An die Rax, mit der Zuckelbahn

4,9 Kilometer Strecke und in renovierten 1926er-Personentriebwagen bietet die Kleinbahn alles, was die Gegend an Landschaft hat

Der Umstand, dass das Wiener Becken nur wenige dutzend Kilometer von der Bundeshauptstadt entfernt alpinen Gipfeln weicht, hat manche schweißtreibende Wandertour wochenendhungriger Städter zur Folge. Aber es geht auch komfortabler, Fun-Faktor inbegriffen. Bis unweit der Raxseilbahn, wo der 2007-Meter-Berg seine Schatten wirft und das Höllental mit seinen Naturbadestellen entlang des Gebirgsflusses Schwarza beginnt, zuckelt eine Kleinbahn.

Erste Wiener Hochquellwasserleitung

Nach dem Tal der Hölle benannt, dem sie jeden Sonn- und Feiertag bis 14. Oktober vom ÖBB-Bahnhof Payerbach aus zustrebt, bietet sie auf 4,9 Kilometer Strecke und in renovierten 1926er-Personentriebwagen alles, was die Gegend an Landschaft hat: dichtgrünen, stark abschüssigen Wald, Viaduktenquerung, ein dem Blick überraschend sich öffnendes Nebental, Fahrt an der Schwarza entlang zur Endstelle inmitten des Dorfes Hirschwang, dessen Bebauung noch Spuren von Arbeiterwohnsiedlungen aus dem 19. Jahrhundert trägt. Wer sich, angekommen, Bewegung verschaffen will, kann, gut ausgeschildert, 4,5 Kilometer weiter nach Kaiserbrunn wandern, wo die Erste Wiener Hochquellwasserleitung ihren Ausgang nimmt. (bri, Rondo, DER STANDARD, 28.7.2012)

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