Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Der Grill ist im neuen Ferdis Fisch & Steak am Döblinger Gürtel das wichtigste Werkzeug.

Er wird überaus gekonnt eingesetzt.
Ferdi Esmek war Geschäftsführer im Fischrestaurant Nautilus am Naschmarkt, das mit wirklich gutem Fisch und engagiertem Service nicht zufällig zu den echten Highlights am Markt gehört. Jetzt wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit und suchte sich dafür just eine Location aus, an der bisher gar nichts gelingen wollte. Das lag freilich mehr an den Konzepten als am Standort - im vis-à-vis gelegenen Café Blaustern war die Auslastung nie ein Problem.
Fleischbrocken, der sein Geld wert ist
Seit einigen Wochen wird an dem Ort, wo vor ein paar Jahren Österreichs erste Eisbar einlud, bei künstlich erzeugten Minusgraden und auf Eisblöcken sitzend kalte Drinks zu schlürfen, gegrillt. Das Lokal wurde radikal umgebaut, den besten Blick auf den Gürtelverkehr hat man aus dem ersten Stock. Von hier aus wirkt die Kreuzung mit der Nußdorfer Straße auf raue Art beinahe charmant.
Die Idee, sich ganz auf Fleisch und Fisch zu konzentrieren und in mehreren Varianten auch Kombinationen aus beidem ("Surf & Turf") auf die Karte zu setzen, ist alles andere als neu. Man könnte auch einwenden, dass derartige Animation zu übermäßigem Proteinkonsum dem Planeten nichts Gutes tut. Aber es hindert einen bekanntlich keiner daran, zum Ausgleich anderntags brav zu sein und sich ins Gemüse zu begeben. Denn im Gegensatz zu manch anderen auf Steak spezialisierten Adressen wissen sie hier durchaus, wie so ein Fleischbrocken am Grill zu behandeln ist, damit er sein Geld auch wert ist.
Es darf gestunken werden
Beim zu Beginn gereichten "Ferdis Öl" ist allerdings Vorsicht geboten, die diversen, mit Öl übergossenen Pesti (Chili, Basilikum, Oliven) sind aufs Heftigste mit Knoblauch versehen. Dasselbe gilt auch für das an sich sehr gute, hausgebackene Brot, das dazu serviert wird: Es darf gestunken werden.
In der prächtigen Fischtheke lagern allerhand kapitale Wildfang-Wolfsbarsche, Seezungen, Steinbutte und Scampi, aber auch ganze Hummer. Das Rindfleisch ist bio und wird im hauseigenen Reiferaum gelagert. Die Garzeiten hat das Küchenteam gut im Griff, selbst die gefährliche Idee, Steak und Steinbuttfilet gemeinsam in Salz zu garen, wird mit Bravour gemeistert - das Fleisch wird halt am Grill entsprechend vorbehandelt. Der Service ist überaus engagiert, dass es mitunter richtig dauern kann, bis man tatsächlich was zu essen hat, wird sich hoffentlich bald geben. (Severin Corti, Rondo, DER STANDARD, 27.7.2012)
Ferdis Fisch & Steak
Döblinger Gürtel
Stadbahnbögen 186-188
1190 Wien
Tel.: 01/367 09 89
Küche Di-So 11-23 Uhr
VS €10,50-16,50 HS € 16-53
Fotos: Gerhard Wasserbauer
In einer ehemaligen Pizzeria zeigt der genialste Koch des Landes, was er sich unter ordentlichem Essen vorstellt
Unter Helmut Österreichers Ägide ist Artner plötzlich zu einer richtig guten Adresse für Wiener Küche geworden - Eine tolle Weinkarte gibt's jetzt auch!
Am Karmelitermarkt gibt es ein neues Lokal, das mit silbrigen Schuppen glänzt - und mit einem Hillinger-Weinshop
Wer die Gleichförmigkeit der heimischen Gastrolandschaft beklagt, findet bei François in Wien-Penzing Trost - und wie!
Schon wieder ein neues schönstes Restaurant der Stadt: Das außerordentlich tolle "On Market" am Naschmarkt
Neues Hotelrestaurant mit lahmem Schmäh, engagiertem Service und ziemlich guter Küche
Die ehemals rabiatrustikale Zirbenstube Martinjak am Opernring stellt sich als zeitgemäßes Restaurant neu auf
Das Essen im Restaurant Edvard im neuen Kempinski-Komplex am Schottenring wirft mehr Fragen auf, als der Service zu beantworten vermag
An einem diskreten Eck der Wiener Innenstadt hat Sternekoch Konstantin Filippou jetzt einen Weiheort seiner Kunst eröffnet
Ein neues libanesisches Restaurant, das sich kaum als solches zu erkennen gibt - aber dennoch gute Küche bietet
Im wilden Tal der Soča kocht die gelernte Diplomatin Ana Roš die tollste Küche Sloweniens - und vielleicht der Alpen
Drei Vorarlberger hauchen einem arg abgewirtschafteten Beisl auf der Oberen Augartenstraße schönes, neues Leben ein - Zentrales Element: Vorarlberger Käse
Frühling kommt, Hoffnung wächst - Wenn etwa ein Vietnamese aus einer öden Pizza-Döner-Bude etwas Gutes macht
Una Abraham und Carsten Philippi haben im Karmeliterviertel eine Bar aufgesperrt, in der es "halt auch etwas zu essen gibt"
Das Good Morning Vietnam zog von Wien-Fünfhaus an den Alsergrund - und hat nun eine beachtliche Weinkarte
Ein als kreativ gehandelter Koch taucht nach Jahren wieder auf - in einem Seminarhotel an der Peripherie
Roman Steger kocht jetzt in der Josefstadt - und zwar auf ebenso inspirierte wie engagierte Weise
Ausgerechnet die Kulissenküche der "Andi & Alex"-Show beherbergt jetzt eines der bestbekochten Wirtshäuser Wiens
Das gute Leben auf französisch verspricht nun auch eine neue Café-Brasserie beim Wiener Schottentor
Die Innenstadt macht sich schick, da will der Hohe Markt nicht fehlen. Nach dem Merkurmarkt jetzt auch mit "Brasserie"
Prunk und Kunst und tolle Aussicht - bei der Küche aber greift das neue Luxushotel Sans Souci spektakulär daneben
Ein neuer Platz für beste Pizza: Das Riva hat seit dieser Woche - statt nur im Sommer auf der Summerstage - eine fixe Bleibe in Wien-Alsergrund
Schau an: Im neuen Bahnhof Wien Mitte wird nicht nur Junkfood verfüttert - Zum Beispiel im Ramien go
An der Ecke Rotenturmstraße / Hoher Markt wurde ein schickes Hotelrestaurant der ganz anderen Art eröffnet
Das tolle Vietnam-Standl "By Chi" ist nicht mehr am Naschmarkt - dafür aber ganz neu ums Eck vom Karmelitermarkt
Ein Inder in Wien-Alsergrund versucht sich - einstweilen noch zaghaft - an einer Neuinterpretation dieser großen Küche
Eine noble neue Adresse am Chiemsee verspricht große Alpenküche, löst das bei aller Qualität aber nicht ganz ein
Inmitten der Tourismuskulisse des Spittelbergs versucht sich ein junger Küchenchef an ambitionierten Gerichten - Die neue Küche im Lux
Das Gastro-Pub Charlie P's zündet die nächste Stufe: Dry-Aged-Burger, Pulled Pork und Desserts fast wie bei Heston Blumenthal!
Kim kocht wirklich in der Küche des neuen Merkurmarkts, wo ihre Kreationen zwischen Einkaufswagerln serviert werden
Im kulinarisch gesegneten Tullnerfeld wurde mit dem Figl in Wolfpassing jetzt noch ein Wirtshausjuwel exhumiert
Man muss schon in ein Hernalser Schutzhaus pilgern, um in Wien wirklich grandios indisch zu essen
Alexander Mayer, der als schwierig bekannte Ausnahmekönner, kocht jetzt in einem kleinen Restaurant auf der Wieden
Tolle Weine, rare Delikatessen und ein wirklich guter Koch: Spaetrot erfindet den Heurigen neu - just in Gumpoldskirchen
Vis-à-vis ist noch Baustelle, das Fabios auf der Tuchlauben aber hat nach Renovierung - und mit neuem Starkoch Joachim Gradwohl - wieder geöffnet
Wie eine Köchin aus Vietnam und eine Architekturstudentin aus Deutschland in Wien-Neubau eine Garküche schupfen
Eine Wiener Touristenmeile überrascht seit kurzem mit einem außerordentlich gut bekochten Restaurant, das Wiener Schnitzel wird in Mangalitza-Schmalz gebacken
Das neue Konzept des Taubenkobel kopiert jenes eines Zwei-Sterne-Lokals in Stockholm bis in minutiöse Details - erstaunlicherweise ohne Quellenangabe
Im Industriegebiet von Oberwart lässt sich eine der interessanteren Küchen des Burgenlands verkosten - Ausgerechnet
Ein Sternekoch aus Stuttgart siedelt sich im Südburgenland an, um fortan hochklassig vegetarisch zu kochen - Zeit war's!
Ausg'steckt ist auf dem Gut Oggau der Tscheppe-Eselböcks am Neusiedler See: Das zieht ganz offenbar eine spezielle Klientel an
Neben großen Rotweinen bietet das Weingut Wachter-Wiesler nun einen weiteren Grund für einen Ausflug nach Deutsch-Schützen: ein tolles Wirtshaus mit schöner Aussicht
In Purbach wurde ein Lesehof aus dem 16. Jahrhundert aufwändig renoviert. Pächter ist der junge Max Stiegl - was als Glücksfall gelten darf: Dank seiner fantasievollen Küche dürfte "Gut Purbach" zum neuen Hotspot am See werden
Es ist schon faszinierend dass hier ein Restaurant vorgestellt wird dass den ökologischen Fußabdruck einer russischen Fußballmannschaft hat. Aber dem Autor dürte es nur um den Geschmack und nicht um einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Lebensmitteln gehen. Stark überfischte Fischarten anzubieten ist sicherlich nichts ruhmreiches. Wäre schön wenn der Betreiber wissen würde woher seine Lebensmittel kommen und wie sie gezüchtet bzw gefangen werden. Ich werde mal fragen und seine Antwort dann posten.
http://www.fish2fork.com/
Das sollten wir in Ö auch machen.
"Aber dem Autor dürfte es nur um den Geschmack und nicht um einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Lebensmitteln gehen. "
Gott sei Dank ja, eine Kolumne über letzteres stelle ich mir eingeschränkt spannend vor.
"Stark überfischte Fischarten anzubieten ist sicherlich nichts ruhmreiches."
Sicherlich? Ich fühle mich jedenfalls nicht entehrt, gern einen Bigeye oder Bluefin zu essen.
warum nur wird der griller, wie er seit ewigen zeiten in österreich heißt, immer mehr zum deutschen grill "degradiert" ???
tut mir leid für mein vielleicht überflüssiges posting, aber ich steh nun mal auf das österreichische deutsch mit seinen eigenheiten durch die sie sich von dem deutschen deutsch unterscheidet.
ist per se ja durchaus OK, wird aber hierzulanden viel zu oft dermaßen brachial eingesetzt, dass dann ein penetrant aufdringlicher Geruch und Geschmack jedweden Eigencharakter eines Grundproduktes gnadenlos niederbügelt.
Und ist somit auch dafür verantwortlich, dass ich Öffis schon aus olfaktorischen Gründen meide, wo immer es nur geht.
Dann heisst der nächste Trendhascher halt Steak&Fish.
Obs genug zahlungswillige Trendige gibt?
Steak ist Zweifellos am Kommen, zumal unsere Fleischer endlich mal anfangen richtig Aufgezogenes richtig zu zerlegen.
Importfisch ist eindeutig am absteigenden Ast. Jeder will ihn zwar, aber immer weniger wollen ihn bezahlen- und höchst erfreulich- die Leute essen langsam ökologisch und da haben Hummer, Languste, Wolfsbarsch und Steinbutt am Teller halt nichts verloren.
wie wäre es ihnen denn lieber?
langsam garen,damit er wirklich lange leiden muss?
solange mann nicht zuviele hummer gleichzeitig ins wasser gibt,und dadurch das wasser zu sehr abkühlt(was bei grossveranstaltungen leider oft mal passiert),ist das eine relativ "humane" zubereitungsart
Und der Transport?
In feuchtem Sägemehl und Ähnlichem wie Briketts in einen Behälter geschlichtet. Schon mal beobachtet wie die anscheinend Toten in der Vitrine ein Auge oder einen Fühler zu bewegen versuchen? Traurig.
Ausserdem handelt es sich ausnahmslos um Wildfänge, Hummer und Langusten lassen sich nicht züchten.
Während der Bestand der (amerikanischen, kanadischen, norwegischen etc.) Hummer durch gutes Management nicht gefährdet ist, sieht es bei den tropischen Langusten ganz anders aus, denn sie stammen fast ausschließlich aus Ländern, wo sich kein Mensch um den Bestand was schert.
da bin ich eh ganz bei ihnen,brauche in wien(oder sonstwo,wo kein meer in unmittelbarer nähe ist) eh auch keine hummer und langusten,und auch sonst kein meergetier auf dem teller.dafür koste ich dann das alles aus,wenn ich mal in der gegend dazu bin...
aber die kritik an der zubereitungsmethode finde ich blauäugig,weil es eben eine sehr rasche und unmittelbare tötungsart ist
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.