Italien sucht Zuhause für 2.500 Versuchs-Beagles

26. Juli 2012, 14:01
  • Die italienische Polizei beschlagnahmte 2.500 Versuchshunde aus einem Zuchtzentrum. Nun suchen die Tiere ein Zuhause.
    vergrößern 500x333
    foto: apa/corpo forestale dello stato

    Die italienische Polizei beschlagnahmte 2.500 Versuchshunde aus einem Zuchtzentrum. Nun suchen die Tiere ein Zuhause.

Die Hunde wurden in einem Zuchtzentrum beschlagnahmt

Rom - Tierschutzaktivisten in Italien suchen Besitzer für 2.500 Beagles, die für Tierversuche aufgezogen und vergangene Woche aus einem Hundezuchtzentrum in der Lombardei gerettet wurden. Das Zentrum Green Hill in Montichiari bei Brescia wurde geschlossen, nachdem die Behörden Tierquälereien festgestellt hatten.

Das Zentrum unter Kontrolle des US-Konzerns Marshall belieferte Labors in ganz Europa mit Beagles für Tierversuche. Die Hunde dieser Rasse gelten in der Pharmaindustrie wegen ihres gutmütigen Charakters als besonders geeignet für Versuche.

Verhaltensprobleme

Die Tiere wurden vorübergehend den Tierschützern der Region Lombardei anvertraut. Mit Hilfe des Umweltschutzverbands Legambiente werden jetzt Familien für die Vierbeiner gesucht. "Viele Hunde haben wegen ihrer schwierigen Lebensbedingungen Verhaltensprobleme. Wir hoffen aber, dass wir für alle ein neues Zuhause finden", sagte ein Sprecher von Legambiente.

Seit Monaten forderten Tierschützer aus ganz Europa die Schließung des Zuchtzentrums, vor dem zuletzt immer wieder Demonstrationen stattgefunden hatten. Ein Dutzend Aktivisten war festgenommen worden, nachdem sie in das Zentrum eingedrungen waren, um Hunde zu befreien.

"Unnötig und für Europa unwürdig"

In europäischen Laboren werden nach Angaben von Tierschützern jährlich zwölf Millionen Versuchstiere getötet. "Tieren derartige Schmerzen zuzufügen ist für die Wissenschaft unnötig und für Europa unwürdig", heißt es in einem Appell. Die Aktivisten fordern die Einrichtung eines ethischen Komitees auf europäischer Ebene, das die Notwendigkeit von Tierversuchen kontrollieren und Alternativmethoden vorschlagen soll. (APA, 26.7.2012)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 31
1 2

Schönes Bild!

"Mit Hilfe des Umweltschutzverbands Legambiente werden jetzt Familien für die Vierbeiner gesucht."

Das damit die Tierquälerei beendet ist bezweifle ich.

das wird erst ein ende finden, wenn man die versuchsbetriebe sprengt

Ich habs zwar anders gemeint, aber lassen Sie sich in Ihren infantilen Fantasien nicht stören!

wieso infantil, diese ideen sind eher infernal ;-)
und gerecht wärs auch

"Die Hunde dieser Rasse gelten in der Pharmaindustrie wegen ihres gutmütigen Charakters als besonders geeignet für Versuche."

Das ist so unglaublich gemein, da kommen einem die Tränen.

Ich nehm gern einen. Zu meinem Maremmano Abruzzese passt sicher noch eine Beagle Lombardi.
Probleme wird wohl eher die Sardinische Strassenkatze machen, bei der ich wohnen darf.

Könnte man den Artikel nicht bitte um einen Link erweitern?

Hunde haben Herrchen,

Katzen haben Personal?
Kenn ich.
Wenn um 16:30 kein frisches Futter da steht gibt's einen Anpfiff.

drastische Strafen für solche Pharma-Konzerne wenn sowas vorkommt.....

und mit drastisch mein ich drastisch und nicht nur ein paar Millionen, die die aus der Portokasse zahlen.

Das ist leider heutzutage kaum mehr möglich. Die ganzen Spitäler bzw. Ärzte sind so stark mit den diversen Pharmakonzernen vernetzt, dass selbst bei einer drastischen Strafe, die einfach zahlen und auf der anderen Seite dann die Medikamente teurer machen, um so wieder an Ihr Geld zu kommen.

sofortige Verstaatlichung, und die Sache hat sich erledigt.

.... und der Grasser, der Mensdorf Pouilly, Meischberger und Co engagieren sich dann wieder und jeder bekommt nette Beraterverträge... na klar doch.

Jawoll !!! DDR 2.0

Genau, in der staatlichen Filzokratie hört man solche Sachen nicht mehr.

Dort hat man nämlich dann keinen Zugang zum Dienstgeheimnis.. Und wenn dann auch gleich die Medien mitverstaatlicht werden, dann hat man es auch nicht mehr mit unangenehmen Fragen zu tun.

tierversuche in österreich

der blick nach österreich ist bei diesem thema ja auch nicht gerade rosig.
dabei gäbe es gerade jetzt die möglichkeit an der situation der versuchstiere was zu verändenr (http://www.vgt.at/actionale... ndex.php), aber dreimal dürft ihr raten welche partei sich wieder querstellt...

etwas für das sich terror auszahlt

Es ist bekannt,

dass die italienische Polizei zum Teil selbst sehr aktiv im Tierschutz aktiv ist. Aber auch die Tierschutzvereine werden in Italien immer reger und sensibler. Hoffentlich geht es ihnen daher, wenn sie der Tierausbeutungsindustrie zu störend nahe kommen, nicht wie in Österreich und in Spanien!

Ich könnte da ein paar für Versuche brauchen. Wohin muss ich mich wenden?

Was habt ihr für ein Problem damit, wenn ich nach adäquaten Behandlungsmethoden für traumatisierte Hunde forsche? So eine Bande an TierquälerInnen wie hier - das hab ich ja noch nie erlebt! Schämt euch!

an mich, bitte posten

"Wohin muss ich mich wenden?"

… an den nächstgelegenen Psychiater!

Nanana,

nur weil einen der Anblick von süssen, herzigen Viecherl nicht total auszucken lässt, ist man noch lang nicht gestört, ok ?

nach dem motto:

wer kinder und kleine hunde hasst kann kein schlechter mensch sein?

ich weiß nicht recht

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 31
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.