Flaggen-Fauxpas verärgert Nordkorea

  • Da kommen sie doch noch.
    foto: apa/dapd/cameron

    Da kommen sie doch noch.

Fußballerinnen kamen nicht aus der Kabine

London - Ein Flaggen-Fauxpas hat den zunächst gelungenen Auftakt des olympischen Fußball-Turniers getrübt. Nur wenige Stunden nach dem 1:0 (0:0) der britischen Gastgeberinnen gegen Neuseeland unterlief den Organisatoren vor dem Spiel zwischen Nordkorea und Kolumbien ein folgenreicher Fehler. Bei der Vorstellung einer nordkoreanischen Spielerin auf der Anzeigetafel im Glasgower Hampden Park war das Porträt zusammen mit der Flagge von Südkorea eingeblendet worden. Das Spiel wurde daraufhin um mehr als eine Stunde verschoben.

Verspäteter Anpfiff

Erst um 20.50 Uhr Ortszeit wurde die Begegnung angepfiffen, nachdem die nordkoreanischen Spielerinnen zum ursprünglichen Anstoß (19.45 Uhr) nicht aus der Kabine gekommen waren. Die Olympia-Organisatoren kündigten eine offizielle Entschuldigung an. "Das war ein klarer Fehler. Wir werden alles unternehmen, damit das nicht noch einmal passiert, und uns entschuldigen", hieß es in einer Mitteilung. Zumindest auf dem Platz hatte Nordkorea Grund zur Freude und gewann souverän 2:0 (1:0).

"Unsere Mannschaft wäre nicht angetreten, wenn das Problem nicht gelöst worden wäre", sagte Nordkoreas Trainer Sin Ui Gun. Dennoch sei der Fehler unverzeihlich: "Auch der Sieg kann uns dafür nicht entschädigen."

Britische Auswahl siegt

Zuvor hatte die britische Auswahl mit ihrem Sieg in Cardiff schon zwei Tage vor der Eröffnungsfeier für einen gelungenen Auftakt der Olympischen Spiele gesorgt. Während in London noch die letzten Vorbereitungen für das Spektakel am Freitagabend liefen, gewann die britische Auswahl zum Auftakt in der Gruppe E gegen Neuseeland mit 1:0 (0:0). Den Siegestreffer erzielte Stephanie Houghton (64.) aus einem Freistoß. (sid, 26.7.2012)

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