Hammerlos für Schlager und Liu Jia

In Runde drei würden Nummer 2, 3 bzw. 4 warten - Chen mit mehr Glück - Herren-Team gegen Ägypten, Damen gegen Hongkong

London - Die Auslosung für die olympischen Tischtennis-Bewerbe hat Österreichs Aktiven am Mittwoch im Einzel fast durchwegs harte Einzel-Lose und im Team machbare Auftaktaufgaben gebracht. Riesenpech hatten die in der zweiten Runde einsteigenden Werner Schlager, Liu Jia und Li Qiangbing. Denn bei einem Auftaktsieg würden sie mit Wang Hao (CHN), Kim Kyung-ah (KOR) und Kasumi Ishikawa (JPN) auf die Nummer 2, 3 bzw. 4 treffen. Chen Weixing hat es als einziger besser erwischt.

Schlager wollte in der Analyse der Auslosung gegenüber der APA - Austria Presse Agentur aber noch gar nicht auf ein mögliches Match gegen den zweifachen Olympia-Zweiten Wang Hao eingehen. Denn davor müsste er wohl Mihai Bobocica besiegen, falls sich der Italiener davor gegen den Kubaner Andy Pereira oder Shing Yoshua aus Vanuatu durchsetzt. "Ich habe vor Bobocica Respekt, da er sehr explosiv spielt", sagte Schlager. "Aber ich freue mich auf die Partie."

Mehr Glück für Chen

Chen beginnt auch in Runde zwei, und zwar gegen den Sieger der Erstrundenpartie zwischen dem Ukrainer Alexander Diduch und dem Paraguayer Marcelo Aguirre. Bei einem Auftaktsieg würde Chen in Runde drei auf den als Nummer 14 eingestuften Franzosen Adrien Mattenet treffen. Der 24-Jährige liegt als Weltranglisten-26. sechs Positionen vor dem Österreicher und wäre nicht Favorit. Das ist aber Diduch gegen Aguirre, der Weltranglisten-90. ist daher als erster Chen-Gegner zu erwarten.

Sehr unangenehm ist die Aufgabe für Liu Jia. Denn Kim ist Verteidigerin, gegen die sich die erst am Donnerstag in London eintreffende 30-jährige Linzerin schwertut. Von der spielerischen Qualität der Weltranglisten-5. nicht zu reden. "Ich sehe aber, dass sie sich gegen Verteidigerinnen verbessert hat", meinte Coach Liu Yan Jun. Als Gegnerin für die erste Partie erwartet er die Kongolesin Han Xing. Die aus China gebürtige Afrikameisterin trifft zunächst auf die Weißrussin Aleksandra Priwalowa.

Li muss vor ihrer Partie zwei Matches abwarten. Zunächst spielt Aia Moahmed aus Katar gegen die Kanadierin Zhang Mo um ein Erstrundenticket, die Siegerin muss gegen die türkische Ranking-98. Hu Melek ran. Dann kommt Li ins Spiel, sie erwartet Zhang oder Hu als Kontrahentin. "Beide spielen mit Noppen. Da macht es keinen Unterschied, gegen wen ich spiele", erklärte Österreichs Nummer zwei. Ähnlich wie Schlager wollte Li auf eine mögliche Partie gegen Ishikawa nicht vorausblicken.

Im Herren-Teambewerb haben die Österreicher mit Ägypten einen schlagbaren, aber nicht zu unterschätzenden Gegner bekommen. "Da müssen wir auf Chen setzen, auf ihn spielen die Ägypter schlecht", meinte der nur für das Team nominierte Robert Gardos. Im Viertelfinale könnte es zum Hit gegen die Deutschen kommen. Die müssen davor aber im Klassiker gegen Schweden bestehen. "Gegen Schweden wäre es ausgeglichen", meinte Schlager. "Gegen die Deutschen wären wir Außenseiter."

Letztlich hat das Damen-Team mit Liu, Li und Amelie Solja Hongkong für das Achtelfinale zugelost bekommen. Ende März bei der Team-WM in Dortmund hatte es eine hauchdünne 2:3-Niederlage gegeben. "Gegen sie verlieren wir immer knapp, das muss diesmal anders sein", sagte Li und führte als Grund dafür Solja an. Die gebürtige Deutsche steht erstmals im ÖTTV-Team. Im Viertelfinale würde es wohl gegen die zu Beginn gegen Brasilien zu favorisierenden Südkoreanerinnen gehen. (APA, 25.7.2012)

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12 Postings

Bin gespannt, wie der Schlager sich tut. Seine Form in letzter Zeit war nicht soo berauschend - schade, dass sich der Gardos nur als Lückenbüßer qualifizieren hat können.

einer gegen 3 ist aber auch unfair :/

nix gegen die chinesen...

aber beim Tischtennis isses schon laecherlich mittlerweile, wenn jedes Land ein paar eingebuergerte Chinesen hinschickt, die dann quasi eine internationale Chinameisterschaft austragen.

Tja, man kann den Willen eines Menschen, für ein anderes Land als das, in dem man geboren worden ist, anerkennen oder nicht.

Ich mein, was soll das für eine Argumentation sein - als ob Chinesen ein Tischtennis-Gen hätten oder so. Dort wird halt die Nachwuchsarbeit viel ernster genommen in dem Bereich - so, wies bei uns halt mit Schifahren besser ausschaut und in Jamaica oder Äthiopien mit Laufen. Und wenn Sie in ihrem Ausbildungsfeld bei uns wege zu hoher Dichte keinen Job kriegen und ins Ausland gehn, ist das dann auch lächerlich?

nachwuxarbeit?

bei 500 millionen aktiven wird schon einer finden, der es kann.

vom 2x posten wird das aber auch nicht richtiger. bzw. wissen sie die zahlen, wie viele chinesen / eingebürgerte chinesen / nicht-chinesen bei dieser olympiade antreten?

um tischtennis gehts hier, andere sportarten bei der olympiade sind nicht das thema.
und 2x gepostet hats der blechtrottel, nicht ich.

ich bezog mich auch ausschliesslich auf tt. die aussage ist in bezug auf maenner komplett falsch; in bezug auf frauen vielleicht ein bisschen richtiger, aber auch hier kann keine rede davon sein dass die mannschaften aller laender groestenteils aus eingebuergerten chinesinnen bestehen.

infos zu allen teilnehmerInnen, medaillengewinnern usw. gibts auf www.ittf.com

wieviele nicht-kinesara gewinnen den im normalfall?

im urspruenglichen posting und meiner antwort gehts nicht darum wieviele gewinnen.

nix gegen die chinesen...

aber beim Tischtennis isses schon laecherlich mittlerweile, wenn jedes Land ein paar eingebuergerte Chinesen hinschickt, die dann quasi eine internationale Chinameisterschaft austragen.

vom 2x posten wird das aber auch nicht richtiger. bzw. wissen sie die zahlen, wie viele chinesen / eingebürgerte chinesen / nicht-chinesen bei dieser olympiade antreten?

:-))

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