Deutscher Thinktank unterstützt Syriens Opposition

25. Juli 2012, 14:56
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Stiftung Wissenschaft und Politik ließ bis zu 50 Assad-Gegner Pläne für "Day After" schmieden

Die regierungsnahe Berliner Denkfabrik Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) beherbergt laut einem Bericht der Wochenzeitung "Zeit" seit Jänner eine Gruppe syrischer Oppositioneller, die Pläne für die Zeit nach Assad schmieden. Unter dem Codenamen "Day After" wurden bis zu 50 Oppositionelle aus den Reihen der Freien Syrischen Armee (FSA), der syrischen Islamisten und arabischer Nationalisten nach Berlin gebracht. Das deutsche Außenministerium und das US-State Department hätten demnach mit Geld, Visa und Logistik ausgeholfen. Die deutsche Regierung ist dezidiert nicht direkt an den Beratungen beteiligt.

"Die Sache musste unter dem Radar der Öffentlichkeit gehalten werden, um eine freie Debatte zu ermöglichen und Teilnehmer vor dem langen Arm des syrischen Geheimdienstes zu schützen", schreibt Zeit-Autor Jörg Lau. Ziel des Projekts sei vielmehr, Prioritäten beim Umbau der Assad-Diktatur in eine Demokratie zu identifizieren, wird SWP-Direktor Volker Perthes zitiert. (red, derStandard.at, 25.7.2012)

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