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Eckdaten für das 1. Halbjahr 2012

Signifikanzen für das 1. Halbjahr 2012
Wien - "Riesenerfolge" wurden da gefeiert, "Goldmedaillen" reklamiert, "regionale Marktführerschaft gefestigt" und viele "Nummer 1"-Positionen behauptet.
"Radiotest zeichnet immergleiches Bild der heimischen Radiolandschaft", gähnte indes die APA über die Ergebnisse der halbjährlichen Reichweitenuntersuchung von GfK. Mit einiger Berechtigung: Halbjahr für Halbjahr hören ein bisschen weniger Menschen die Radiosender des ORF. Doch noch immer stammen von 100 täglichen Radiominuten in den Ohren des Publikums ab zehn Jahren 74 von Ö3, den Bundesländerradios, Ö1 oder FM4. In der Werbezielgruppe der 14- bis 49-Jährigen liegt der Marktanteil der ORF- Radios bei ebenfalls stolzen 66.
Die 1998 spät flächendeckend und im Sinne des ORF vorerst nur regional gestarteten Privaten kommen im ersten Halbjahr 2012 auf Marktanteile von 19 Prozent bei Hörerinnen und Hörern ab zehn Jahren und immerhin 31 in der Werbezielgruppe.
Eine der wenigen statistisch aussagekräftigen Reichweitensteigerungen gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 schafften die von der RMS vermarkteten Privatsender: 27,4 Prozent Tagesreichweite nach 26,1 Prozent vor einem Jahr beim Publikum ab zehn Jahren.
Nur ein einzelnes Programm konnte in dieser Zielgruppe statistisch signifikant zulegen: Kronehit mit nun 11,2 nach 9,3 Prozent Tagesreichweite. Das bedeutet, 11,2 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher ab zehn Jahren hörten laut Radiotest zumindest eine Viertelstunde. Jedenfalls erklärten sie das den Interviewern von GfK. Signifikant legte der Mediaprintsender noch in Wien, der Steiermark, Kärnten und Tirol zu.
Die RMS berechnete die statistische Aussagekraft der Veränderungen und fand keine weiteren bei den Hörerinnen und Hörern ab zehn Jahren.
Was die übrigen Sender nicht am Jubeln hindert, der Radiotest bietet viele Kategorien und Blickwinkel. Darunter sticht das Selbstbewusstsein der Antenne Kärnten hervor, die sich als "Österreichs Nummer 1" betitelte. Wie kommt der Styria-Sender darauf? Sie hat den größten Marktanteil pro Bundesland bei 14- bis 49-Jährigen. Ex aequo mit der Antenne Vorarlberg, schreiben die Kärntner in einer Fußnote. (fid, DER STANDARD, 27.7.2012)
Tagesreichweite Österreich: 10+ bzw. 14-49 Jahre
Marktanteil Österreich: 10+ bzw. 14-49 Jahre
Info:
Der Radiotest basiert auf Telefoninterviews von GfK Austria.
Definition Tagesreichweite:
Personen, die gestern zumindest eine Viertelstunde lang Radio bzw. einen bestimmten Sender gehört haben. Dabei ist es unerheblich, wann und wie lange insgesamt Radio bzw. der bestimmte Sender gehört wurde.
Definition Marktanteil:
Der Marktanteil eines Senders bzw. Werbeverbundes gibt an, wie groß der prozentuelle Anteil der Hördauer des Senders bzw. Werbeverbundes an der gesamten Hördauer ist.
Und er bewegt sich doch, der Radiomarkt - langsam - Mit Daten als Download - Ergänzt: Veränderungen in Werbezielgruppe
Der Sender bzw. viele der heutigen Sender sind ohnedies scheinbar nur noch auf Autofahrer ausgelegt, die max. 1 Stunde am Stück reinhören.
Alles andre KANN einfach nicht sein.
Wer bitte hält wirklich einen 8 Std-Arbeitstag die permanente Endlosschleife auf KH aus?
Dazu gefühlte 30x/Std der Schwachsinns-Claim "Wir sind die meiste Musik"...
Ist auch von den Regionalradios der miesesete von allesn. Schrecklicher Musikmix (Oberkrainer - dt.Schlager - Evergreen), Moderatoren die nur kichern können und ansagen was in der nächsten Stunde zum Hören ist. Die Volksmusiksendungen bestehen aus belanglosen Interviews mit langweiligen Musikanten, die gaaanz zufällige immer eine neue CD erausgebracht haben. Es gibt keine einzige gestaltete Sendung mehr, und alle 10 Minuten diese grauenhafte Eigenwerbung nach den Nchrichten und dazwischen.
Radio Maria :-o brachte einmal eine Stunde in der Woche Coubntrymusic. Das sagt ja alles. Und bei den "Freien Radios" sind halt schwul-lesbische Sendungen auc wichtiger.
Ich weiß schon, wen sie meinen. Aber dahinter stecken auch nicht unbedeutende Labels oder Sampler-Reihen, die diese Leute erfolgreich machen. Bei österreichischen Musikern traut sich das keine, obwohl wir sicher bessere haben als einen DJ Antoine. Wenn keiner beginnt, österreichische Musik zu spielen, wird es auch keiner kennen und dann kann es auch keiner mögen. Ö3 spielt ja wenigstens ein bisschen was und macht damit ein paar junge Sänger halbwegs erfolgreich. Kronehit und Energy sind sich dieser Verantwortung nicht bewusst.
.. als in den 70er jahren geboren habe ich das Rundfunkmonopol lange genug miterlebt, bis dann endlich die Antenne Austria bei uns in Osten von Ungarn einstrahlte bzw. später Radio CD. Vor allem Radio CD war für uns damals junge ein genialer Sender - leider hat man ihm wo es nur ging Prügel hingeworfen & wie es ausging wissen wir. Daher ist mir jeder Zutand lieber, als dieses Monopol bis in die 90er Jahre, auch mit all seinen Nachteilen.
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