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"Feuer und Flamme für die Kunst - Ein olympischer Wettlauf" auf am Mittwoch Abend, 21.50 Uhr, auf Arte.
Die wenigsten Künstlerinnen und Künstler sind auch als Sportskanonen bekannt. Allerdings: Was weiß man schon. Jedenfalls hat der französische Pädagoge Pierre de Coubertin (1863-1937) als Initiator der Olympischen Spiele der Neuzeit in tiefer Überzeugung die Verbindung von Geist und Körper auf Jahrzehnte hin gefördert. Der antiken Tradition folgend, beraumte er bei den Olympischen Spielen neben den sportlichen Wettkämpfen immer auch künstlerische an.
Und so wurde Coubertin selbst, allerdings unter dem Pseudonym "Georges Hohrod und Martin Eschbach", 1912 der erste Olympiasieger in der Disziplin Literatur, mit dem Werk Ode an den Sport. Das und noch mehr gab es in der Dokumentation "Feuer und Flamme für die Kunst - Ein olympischer Wettlauf" von Alexa Oona Schulz Mittwochabend auf Arte zu erfahren. Eine kleine Recherche mit zum Teil skurrilen Ergebnissen zum Auftakt von London 2012.
Ein französischer Athlet, der den sportlichen Anforderungen nicht gewachsen war, konnte einst beispielsweise mit Worten punkten und für das Gedicht Rhythmus des Stadions eine Medaille mit nach Hause nehmen. Eine Exit-Option, die schwächelnden Wettkämpfern von heute leider nicht mehr offensteht. Dichten bringt 2012 in London also nichts.
Die historischen Filmaufnahmen haben auch eindrücklich gezeigt, dass vor hundert Jahren sportliche Tüchtigkeit keine Altersfrage war. Da erfochten sich saturierte Herren mit imponierenden Schnauzern am Schießplatz in längst ausgestorbenen Disziplinen wie "Laufender Hirsch Doppelschuss" gemütlich ihre Siege. Früher war eben alles leichter. Aber was weiß man schon. (Margarete Affenzeller, DER STANDARD, 26.7.2012)
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