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Der abgestürzte Internet-Star AOL kommt wieder in die Gänge. Nach einem milliardenschweren Verkauf von Patenten an den Software-Riesen Microsoft kehrte der US-Konzern im zweiten Quartal in die schwarzen Zahlen zurück und steigerte erstmals seit vier Jahren seinen Betriebsgewinn. Netto erreichte der Überschuss zwischen April und Juni knapp 971 Mio. Dollar (800 Mio. Euro), nach einem Verlust von 12 Mio. Dollar vor einem Jahr.
Aber auch sein operatives Ergebnis konnte der Konzern verbessern: Das bereinigte Betriebsergebnis vor Abschreibungen hat AOL auf knapp 170 Mio. Dollar mehr als verdoppelt. Es war das erste Mal in vier Jahren, dass AOL diesen operativen Gewinn steigerte. Analysten sprachen von ermutigenden Signalen. Die Aktie legte mit 4,2 Prozent stärker zu als der New Yorker Markt.
Druck
Unter dem Druck eines Hedgefonds-Aktionärs hat AOL versprochen, die gesamten Einnahmen aus dem Patentverkauf an seine Anteilseigner weiterzugeben. Im April hatte AOL angekündigt, für mehr als eine Milliarde Dollar in bar über 800 Schutzrechte und damit verbundene Anwendungen abzutreten.
Die gefüllte Kasse kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Kerngeschäft mit Internet-Anzeigen auf dem Heimatmarkt USA nicht zulegte. Es fehlt das Interesse an großen, teuren Inseraten auf Webseiten. In Kanada und Großbritannien lief die Werbung mit einem Umsatzplus von sechs Prozent besser, nicht zuletzt dank der Netzwerk-Tochter Advertising.com. Der Gesamtumsatz fiel um zwei Prozent auf 531 Mio. Dollar. (APA, 25.07. 2012)
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