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Ecuador will erst nach den Olympischen Sommerspielen in London über den Asylantrag von Wikileaks-Gründer Julian Assange entscheiden. Außenminister Ricardo Patino sagte am Mittwoch dem ecuadorianischen Fernsehsender ECTV, eine Entscheidung Quitos über das Gesuch Assanges solle die Olympischen Spiele "nicht beeinträchtigen". Die Entscheidungen seiner Regierung könnten anders ausfallen als die Positionen Londons, sollten die Beziehungen zu Großbritannien aber nicht beeinflussen, sagte der Minister.
Zuflucht
Assange hatte am 19. Juni in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht und politisches Asyl beantragt. Er soll von Großbritannien an Schweden ausgeliefert werden, wo ihm Sexualdelikte zur Last gelegt werden. Der 41-jährige Australier fürchtet aber, letztlich an die USA ausgeliefert und dort wegen der brisanten Enthüllungen u.a. zu den Kriegen im Irak und Afghanistan durch sein Internetportal Wikileaks verfolgt zu werden.
Am Dienstag hatte die Enthüllungsplattform Wikileaks bekanntgegeben, der prominente spanische Jurist Baltasar Garzón werde Assange künftig vertreten. (APA, 26.07. 2012)
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