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Mailand - Gegen den Regionalpräsidenten der norditalienischen Lombardei, Roberto Formigoni, sind Ermittlungen wegen des Verdachts der Korruption eingeleitet worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft von Mailand am Mittwoch mit. Der Politiker von Silvio Berlusconis Partei Volk der Freiheit soll sich von einem befreundeten Geschäftsmann, Pierangelo Dacco, Luxusreisen und Yachtausflüge bezahlt haben lassen. Im Gegenzug sollen Gelder aus dem regionalen Gesundheitsbudget an eine Klinik in Pavia geflossen sein, die dann über die Schweiz transferiert wurden und auf schwarze Konten wanderten.
Die Geschenke für Formigoni sollen laut Staatsanwaltschaft einen Wert von rund neun Millionen Euro gehabt haben. Insgesamt soll es in dem Korruptionsskandal um 70 Millionen Euro gehen. Formigoni, der seit 1995 an der Spitze der Regionalverwaltung der Lombardei steht, wies die Vorwürfe am Mittwoch zurück und warf den Medien politische motivierte Falschberichterstattung vor. Forderungen der Opposition nach einem Rücktritt wies er zurück. Er soll am Samstag befragt werden. Dacco sitzt wegen der Korruptionsaffäre derzeit in Haft. (APA, 25.7.2012)
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