Baumgartners zweiter Testsprung erfolgreich

  • "Zweiter bemannter Testflug ist offiziell gestartet. Felix ist bereits auf 30.000 Fuß und steigt"
    foto: apa/epa/nemeth

    "Zweiter bemannter Testflug ist offiziell gestartet. Felix ist bereits auf 30.000 Fuß und steigt"

Salzburger landete mit seinem Fallschirm gegen 8:20 Uhr Ortszeit in der Wüste von New Mexico

Roswell/Wien - Der Salzburger Extremsportler Felix Baumgartner hat Mittwoch früh (Ortszeit) in Roswell im US-Staat New Mexico den zweiten Testsprung für sein Stratos-Projekt erfolgreich absolviert. Der 43-Jährige sprang aus exakt 29.455 Metern Höhe und landete nach 3.48 Minuten im freien Fall gegen 8.20 Uhr in der Wüste von New Mexico, teilte Red Bull in einer Aussendung mit. Der finale Sprung aus 36 Kilometern Höhe soll im August erfolgen.

5 Jahre Vorbereitungszeit

Baumgartner bereitet sich seit fünf Jahren auf das Projekt vor. Bereits im März absolvierte er den ersten Testsprung aus rund 21.600 Metern. Bei der "Mission Red Bull Stratos" sollen vier bestehende Rekorde gebrochen werden: der höchste bemannte Ballonflug (36.576 Meter) sowie der höchste Fallschirmsprung. Baumgartner soll auch als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen. Weiters soll er den längsten freien Fall - ungefähr 5.30 Minuten - absolvieren.

Die Raumkapsel wurde beim zweiten Testsprung von einem über 150.000 Kubikmeter großen Heliumballon auf die Höhe von 29.455 Metern transportiert, bevor der Salzburger die Tür der Druckkapsel öffnete und sprang. Nach seiner Landung wurde er mit einem Hubschrauber zurück zur Airforce Base in Roswell gebracht, wo sich das Hauptquartier des Stratos-Projekts befindet. Der Sprung hätte ursprünglich bereits am Montag stattfinden sollen, war jedoch - ebenso wie am Dienstag - durch Schlechtwetter verhindert worden.

Mit viel Jubel sei Baumgartner vom Red Bull Stratos Team im Mission Control Center empfangen worden, so die Red-Bull-Aussendung. "Es waren durchwachsene Tage und eine anstrengende Herausforderung. Jetzt bin ich überglücklich. Das war immer ein großer Traum von mir, es fehlt nur noch ein letzter Schritt", erklärte demnach der Extremsportler nach seiner Landung. "Nach einer Woche mit wechselnden Wetterbedingungen sind wir froh, heute den Start geschafft und Felix wieder hier bei uns zu haben. Das Team hat großartige Arbeit geleistet", freute sich auch Art Thompson, der Technische Direktor von Red Bull Stratos.

Rekordversuch

Die Planung und der genaue Zeitpunkt des finalen Sprunges sind abhängig von der bevorstehenden Wettersituation in Roswell und der Analyse des Equipments. Der Ballon für Baumgartners finalen Sprung wird die Höhe eines Wolkenkratzers erreichen. Um das extrem dünne Material der Hülle nicht zu gefährden, darf der Wind am Startgelände eine Stärke von 6,5 Kilometern pro Stunde nicht übersteigen. Der geplante letzte Sprung aus 36.576 Metern würde den seit 52 Jahre bestehenden Rekord von Baumgartners Mentor Joe Kittinger (31.332 Meter) brechen. Durch die Flüge werden auch wertvolle wissenschaftliche Daten für die Raumfahrt erhofft. (APA; 25.7.2012)

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