Generalsekretär Rauch gibt zu: "Imageschaden ist enorm"

26. Juli 2012, 08:22
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Rauch: "Wir haben knallhart die Konsequenzen gezogen, Martinz ist kein Parteimitglied mehr"

Eine dürre Presseerklärung von Parteichef Michael Spindelegger als Hinweis, dass er den Kärntner Landeschef Josef Martinz aus dem Amt gedrängt hat: "Ich dulde kein Verhalten, das unserer Gesinnungsgemeinschaft schadet und das Vertrauen all jener, die der ÖVP mit ihrer Stimme das Vertrauen geschenkt haben, missbraucht."

Und das war's dann auch schon. Die Spitzenpolitiker aus ÖVP und FPÖ hielten sich bemerkenswert zurück - die Freiheitlichen schickten Vizechef Norbert Hofer vor, der von der FPK eine rasche Klärung forderte. Hofer ortete die Schuld aber bei der ÖVP. "Wir haben knallhart die Konsequenzen gezogen, Martinz ist kein Parteimitglied mehr. FP-Chef Heinz-Christian Strache ist hingegen wie üblich auf Tauchstation gegangen", konterte VP-Generalsekretär Hannes Rauch im Standard-Gespräch. Solche Dinge seien "nie erfreulich", und der Imageschaden für die Politik sei "generell enorm", Rauch glaubt aber, die Wählerschaft werde das Vorgehen Spindeleggers goutieren. Ob es Neuwahlen geben soll, will er nicht bewerten: "Es braucht da keine Zurufe der Bundespartei." Die geflossenen Gelder würde Rauch vorerst einmal bereithalten. Die Justiz müsse klären, "wem die Mittel zustehen".

Jegliche Geldflüsse an die Bundes-ÖVP schließt Rauch aus. Geld sei nie von der Steuerkanzlei Birnbacher zur Bundespartei geflossen, sagte er im Ö1-Morgenjournal am Donnerstag. Er lobte Martinz für seine Entscheidung zurückzutreten. (cs, pm, DER STANDARD, 26.7.2012)

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