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Boddingtons Draught Bitter, € 2,50 bei Bobbys Foodstore, Schleifmühlg. 8, 1040 Wien
Nachdem dieser Tage allein der olympische Gedanke zählt, sollte man als aufrechter Sportsfreund zumindest im Geiste in London sein. Mit entsprechender Unterstützung fällt das deutlich leichter, weshalb hiermit Boddingtons Bitter empfohlen sei.
Dieses quintessenziell englische Bier ist ob seiner kräftigen Hopfennote, vor allem aber ob seiner unvergleichlich dichten cream legendär - so heißt bei den Angeln die Schaumkrone. Vom Fass gezapft, wohlgemerkt. Weil das hienieden aber kaum geht, packt die Brauerei ein sogenanntes widget (lässt sich ganz offiziell mit "Dingsda" übersetzen) mit in die Dose.
"in one smooth action"
Der kleine Plastikball hat eine winzige Öffnung, aus der nach dem Öffnen der Dose Stickstoff austritt, der die Schaumbildung fördert.
Boddingtons sollte laut Dosenaufschrift "in one smooth action" in ein großes Glas geleert werden. Da ist dann zuallererst nur weißer Schaum drin, der sich aber schnell zu einer prächtigen, dickcremigen Krone verfestigt.
Das Bild zeigt übrigens die Front- und Kehrseite der Dose - nur als Illustration, wie fantastisch die Engländer auch Bier zu designen verstehen. (corti, Rondo, DER STANDARD, 27.7.2012)
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ABER
noch immer ein sehr gutes Gebräu der diesen Geschmack liebt. Ich fahr heute noch ins Bobby Shop in Wien um meinen Durct zu stillen......
Übrigens: dort gibt es auch noch andere, typisch englische Produkte, hmmmm
Der Hauptunterschied ist, dass Dosenbier immer pasteurisiert wird, Flaschenbier - zumindest in Österreich - fast nie. Auch nicht von den größeren Brauereien. Durch die Erwärmung - und sei sie noch so schonend, degenerieren einige der flüchtigeren Aromen. (Auskunft eines Braumeisters)
Ich weiß aber nicht, ob ich den Unterschied in der Blindverkostung schmecken würde.
Bei internationalen Großbrauereibieren soll es egal sein. Die werden auch in der Flasche pasteurisiert.
Haben mal eine Blindverkostung gemacht: Dosenbier / Flaschenbier, beide gleiche Sorte, in Gläser geleert - kein Unterschied zu schmecken. Klar ist eine Flasche "haptisch" angenehmer als eine Dose und suggieriert einem so einen besseren Geschmack. Objektiv ist aber kein Unterschied merkbar.
Jaja, Boddington's, "the cream of Manchester": http://www.youtube.com/watch?v=9mp646_H_xo
Allerdings hat das Bier Mitte der 90er Jahre, als es noch in Manchester gebraut wurde und bevor es an einen internationalen Konzern verkauft wurde, noch deutlich intensiver geschmeckt.
Und das Bier mit dem "widget" ist John Smith's. Auch ein gute Bier ähnlichen Typs. Boddington's hat das Dings in der Dose nie so genannt.
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