"Nix dahinter", sagt Strasser-Anwalt zu Vorwürfen

25. Juli 2012, 15:41
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Anwalt Ernst Strassers wird aber nicht wegen übler Nachrede gegen Birnbacher vorgehen: "Vielleicht hat er sich das eingebildet"

"Das hat definitiv nicht stattgefunden", sagt Thomas Kralik, Rechtsanwalt des ehemaligen Innenministers Ernst Strasser (ÖVP), zu den Vorwürfen, Strasser habe seinem Kärntner Parteikollegen Josef Martinz Ratschläge in Sachen illegale Parteienfinanzierung erteilt.

"Da ist nix dahinter", so Kralik im derStandard.at-Gespräch. Zu einer Klage wegen übler Nachrede würde er seinem Mandanten dennoch nicht raten - die Vorwürfe würden sich ohnehin in Luft auflösen.

Birnbacher hatte ausgesagt, Martinz habe sich "in Wien kundig gemacht, welche Möglichkeiten es da gibt", um Geldflüsse an Parteien zu verschleiern - und zwar bei Ernst Strasser, der laut Birnbacher diesbezüglich über "Know-how" verfügte. 

"Das ist fünf Jahre her"

"Ich unterstelle dem Herrn Birnbacher keine böse Absicht", so Kralik. "Aber das ist fünf Jahre her - vielleicht hat er sich eingebildet, dass er (Martinz, Anm.) mit Strasser geredet hat." Jedenfalls habe das Gespräch nicht stattgefunden, "auch Martinz hat ja bereits dementiert". Martinz, der am Mittwoch ebenfalls ein Geständnis abgelegt hat, gab an, sich an kein Gespräch mit Strasser erinnern zu können. (Maria Sterkl, derStandard.at, 25.7.2012)

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