Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - "Wer bei ELGA mitmachen will, soll aktiv zustimmen! ELGA nur, wenn Ihre Daten sicher sind! Unser Steuergeld zuerst für Gesundheitsleistungen, die wir wirklich brauchen!" - Mit handfesten Slogans startet die Wiener Ärztekammer in den Ordinationen ihrer Mitglieder jetzt ihre Kampagne zur primär vom Gesundheitsministerium und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger propagierten Elektronischen Gesundheitsakte. Es gibt Informationsmaterial und Unterschriftenlisten für die Patienten ab heute, Donnerstag, in den Arztordinationen.
Unterschriften gegen geplantes System
"Wir beabsichtigen, die Patienten zu informieren und stellen Hintergrundinformationen zur Verfügung. Es gibt auch die Möglichkeit einer Unterschrift gegen das geplante System", sagte Wiens Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres gegenüber der APA. Die Aktivitäten richten sich vor allem gegen zwei, von der Ärztekammer befürchtete Konsequenzen von ELGA. Erstens: Müssten die Ärzte Zeit in dieses System investieren, bliebe ihnen weniger Zeit für den direkten Patientenkontakt. Zweitens, so Szekeres: "Das ist der Datenschutz. Wir informieren darüber, dass bei einer verpflichtenden Teilnahme aller Österreicher alle gesundheitsrelevanten Daten in dem System enthalten sind." Dies sei einfach gefährlich für den Einzelnen - laut Ärztekammer speziell auch, weil der Datentransport ohne Verschlüsselung vorgesehen sei.
Der Wiener Ärztekammerpräsident: "Es gibt Spitalsärzte, die lassen sich nicht im selben Spital behandeln, weil sie Angst wegen der Daten haben." Als der frühere Bundespräsident Thomas Klestil im Spital behandelt worden sei, hätte es Hunderte Zugriffe auf das interne System gegeben - von Personen, die mit der Behandlung nichts zu tun, jedoch Zugang zu den Daten gehabt hätten. Leicht könne auch der Zwang von Arbeitgeberseite auftauchen, bei einer Anstellung auch gleich die eigenen Gesundheitsdaten offen zu legen. Szekeres: "Und dann gibt es noch die Frage der Funktionalität des Systems."
Kritik am Projekt
Der Hintergrund: Das seit Jahren in der österreichischen Gesundheitspolitik verfolgte und mit einem vor kurzem von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) über einen adaptierten Gesetzesentwurf wieder aktuell gemachte Projekt einer lebensbegleitenden Gesundheitsakte für die Krankenversicherten in Österreich ist vonseiten der österreichischen Ärzteschaft heftig umstritten. Speziell die Wiener Ärztekammer hat hier schon mehrfach mobil gemacht.
Die Wiener Ärzte sollen während der Kampagne ihre Patienten auf potenzielle Probleme im Zusammenhang mit dem ELGA-Projekt hinweisen und zur Unterschrift mit den Forderungen auf Opt-In-Lösung (Freiwilligkeit der Teilnahme), Sicherstellung der Datensicherheit und Klärung der finanziellen Fragen motivieren.
"Wir sind gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitsakte in der derzeit vorliegenden Form, weil sie Datenmissbrauch ermöglicht, da keine Verschlüsselung erfolgt, enorme Kosten und erhöhten Zeitaufwand für uns Ärztinnen und Ärzte bringt und keinen effektiven medizinischen Nutzen erkennen lässt", heißt es in dem Brief der Wiener Ärztekammer an ihre Mitglieder, der mit dem Informationsmaterial der Standesvertretung versendet wurde.
Szekeres erklärte bereits vor einigen Wochen gegenüber der APA: "Da haben wir durchaus Bedenken, was die Gefahr durch Hacker bzw. die Gefahr der Datenmanipulation betrifft." An große Einsparungen durch Vermeidung von Doppelbefundungen glaube er nicht. Szekeres ist hauptberuflich Labormediziner an der Wiener Universitätsklinik am AKH. (APA, 26.7.2012)
Bis zu ein Jahr Wartezeit auf Grauer-Star-Operation in Vorarlberg - PR-Kampagne für Jungärzte
Änderungen an umstrittenem Psychologengesetz in Aussicht gestellt
Dass die Ärztekammer für die Kontrolle der Ärzte zuständig ist, ist den Patientenanwälten schon länger ein Dorn im Auge. Jetzt sollen sie auch noch 600 Euro aus Steuergeld für einen Ordinationsbesuch zahlen - laut Ministerium eine rechtswidrige Forderung
Psychiater und Psychotherapeuten kritisieren Bevorzugung der Psychologen - Gesetzesvorhaben soll zurück an den Start - Ministerium weist Kritik zurück
Nach 23 Jahren gibt es ein neues Gesetz
Wahl zum Patientenombudsmann der Wiener Ärztekammer geht in die heiße Phase
Die Patientenanwälte erheben schwere Vorwürfe gegen die Ärztekammer: Sie vermuten, deren Qualitätsstelle schütze "Ärzte mit Qualitätsdefiziten"
Beschluss im Ministerrat für neue Mutter-Kind-Pass-Leistung - Ärztekammer übt Kritik
Kaum haben die (Gebiets-)Krankenkassen finanziell etwas mehr Spielraum, werden Forderungen nach neuen Leistungen laut. Die Zahnärztekammer fordert unter anderem mehr Geld für Patienten für Mundhygiene und Zahnregulierungen.
Wechselberger: Derzeitige Ausbildung "international herzeigbares Kuriosum"
Kassen-Ergebnis gegenüber Februar-Voranschlag weiter verbessert
Streit um Lehrpraxis - Stöger: Ärztekammer soll unterzeichnetes Konzept umsetzen - Wechselberger: Konzept des Ministers derzeit "nichts wert"
Über neue Zähne, Psychotherapie, das saufende Österreich und Bluttests: Hauptverbands-Chef Hans Jörg Schelling im Interview
"Gesundheitsbarometer": Allerdings nimmt Anteil der Zustimmung ab - Größte Sorge: Arzneimittelfälschungen
Pflegebedürftige sollten so lange wie möglich zu Hause bleiben dürfen. Pflege-Aktivisten fordern Geld für 24-Stunden-Betreuung
Sozialminister Hundstorfer sieht Urteil als "richtungsweisend" an und will schwarze Schafe identifizieren
Rahmenkonzept ist fertig - Nach Basisausbildung folgt Facharzt
130.000 Personen in Krankenpflege und medizinisch-technischen Diensten tätig - Qualifikation nicht nachgewiesen
Krankenkassen planen höhere Ausgaben für Prävention, Zahnmedizin und Kindergesundheit
Gesetzesentwurf sieht Auszeit für drei Monate vor - Auch Teilzeit wird möglich
Kontrollbesuche der neuen Volksanwaltschaftskommissionen deckten West-Ost-Gefälle auf
Laut Volksanwaltschaft haben Netzbetten in Psychiatrien nichts zu suchen. Doch in Wien will man auf "Notfallbetten" mit Netzen nicht verzichten
Im Mai sollte im Parlament über heikle Fragen wie Eizellen-Diagnostik diskutiert werden sollen - doch die ÖVP schwänzte die Vorbereitung
Kassen haben Sparziele übererfüllt - Laut eigenen Angaben "ohne Leistungskürzungen" Kosten gedämpft
In abgelegenen Gegenden herrscht längst Medizinermangel, weil der Job für junge Ärzte in Österreich zunehmend unattraktiv wird
wird leichter als man
denkt: http://www.youtube.com/watch?v=g... ature=plcp
Leider.
die ÄK viel Geld in die Hand, um die Menschen davon zu überzeugen, dass es für Sie schlecht ist, wenn die Ärzte in Zukunft nicht mehr doppel- und mehrgleisig fahren dürfen uund so der Allgemeinheit Geld erspart wird.
Die Panik vorm "Gläsernen Menschen" wird verbreitet und das 21 Jhdt mit seinen Möglichkeiten einfach desavouiert.
Wann werden die Erkenntnisse von Semmelweis in Frage gestellt? Hygiene kostet ja schlie0ßlich auch Geld, wenngleich ich der erste wär´, ein bisserl was für die geistige und moralisch/ethische Hygiene dieser Ärzteschaft zu spenden.
Vielleicht wird´s ja dann wieder was mit der Einhaltung des hypokratischen Eides, nämlich uneingeschränkt im Dienste der Patienten zu stehen.
Diffuses Geschwätz. Werden Sie konkret. Oder lassen Sie es.
Oder sind sie der Herr aus dem Ministerium, der glaubt, dass alle Ärzte Betrueger sind. Oder der, der meint, man solle nur die ganz engagierten studieren lassen, weil die würden eh umsonst und immer arbeiten wollen.
Wir führen Betriebe, sind Dienstgeber, aber in weitgehender Abhängigkeit vom politischen Diktat bzgl. Prozess- struktur und Qualität. So schauts aus.
"„Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygeia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an...." - den Arzt möcht ich sehen, der DAS heutzutage noch schwört. Abgesehen davon ist der Eid rein auf männliche Ärzte ausgelegt. Das Einzige, was man daraus ableiten kann, ist eine ärztliche Ethik, aber die sollte sich sowieso von selbst verstehen, dafür braucht's hoffentlich keinen Apollon mehr.
die idee mit den doppeluntersuchungen ist ein hirngespinst von ahnungslosen beziehungsweise eine nebelgranate der elga-lobby mangels wirklicher pro-argumente.
der herr hieß übrigens hippokrates, lebte auf kos und sein eid wird von uns nicht geschworen. ebensowenig, wie ich mich verpflichtet fühle, IHNEN uneingeschränkt (!) dienstbar zu sein.
Wie kommen Sie auf den Gedanken, es wäre geplant die Krankendaten zu verschlüsseln (Was nebenbei auch keine 100% Sicherheit garantieren kann)? Bitte zeigen Sie mir hierzu Ihre Quelle!
Warum sollte die Patientenanwaltschaft vertrauenswürdiger sein? Ich habe keinen Patientenanwalt gewählt. Diese werden ernannt (Trotz Recherche konnte ich nicht herausfinden nach welchen Kriterien - aber auch da können Sie mich gerne belehren).
Die Ärztekammer vertritt einfach die Intressen der Ärzte (welche in dem Fall zufälligerweise teilweise mit den Interssen der Patienten zusammenfallen). Nicht alles was für den Arzt gut ist, ist automatisch für den Patienten schlecht (und umgekehrt)...
Ich will diese Datenbank nicht, auch nie darin zu finden sein. Ich bin eh schon in genug Datenbanken der Ärzte.
Ich habe die Angst, dass diese Daten dann gehackt und/oder von großen Unternehmen gekauft werden, denn so kann z.B. nur der "gesunde" ins Unternehmen aufgenommen werden...
Mich würde keine Firma in meinem Bereich einstellen, wenn die meine Krankheit kennen würde. Ich wurde bis jetzt auch immer deswegen gekündigt, nachdem ich wiedermal für einige Minuten bewusstlos auf dem Boden lag und mich die Notärztin fragt, welche Krankheiten ich hätte. Ich als Epileptiker, der zudem schon eine Hirn-OP hatte, bin in dem Bereich wo ich arbeite einfach nicht gewünscht -> ELGA sicher nicht, schongar nicht mit meinen unzähligen Krankendaten.
http://www.oekonsult.eu/eHEALTH2012.pdf
Dass Ärzte meiner Wahl und mit meinem ausdrücklichen Einverständnis per
Computer Einblick in meine früheren Befunde, Medikamentenverschreibungen
oder andere elektronisch verfügbaren Gesundheitsdaten nehmen dürfen, halte
ich für sehr sinnvoll und wünschenswert vs. gefährlich und unverantwortlich.
- Da hätte ich auch mit JA geantwortet (80,9% habens, 15,8 davon eher Unschlüssig) - Wo steht hier das Wort ELGA?
Nächste Frage:
Niemand darf zur Teilnahme an e-Health oder e-Medikation oder ELGA gezwungen werden. - Da haben 86,3% mit JA geantwortet (nur 10,8% davon eher Unschlüssig)!!!
Aber nach dem derzeitigen Gesetzesentwurf werden gerade alle Uninformierten dazu gezwungen!
Warum kein OPT-IN???
Wer profitiert von ELGA
Nutznießer von ELGA sind in erster Linie natürlich mal die Projektverantworlichen und Zuarbeiter (z.B. ernest pichlbauer - Wenn man seinem Link weiter unten folgt sieht man, dass er sogar von der ARGE ELGA bezahlt wurde eine Studie zu erstellen).
Und natürlich (nicht zu vergessen) Vielarztbesucher (schätze mal 20 bis 30% der Bevölkerung).
Ausserdem Arbeitgeber, Versicherungen und Banken sollten Sie sich Zugang zu den Daten verschaffen können (ich gehe davon aus).
Wem bringt ELGA nichts?
Einem Großteil der Bevölkerung (jenen welche selten zum Arzt gehen und welche nicht ständig mit Medikamenten versogt werden.)
Warum keine freiwillige Teilnahme (also OPT IN)?
studie angefertigt! das honorar betrug 5.000€! seit dem gab es keinen auftrag!
wenn ich ihrer argumentation folge, bedeutet es, dass ich, wenn ich aufträge (davon lebe ich) annehmen, danach keine meinung mehr dazu haben darf? interessant! wenn alle so agieren, dann gibt es bald keine menschen, die eine meinung äussern dürfen!
tja, ich schaffe es bisher unabhängig zu bleiben und meine meinung selbst zu bilden und auch zu kommunizieren! bisher konnte niemand bei mir ein gefälligkeitsgutachten bestellen und das wird auch so bleiben - auch wenn sie mir das rufschädigend unterstellen
btw. wo arbeiten sie? hoffe, sie sind gegen ihrer arbeit, sonst könnte man glatt annehmen, sie sind nutzniesser ihrer arbeit!
Vorab: Das Sie keine Meinung zu einem Thema abgeben sollen, zu dem Sie bezahlt wurden.... warum legen Sie mir solche Gedankengänge nahe?
Man sieht allerdings manche Aussagen in einem anderen Licht, wenn man weis von wem sie kommen. http://www.rezeptblog.at/uber-den-autor/
Das ist allerdings nicht so wichtig (für mich)
Wichtig ist (für mich) die Frage:
Warum keine freiwillige Anmeldung für Patienten zu ELGA (also OPT IN). Eine einfache "JA/NEIN" Frage. Was ist daran so schwer?
Wenn ein Opt-In gemacht wird, muss das System so gut sein, dass die Leute freiwillig dran teilnehmen. Da die Politik weiterhin auf einem Opt-Out beharrt, darf man vielleicht die Frage in den Raum stellen, ob das System so schlecht ist, dass man die Leute zur Teilnahme zwingen muss.
Dieser elektronische Gesundheitsakt würde viele Arbeitnehmer davon abhalten, sich untersuchen und behandeln zu lassen, um Eintragungen in den ELGA zu vermeiden. Weil wenn im ELGA nix drinnen steht, kann der Arbeitgeber auch nix nachlesen.
Als Arzt möchte ich erstens festhalten, dass sehr viele meiner Berufskollegen so wie selbst FÜR ein elektronische Gesundheitsakte sind! Auch wenn meine Standesvertretung ständig anderes behauptet.
Und ich möchte die Ärztekammer inständig bitten, vom reformfeindlichen Betonschädelkurs mit durchschaubar falschen Argumenten ("es geht uns nur um die Patienten") endlich abzurücken. Wir sind auf dem Weg, dass es uns bald so geht wie den Lehrern jetzt schon: Das öffentliche Image wird immer schlechter, dank einer Verhinderermentalität, die in der öffentlichen Wahrnehmung auch engagierten, für Neuerungen offenen Ärzten schadet.
Ja, und dort habe ich schon jetzt täglich mit elektronischer Gesundheitsakte zu tun. Auch wenn diese nicht direkt mit der viel breiter anzuwendenden ELGA zu vergleichen ist, kenne ich die Zeit- und Resourceneinsparung durch einen EHR aus der täglichen Arbeit.
und noch ein eigennütziger gedanke: vielleicht haben sie eine wahlarztordi oder wollen mal eine aufmachen. dann werden sie verpflichtet zu einem e-card/elga-anschluss mitsamt teuren telekom-kosten, teuren wartungsverträgen und lizenzen von connection-provider (dame, medicalnet) und einer viel komplexeren software, als sie heute brauchen.
anders ausgedrückt: ihre fixkosten würden die gesamten einnahmen einer nebenerwerbsordi auffressen, und damit könnens zusperren. und das ist von manchen elga befürwortern durchaus so gewollt.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.