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"Diskriminierung": Florian Novak, Lounge FM.
Wien - Das halbjährliche Jubeln hat längst eingesetzt über die Ergebnisse des Radiotests. Tagesreichweiten, Marktanteile, wochentags oder in der ganzen Woche, bei Hörern ab zehn Jahren, in der Werbe- oder sonst einer Zielgruppe: Da findet praktisch jeder Sender eine Kategorie zum Feiern.
Auch Florian Novak, Chef und Mitgesellschafter von Lounge FM, dürfte jubeln. Bis Donnerstag, 12 Uhr, darf er keine Daten verraten, aber er rechnet mit "so vielen Hörern wie nie". Dennoch nimmt er die Daten über das erste Halbjahr 2012 zum Anlass für Kritik am Radiotest.
Der Grund seines Grants ist, wie er findet, "Diskriminierung": Seit zwei Jahren ist Lounge FM bis auf zwei Unterbrechungen in Wien zu hören. Weil das Programm aber auf einer Serie zeitlich befristeter Eventlizenzen ausgestrahlt wird, fragt GfK Lounge FM nicht gestützt ab. Gestützt bedeutet, dass der Interviewer den Namen des Senders nennt - wie den von fast zwei Dutzend anderen Programmen in Wien.
"Seltsam"
Das erstaunte selbst eine Interviewerin des Marktforschungsinstituts GfK, erfuhr Novak von einem Interviewten. Der nannte von sich aus Lounge FM. "Seltsam, dass das nicht auf der Liste steht", soll sich die Fragerin gewundert haben. "Das ist, als ob bei einer Wahl vier Parteien auf dem Stimmzettel stehen, die fünfte müssen Wählerin oder Wähler selbst ergänzen", findet Novak. "Man muss sich fragen, wie tauglich das Instrument bleibt, wenn man bestehende Ukw-Sender unterschiedlich misst. Vertrauen in den Radiotest ist ein schützenswertes Gut. Unterschiedliche Maßstäbe gefährden die Aussagekraft."
Novak erinnert die privaten wie öffentlich-rechtlichen "Marktbegleiter", was die Wettbewerbsbehörde forderte, als er sie vor zwei Jahren einschaltete: Programme auf Ukw seien zu berücksichtigen, referiert er. (fid, DER STANDARD, 26.7.2012)
Reaktion: Der recht furchtlos wirkende Mitbewerb macht auf eine, nun, Unschärfe in Novaks Darstellung aufmerksam: Tagesreichweiten und Marktanteile würden grundsätzlich im Radiotest ungestützt abgefragt. Gestützt werde lediglich Bekanntheit (schon einmal gehört") und weitester Hörerkreis (auch eine Reichweitenmeßgröße, "in den letzten sieben Tagen gehört") abgefragt, nicht aber die Tagesreichweitenfrage nach "gestern gehört".
Hinweis
Daten aus dem neuen Radiotest finden Sie ab Donnerstag, 12 Uhr hier auf derStandard.at/Etat
Und er bewegt sich doch, der Radiomarkt - langsam - Mit Daten als Download - Ergänzt: Veränderungen in Werbezielgruppe
...wird, dann sollte meiner Meinung nach LoungeFM im Radiotest vertreten sein. Dafür sollte sich auch die RMS einsetzen.
Letztendlich gehts "im Radiotest" um den Verteilungsschlüssel, wie der "Radio-Werbemarkt" aufgeteilt wird. ORF vs RMS. Ist LoungeFM dort Teil (RMS) des Systems, dann gehören sie auch in den Radiotest. Wenn LoungeFM am den Tisch der Vermarktung sitzt, dann gibt es dort auch ein Stück (wieviel ist nicht relevant) ab. Jetzt sitzen die Lounger zwar dabei, alle lassen sich den Kuchen schmecken und sie bekommen nix. Hier verstehe ich Novaks unmut. Das ist meine Meinung.
nicht von der RMS vermarktet, siehe
http://www.rms-austria.at/rms-austr... diosender/
dann schwimmst draußen und bist ignoriert-isoliert. ins abseits damit, bis er von der bedeutung verschwindet und sich das "problem" von selbst löst.
Eine sehr typische "österreich-lösung" - eben.
Endlich mal keine Jubelmeldung zum RT. Meister Novak - in Wien mittlerweile mit dem roten Echo Medienhaus und Rudi Kobza verbandelt - mag die Methodik nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass anderen Sendern mögliche politische Umwegbeteiligungen nicht ungut aufstoßen.
Ist halt auch nicht ein Sender für jeden ...
Für zwischendurch zum relaxen ok, wenn auch immer mehr nervige Werbung das chillen sehr erschwert. Baumarkt Terror-werbung verträgt sich halt schlecht mit dem Anspruch ein Sender zu sein der einen nicht anschreit.
Am Besten finde ich Lounge FM noch am Abend da hält sich auch die Werbung in Grenzen. In der Früh hat man den Penetrationspegel von Ö3 mittlerweile erreicht, deswegen bleibt das Internetradio mittlerweile ausgeschalten.
Schade, aber vielleicht hört Lounge Fm doch noch auf seine Hörer !
Die Genehmigung der "Ketten-Veranstaltungslizenzen" durch die Behörde bedeutet ja, dass sie das dauerhafte Senden auf diese Weise gutheißt, und dies eben eine "Gesetzeslücke" ist, so wie früher das Senden von Bratislava oder Sopron aus.
Ist es nicht generell so, dass sich alle Sender selber anmelden müssen, die am Radiotest teilnehmen wollen?
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