Der Legionär hat's schwer (in Österreich)

Infografik26. Juli 2012, 16:03
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In den europäischen Fußballligen setzen immer mehr Vereine auf Ausländer. In Österreich ist der Trend rückläufig. Eine Übersicht

In der höchsten belgischen Fußballliga hat ein Wandel eingesetzt. Seit 1895 kämpfen die Teams in der derzeit "Jupiler Pro League" genannten Meisterschaft um den Titel. In der kommenden Saison werden die 16 Mannschaften erstmals mehr Legionäre als Belgier aufweisen. 216 einheimische Kicker (49,88 Prozent) stehen 217 Legionären gegenüber. In der englischen Premier League verdienen gar zu 62,4 Prozent Ausländer ihr Geld (Stand Juni). Die zypriotische First Division (60,5 Prozent) sowie die portugiesische Primeira Liga (55 Prozent) weisen ebenso einen sehr hohen Legionärsanteil auf. In der deutschen Bundesliga sind die einheimischen Kicker prozentuell derzeit in der Überzahl (49,3 Prozent beträgt der Legionärsanteil - Stand Juni).

Fußball verbindet verschiedenste Nationen. Credit: APA-Foto/Eggenberger

Österreich ist anders. In der heimischen Bundesliga ist der Ausländeranteil in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen. Während 2002 noch 90 Legionäre bei den österreichischen Clubs ihr Geld verdienten, kicken in der kommenden Spielzeit nur 58 Ausländer (Stand 26.7.2012) in der höchsten heimischen Spielklasse (22,22 Prozent Legionärsanteil). Nach der Bosman-Entscheidung gab es einen kurzzeitigen Ausländer-Boom (1995: 33 Legionäre; 1998: 76 Legionäre), der ab 2002 wieder abnahm. Welche Teams die meisten und wenigsten Legionäre im Kader aufweisen und wie die Marktwert-Aufteilung zwischen heimischen und ausländischen Kickern aussieht, verdeutlicht folgende Übersicht.

(Daniel Koller/Florian Gossy, derStandard.at, 26.7.2012)

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