Biblischer Hendlbrater vergrämt Kermit und Co.

26. Juli 2012, 12:33
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Der Chef einer US-Fast-Food-Kette hält nichts von der Homo-Ehe. Kermit und Co. dafür nichts mehr vom Hendlbrater

Das schnelle Hendl ist Chick-fil-As Geschäft. Kontroverse Aussagen zur Ehe von Homosexuellen gibt die US-Fast-Food-Kette dazu quasi gratis aus. In den USA sorgen diese nun für jede Menge Unmut. Unternehmens-Chef Dan Cathy meinte nämlich in einem Interview mit der christlichen Baptist Press, die Kette werde nach "biblischen Prinzipien" geführt. Das schließe auch die "biblische Definition von Familie" mit ein.

Einen Schritt weiter in seiner "biblischen Definition von Familie" ging Cathy in einem Radio-Interview." Ich denke, wir fordern ein Gottesgericht über unsere Nation heraus, wenn wir mit erhobener Faust sagen: 'Wir wissen besser als du, wie eine Ehe aussehen sollte'", sagte er.

Die Jim Henson Company reagierte prompt auf Cathys Ausritt. Auf ihrer Facebook-Seite kündigten die Macher der Muppets an, die Fast-Food-Kette nicht mehr mit Spielzeug beliefern zu wollen, das als Geschenk den Kinder-Menüs beigelegt wurde. "Lisa Henson, unsere Konzernchefin, ist eine große Unterstützerin der Homo-Ehe", heißt es auf der Facebook-Seite von Kermit, Miss Piggy und Co. Prominente zeigten sich ebenfalls erbost und gaben an, den Hendlbrater in Zukunft zu boykottieren. Der Bostoner Bürgermeister Thomas Menino drohte, keine Lizenzen mehr an Chick-fil-A zu vergeben, solange das Unternehmen seine Einstellung nicht grundlegend ändere.

Die Fast-Food-Kette, derzeit mit rund 1.600 Filialen in den USA und vier Milliarden Dollar Umsatz im vergangenen Jahr vertreten, geriet schon in der Vergangenheit öfters ins Visier von Homosexuellen-Initiativen, die Chick-fil-A die finanzielle Unterstützung homophober Vereinigungen vorwarfen.

Chick-fil-A versucht sich auf seiner Facebook-Seite nun in Schadensbegrenzung. Das Unternehmen behandle alle Menschen mit Würde und Respekt, unabhängig von Religion, Rasse, Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung, heißt es da. Und: "In Zukunft werden wir die Debatte über gleichgeschlechtliche Ehe der Regierung und der politischen Arena überlassen." (rom, derStandard.at, 26.7.2012)

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    Chick-fil-A, christlich sonntags geschlossen, verärgert mit Aussagen des Firmenchefs zur Homo-Ehe die Jim Henson Company: Kermit, Piggy und Co. gibt's zum Hendl nicht mehr dazu.

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