Schweizer tranken 2011 mehr Bier, aber weit weniger als Österreicher

26. Juli 2012, 11:27
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Weinkonsum der westlichen Nachbarn sank

Bern - Im Durchschnitt hat ein Bewohner der Schweiz 2011 rund 8,5 Liter reinen Alkohol getrunken, wie die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) am Donnerstag mitteilte. Nach drei leicht rückläufigen Jahren hat sich der Konsum damit stabilisiert. Zwar wurden statt 38,2 Liter nur noch 37 Liter Wein getrunken. Dabei haben letztes Jahr sowohl Schweizer wie auch ausländische Winzer Boden verloren. Einziger anhaltender Trend in den letzten Jahren ist die zunehmende Beliebtheit von ausländischen Weißweinen.

Bierkonsum in der Schweiz angestiegen

Während der Weinkonsum zurückging, stieg der Bierverbrauch an: Pro Kopf wurden statt 56,6 Liter nun 57 Liter getrunken - fast ein halber Liter mehr. Die Österreicher tranken da schon fast die doppelte Menge Bier: Rund 107 Liter Gerstensaft wurden pro Kopf 2011 konsumiert. In den zwei Jahren davor waren es jeweils etwa 106 Liter gewesen. Die Österreicher liegen beim Bierverbrauch weltweit an zweiter Stelle nach den Tschechen, noch vor den Deutschen.

Der Spirituosenkonsum liegt in der Schweiz seit mehr als 10 Jahren stabil bei rund 1,6 Liter reinem Alkohol. Früher lagen gebrannte Wasser noch mehr im Trend: Der Rekord von knapp 12,6 Mio. Liter reinem Alkohol in Form von Spirituosen wurde im Brennjahr 1958/1959 verzeichnet. Im Brennjahr 2008/2009 waren es noch gut 1,1 Mio. Liter gewesen.

Die EAV führt die Alkoholstatistik seit 125 Jahren. Ein Blick in ihre Archiv zeigt, dass im Jahr 1900 noch doppelt so viel getrunken wurde wie heute: 17 Liter pro Kopf. (APA, 26.7.2012)

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    Die Österreicher liegen beim Bierverbrauch weltweit an zweiter Stelle. Mehr wird nur in Tschechien getrunken.

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