FPÖ fordert von FPK rasche Klärung

25. Juli 2012, 14:15
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FPÖ-Vize Hofer: Unerheblich, ob Geld tatsächlich geflossen ist oder man nur bereit war, Geld zu nehmen

"Wenn etwas dran ist, muss das in Ordnung gebracht werden", sagt Norbert Hofer, stellvertretender FPÖ-Obmann, im Gespräch mit derStandard.at zu den aktuellen Vorwürfen gegen Regierungsmitglieder der FPK in Kärnten. Laut Aussagen des Steuerberaters Dietrich Birnbacher im Strafprozess am Mittwoch waren im Jahr 2009 Landesrat Harald Dobernig (FPK) und FPK-Chef Uwe Scheuch an ihn herangetreten und hatten 500.000 Euro verlangt, geflossen sei aber nichts mehr.

"Gegebenfalls notwendige Schritte setzen"

Hofer sagt, für ihn sei es unerheblich, ob das Geld tatsächlich geflossen ist oder ob man nur bereit gewesen wäre, Geld zu nehmen. Ein solches Verhalten würde von der FPÖ nicht geduldet. "Unser Bündnispartner, das FPK, muss das von sich aus rasch klären, ob Birnbachers Anschuldigungen wahr sind", so Hofer. Er vertraue darauf, dass Landeshauptman Gerhard Dörfler (FPK) gegebenenfalls "die notwendigen Schritte" setzt. Sollte an den Vorwürfen etwas dran sein, würde er den Betreffenden eine "privatwirtschaftliche Tätigkeit" vorschlagen.

Derzeit stehe jedoch Aussage gegen Aussage. Den Wahrheitsgehalt von Birnbachers Aussagen zieht Hofer im Gespräch mit derStandard.at massiv in Zweifel. Zu Uwe Scheuch habe er ein "gutes Verhältnis". Würden sich die Vorwürfe tatsächlich bestätigen, wäre das jedoch eine "riesengroße Enttäuschung". Tatsächlich würde er aber nur für seine engsten Freunde und seine Familienmitglieder die Hand ins Feuer legen.

"Wir haben uns so bemüht"

Gefragt, ob die Debatten über Uwe Scheuch nicht einen massiven politischen Schaden für die FPÖ bedeuten, sagt Hofer: "Wir opfern nicht einen Menschen aufgrund der Aussage eines Korrupten. Wir gehen einen geradlinigen Weg." Das Gericht müsse darüber befinden. Hofers Nachsatz: "Wir haben uns so bemüht, nach der Abspaltung des BZÖ die Partei in Ordnung zu bringen. Das BZÖ hatte das Geld mitgenommen. Unter großen Problemen haben wir die Partei gerettet. Ich werde es sicher nicht zulassen, dass uns das kaputt gemacht wird." (Katrin Burgstaller, derStandard.at, 25.7.2012)

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    FP-Vize Norbert Hofer: "Ich werde es sicher nicht zulassen, dass uns das kaputt gemacht wird."

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