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Voll des Lobes für den Gegner: "Roger Schmidt blieb auch in der Niederlage ein absoluter Gentleman, das schafft nicht jeder."

Unterschätzen sollte man F91 nicht: "Passen wir mit der Bezeichnung "Amateur-Mannschaft" besser auf."

Düdelingen feiert sich in Salzburg.
Didier Philippe, diesen Namen wird man sich in Österreich merken. Mit F91 Düdelingen gelang dem französischen Trainer in der zweiten Runde der Qualifikation zur Champions League der Aufstieg gegen Red Bull Salzburg. Und trotzdem steht er fest auf dem Boden. Philip Bauer erwischte ihn für derStandard.at am Telefon.
derStandard.at: Unpassende Frage: Wo sehen Sie die Stärken von Salzburg?
Philippe: Die jungen Spieler haben mir sehr gut gefallen. Die Nummer 39, ich habe den Namen vergessen ...
derStandard.at: Georg Teigl.
Philippe: Genau. Er ist sehr schnell auf der rechten Seite. Ich sehe bei Salzburg sehr viel Talent. Auch Trainer Roger Schmidt ist ein Fachmann. Er hat bei Paderborn großartige Arbeit geleistet. Ich respektiere ihn sehr. Er blieb gestern auch in der Niederlage ein absoluter Gentleman, das schafft nicht jeder.
derStandard.at: Was trauen Sie ihm zu?
Philippe: Er besitzt sowohl das Handwerk als auch die Spieler, um die Mannschaft zum österreichischen Meister zu machen.
derStandard.at: In Österreich redet wohl niemand so gut über Red Bull Salzburg wie Sie. Fans und Medien machen sich lustig. Hat die Mannschaft diesen Spott verdient?
Philippe: Auf keinen Fall. Es gibt keinen Grund, Salzburg medial abzuschlachten. Düdelingen hat einige Spieler mit sehr viel internationaler Erfahrung. Unsere zentrale Defensive hat wahrscheinlich mehr Europacup-Matches absolviert als jene von Red Bull. Wir haben Spieler, die in Belgien und Frankreich aktiv waren. Passen wir mit der Bezeichnung "Amateur-Mannschaft" besser auf. Ich wäre neugierig zu wissen, welche Mannschaft in Summe mehr internationale Spiele absolviert hat.
derStandard.at: Die Erfahrung hat also den Unterschied ausgemacht?
Philippe: Unter anderem. Wir haben uns aber auch durch unseren Teamgeist ausgezeichnet. Und natürlich hatten wir das notwendige Glück mit dem Spielverlauf. Wenn Stefan Maierhofer vor der Pause trifft, kassieren wir vielleicht fünf Stück. Das war der Knackpunkt.
derStandard.at: Von einem "Wunder" würden Sie also gar nicht sprechen?
Philippe: Ich sage nicht, dass wir uns in zehn Begegnungen mit Salzburg immer qualifizieren würden. Wir sind nicht Real Madrid. Aber die Leute machen sich das falsche Bild von einem Kampf zwischen David und Goliath. So ist es auch wieder nicht. Unsere Spieler haben keine Angst, wenn es gegen Salzburg geht.
derStandard.at: Wir unterschätzen Düdelingen also.
Philippe: Wir kommen ja auch nicht vom Mond. Wir haben uns auf die Spiele sehr gut vorbereitet. Wir haben Salzburg mit Video-Analysen studiert und uns überlegt, wie man Maierhofer am besten aus dem Spiel nimmt.
derStandard.at: Und wie macht man das?
Philippe: Wir wollten ihn immer mit zwei Spielern ins Sandwich nehmen. Schwieriger wurde es für uns, als er nicht mehr gespielt hat, weil die anderen Spieler agiler sind.
derStandard.at: Haben Sie die letzten Minuten gezittert?
Philippe: Die letzten 20 Minuten. Nach dem Ausschluss wurde es für uns sehr schwierig. Bis dahin hatten wir das Spiel im Griff. Der Spieler kann froh sein, dass wir aufgestiegen sind, sonst hätte er zu Fuß nach Luxemburg gehen müssen (lacht). Zehn Minuten länger, und wir wären nicht aufgestiegen.
derStandard.at: Aber es ist gelungen. Wie haben Sie den Aufstieg gefeiert?
Philippe: Da wir mit dem Bus zurückfahren mussten, haben wir gar nicht groß gefeiert. Dass die Stimmung bei der Reise aber exzellent war, können Sie sich bestimmt vorstellen. Wir sind aber vernünftig geblieben. Manche mussten heute auch zur Arbeit gehen.
derStandard.at: Wie sind die Reaktionen in Luxemburg?
Philippe: Ich stürze mich nicht sofort auf Zeitungen. Aber wir können uns vorstellen, dass wir heute sehr gute Presse haben. Noch nie hat ein Verein aus Luxemburg die dritte Runde der Qualifikation zur Champions League erreicht. Die Zeitungen waren schon glücklich, als wir das Hinspiel gewannen.
derStandard.at: Nun geht es gegen Maribor. Was erwarten Sie von diesen Spielen?
Philippe: Das ist eine solide Mannschaft, wir werden sie uns noch genauer ansehen. Im Vorjahr, als ich noch nicht Trainer war, haben wir in der zweiten Runde mit 0:2 und 1:3 gegen sie verloren. Das waren aber sehr enge Spiele. Wir haben auch hier eine Chance.
derStandard.at: Können Sie Ihre Emotionen zum Abschluss in Worte fassen?
Philippe: Man muss den Moment genießen, im Fußball kann alles sehr schnell gehen. Heute sind wir also sehr stolz. Wir haben in zwei Spielen ein Stück Geschichte geschrieben. (Philip Bauer, derStandard.at, 25.7.2012)
Dider Philippe (50) wurde im französischen Sarralbe geboren. Als Spieler war er beim 1. FC Saarbrücken, FC Sochaux, FC Istres, CS Sedan, FC Martigues und Sporting Toulon tätig. Als Trainer werkte er in Saarbücken und Metz. Seit Oktober 2011 ist er Cheftrainer beim luxemburgischen Klub F91 Düdelingen.
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Warum hat Salzburg immer so ein Pech bei der Auslosung.
Mir tun schon unsere Fussballer sehr leid, dass sie immer auf die Stärksten treffen.
Das hat sich Salzburg und auch Österreich nicht verdient.
Da war sicher Manipulation bei der Auslosung.
Obwohl Mayerhofer mit seinem Können aufgeblitzt hat , hat es diesmal nicht sein sollen.
Kopf hoch Jungs, nächstes Jahr habts Ihr dann sicher nicht gleich einen Kracher in der ersten Runde.
man darf nach so einer sportlichen superpleite
ruhig auch ein wenig kokett
auf die verursacher hinhauen
wenn man parallel zum (über nacht)
strategisch/kommerziell erblühenden
medien-gebashe
so ein kontrapunktisch intendiertes
interview mit dem erfolgreichen trainer
publiziert
aber das macht hierzulande nur der "standard"
der rest (inkl. APA) schmierfinkt einfach nur
opportunistisch darauf los...
und auch die SN suhlt sich zwei großformatige
seiten lang
in gekonnt differenzierender einseitigkeit
in der aktuellen bullen-pleite.
eine ähnlich aufwändige berichterstattung
hätte ich von unverdorben & co
dort auch gerne zum vergangenen double-gewinn
angetroffen...
kannst dich meinetwegen gerne als
blind-gehorsamer meinungsempfänger
outen
ich nicht ! ich denke in der regel selbst.
denn mir sind all die fußball-infos
aus der heimischen medien(sumpf)landschaft
viel zu sehr von kommerziellen und/oder
persönlichen nebengeräuschen überlagert
"Maierhofers Chance war der Knackpunkt" hat der gute Mann in dieser Form nicht gesagt und es zeigt einmal mehr, wie "salopp" - um es freundlich und harmlos zu formulieren - im Journalismus mit Zitaten umgegangen wird. Auch wenn in diesem Fall keine inhaltliche Verzerrung vorliegt und die Bedeutung der Sache gegen Null tendiert. Soviel zur Korinthenkackerei.
Nun zum gedanklich Positiven: Schön, dass so kurz vor dem Länderspiel gegen Deutschland auf einmal mehr und auf für Österreich sehr eindrückliche Weise demonstriert wurde, dass im Fußball jederzeit eine Sensation drin ist, wenn alles passt. Diesen - aus dieser Perspektive - Glücksfall sollte man psychologisch nutzen.
das habt ihr wohl den salzburgern überlassen, die mit porsche&co heimgefahren sind...
ihr braucht endlich auch einen dosensponsor! der würde euch einen eigenen flughafen in luxemburg finanzieren und eure spieler im privatjet oder zumindest first-class heimbringen, damit ihr mehr zeit fürs feiern habt.
Sorry aber manche hier haben schon einen Maierhoifer -Komplex- besonders!!! hier im standard forum.
Fakt ist.
SM ist Topscorere der Liga
Ohne ihn wären die Dosen gar nicht in der CL Quali!
Er hat sowohl Rapid als auch die Dosen zum meisterg eschossen und eine tolle Torqoute in Aut.
Und er hat auch in der zweiten Deutschen ein guten Ruf und war dort ein (der)Leistungsträger.
Klar er ist kein Jan Koller und die verhaute chance war lustig aber bitte!-er ist nicht für alles schuld was falsch läuft auf dieser Welt -und für aut oder die zweite Deutsche reichts allemal! für höheres wohl nicht.
maierhofer polarisiert einfach zu stark.
Darum wird ihm diese Chance EWIG vorgehalten werden auch das schwach spiel gegen Litauen.
Während Spielern wie Janko Totalausfälle wie gegen Belgien (ein!!! gewonnener Zweikampf) in Wien völlig in Vergessenehit geraten.
Schlecht für Maierhofer GUT fürs Team er ist eine Art Mourinho der allen (negativen) Druck von der Mannschaft nimmt.
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