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"Nature" macht diese Woche mit den Wiener Forschungsergebnissen auf.
Wien - Mehr als eine Milliarde Menschen leiden weltweit an Mangelernährung. Selbst in Europa sind etwa 30 Millionen betroffen. Die dramatischen Folgen bei mangelnder Versorgung insbesondere mit Eiweiß: Störungen des Immunsystems, Durchfall und Darmentzündungen, die den Körper schwächen und zum Tod führen können.
Ärzte beschrieben diesen Zusammenhang bereits vor mehr als hundert Jahren. Doch was auf molekularer Ebene dafür verantwortlich ist, dass Mangelernährung zu Immunstörungen und Darmentzündungen führt, war ein ungelöstes Problem. Thomas Perlot und Tatsuo Hashimoto aus der Forschungsgruppe von Josef Penninger, dem Direktor am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA), fanden nun die Lösung - und zwar eher zufällig.
Penningers Team arbeitet seit langem über das Enzym ACE2, das an Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Herzversagen beteiligt ist. Die Wiener Molekularbiologen entdeckten zudem, dass auch bei Sars-Virusinfektionen und akutem Lungenversagen das Enzym beteiligt ist. Der IMBA-Direktor zeigte sich aber selbst "verblüfft", als seine Mitarbeiter herausfanden, dass ACE2 auch die Aufnahme der wichtigen Aminosäure Tryptophan aus dem Darm reguliert. "Die Biologie ist wirklich erstaunlich", so Penninger.
Die Entdeckung, die es auf das Cover des Fachblatts "Nature" schaffte, gelang den Forschern mittels gentechnisch veränderter Mäuse, bei denen der Regulator ACE2 "ausgeknockt" war. Die Tiere entwickelten alle Symptome einer Eiweiß-Mangelernährung: Immunschwäche im Darm, Durchfall, Darmentzündungen.
Gemeinsam mit Kollegen der Uni Kiel entdeckten die Forscher außerdem, dass im Futter zugegebenes Tryptophan den kranken Mäusen half. Penninger und seine Kollegen gehen davon aus, dass die Zufuhr der auch natürlich in der Nahrung vorkommenden Aminosäure auch Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen helfen könnte. (tasch/DER STANDARD, 26. 7. 2012)
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http://www.medical-tribune.de/medizin/f... s%5D=19507
tryptophan scheint den defensin haushalt auszugleichen, der crohn spezifisch ist...bei colitis dürften es die mucin sein, zumindest nach diesem herren..es tut sich aber etwas, bei beiden erkrankungen richtung kausalen therapieansätzen...
und in der studie wurde nur colitis untersucht. dennoch sagen die forscher gleich, dass man generell IBD heilen könnte, was meiner meinung nach völlig überzogen ist. die beiden krankheiten unterscheiden sich massiv voneinander. aber es ist halt sexy zu behaupten, dass man milliarden und billionen von menschen heilen könnte...dann kommt man gleich aufs nature cover.
es steht jedem frei, tryptophanpräparate oder reichhaltige nahrung zu testen. wäre schon spannend ob das hilft. die sprechen zwar von crohn, aber mausmodell dafür wurde keines getestet. und bei erdnüssen würde ich aufpassen...das kann die krankheit u.U. noch verschlimmern.
Ich weiß nicht,ob ich den Artikel richtig interpretiere, meiner Auffassung nach stellen die Autoren implizit die Hypothese auf, dass bei ibk kranken etwas mit dem entsprechendem Enzym nicht stimmt.
Also weniger, dass durch mangelernährung diese Krankheiten verursacht werden, sondern durch das Enzym, welches Symptome einer Eiweiß mangelernährung verursacht...
Mfg
es gibt aber epid. studien dazu. nix mit dunkelziffer und so. als reviewer dieser arbeit hätte ich mir übrigens gewünscht, dass irgendwie ein link zum menschen hergestellt wird (kleine studie ob IBD-patienten try-mangel haben, oder evtl. mutationen im ACE2 gelinkt sind). ausserdem wird in den zitaten 1 u. 2 auf colitis hingewiesen..colitis kommt aber in den arbeiten gar nicht vor.
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