsatzraum verbleiben. Ein geplanter Regenerationstag wurde auf Ersuchen der Behörde abgesetzt, man werde auf Regenerationsprogramm an Ort und Stelle durchführen. Ein Einsatz im Raum Obdach wird hingegen am Samstag beendet.
"Die Situation in St. Lorenzen konnte am sechsten Tag des Assistenzeinsatzes noch nicht entschärft werden", zog Sprecher Gerhard Schweiger eher ernüchternd Bilanz. Nach wie vor arbeiteten die Kräfte des Bundesheeres, der Freiwilligen Feuerwehren sowie freiwillige Helfer Schulter an Schulter, um die Schäden zu beseitigen und für künftige Ereignisse gewappnet zu sein. Derzeit errichte man eine Straße in den Lorenzergraben, um das Material aus den Verklausungen am Oberlauf abtransportieren zu können. (APA, 26.7.2012)
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