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Im Fruchteis muss der Fruchtanteil mindestens 20 Prozent betragen, für Schokoladeeis gibt es keine entsprechende Regelung.
Wie viel Schokolade ist im Schokoeis? Dieser Frage sind die Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) Konsumentenberater nachgegangen und ließen 20 Eisproben aus Niederösterreich untersuchen. Das Ergebnis: Der Anteil ist mit zwischen acht bis knapp 22 Prozent völlig unterschiedlich.
Bei der, laut AKNÖ, zweitbeliebtesten Eissorte der Österreicher - auf Platz Eins liegt Vanille - schreibt das österreichische Lebensmittelbuch keinen Mindestgehalt an Schokolade vor. Nur der Geschmack muss deutlich erkennbar sein. "Im Fruchteis muss der Fruchtanteil mindestens 20 Prozent betragen, einen ähnlichen Anteil haben wir uns auch im Schokoladeneis erwartet", sagt AKNÖ-Konsumentenberater Manfred Neubauer. Aber nur drei von 20 unter die Lupe genommenen Salons hätten die Erwartungen erfüllt.
Beim Spitzenreiter und beim Zweitplatzierten in Baden bei Wien betrug der Schokoanteil 21,7 beziehungsweise 20,1 Prozent. Mit 19,9 Prozent folgte ein Eissalon in St. Pölten. Nur acht Prozent enthält hingegen das Schokoeis in einem Lokal in Stockerau. Zwei weitere Eissalons in St. Pölten und Wiener Neustadt blieben mit 8,6 beziehungsweise 9,5 Prozent ebenfalls unter der Zehn-Prozent-Marke.
"Dass der Schokoladenanteil so unterschiedlich ist, hat uns überrascht. Das ist nicht wirklich nachvollziehbar", sagt Neubauer. Ein Nachweis für eine hohe Qualität ist der Anteil allein allerdings nicht. Für den Geschmack würden schon drei bis vier Prozent Magerkakaozusatz ausreichen, erklärt Josef Holzer von der privaten Lebensmittel-Prüfinstitution LVA GmbH. (red, 26.7.2012)
Ergebnisse
Viel Schokolade:
Schokoanteil unter zehn Prozent:
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