Aktie nach Tweet von Journalistin um zehn Prozent gestiegen

26. Juli 2012, 10:53

Geplante Neugestaltung der Filialen des US-Handelskonzerns J.C. Penney gepriesen

Die Aktien des US-Handelskonzerns J.C. Penney sind am Mittwoch nach einer euphorischen Äußerung einer Moderedakteurin auf dem Kurznachrichtendienst Twitter um fast zehn Prozent in die Höhe geschossen. Die Journalistin Nina Garcia von der Frauenzeitschrift "Marie Claire" lobte darin die geplante Neugestaltung der Filialen. "Macht euch bereit zum Einkaufen", schrieb sie und prophezeite, dass der Konzern die Branche damit verändern werde. Garcia hatte in der vergangenen Woche eine Zusammenarbeit mit J.C. Penney vereinbart.

Plus von 4,7 Prozent

Nach dem Kurssprung ging die Aktie mit einem Plus von 4,7 Prozent aus dem Handel. Der Derivate-Experte J.J. Kinahan von TD Ameritrade führte den Anstieg auf den Tweet Garcias zurück. Auch Calls auf die JC-Penney-Aktie seien gekauft worden. Andere Analysten zweifelten, dass Garcia den Aktienkurs beeinflusste, konnten aber keinen anderen Grund nennen. Garcia ist in den USA prominent: Sie ist etwa Jurorin bei der Modelshow "Project Runway". (APA, 26.07. 2012)

Damit ist der Finanzmarkt endgültig nicht mehr ernst zu nehmen...

Ob's jetzt ein Tweet, eine besseres Golf-Handicap eines CEOs oder einfach nur fester Stuhlgang ist, macht das Kraut auch nicht mehr fett... ;)

Sagen wir's so: "unser" (eigentlich: "dieses gottverdammte, FUFUFUFU...!!!!") Finanzsystem hat auf jeden Fall die besten Anlagen, eines Tages tatsächlich wegen des Flügelschlags eines Schmetterlings in der chinesischen Provinz zu kollabieren... alles nur eine Frage der Zeit, befürchte ich...

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.