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Wien - Die Diskussion um die Zukunft des Wien Museums scheint sich langsam zuzuspitzen. Im "Kurier" (Mittwochsausgabe) setzt sich Direktor Wolfgang Kos relativ eindeutig für die Bebauungsstudie "Wien Museum neu" der Lakonis Architekten ein, die einen Verbleib des Museums am jetzigen Standort Karlsplatz vorsieht - inklusive eines ergänzenden Solitärbaus neben dem denkmalgeschützten Oswald-Haerdtl-Bau. "Wir haben ja ein Gebäude- und kein Standortproblem. Der Karlsplatz ist für uns eine hervorragende Location", so Kos.
Ein alternativer Standort hätte Kos zufolge nur dann Sinn, wenn er besser oder zumindest nicht schlechter wäre. Die Adaptierung nach der Vorstellung der Lakonis Architekten könne dabei zu einem neuen Wahrzeichen für Wien werden und bis zu 30 Meter hoch sein. Ein unterirdischer Bauteil würde beide Gebäude verknüpfen und Raum für eine Ausstellungshalle bieten. "110 Jahre nach der Secession könnte man doch wieder einmal etwas bauen, was die Leute noch in 100 Jahren auf Ansichtskarten kaufen", meinte Kos: "Der östliche Karlsplatz braucht einen Hotspot analog zur Kunsthalle vor 20 Jahren." Als zweiter möglicher Standort ist ein Neubau am Areal des entstehenden Hauptbahnhofes in der Nähe des 21er-Hauses im Gespräch, als dritter wurde der Schwedenplatz ins Spiel gebracht.
Im Büro von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zeigt man sich vom Kos-Vorstoß gegenüber der APA wenig beeindruckt: "Das ist die persönliche Meinung von Wolfgang Kos." Man arbeite nach wie vor an der Entscheidungsgrundlage für ein neues Wien Museum, wobei noch immer alle drei bekannten Standorte geprüft würden. "Für uns ist der Prozess weiterhin ergebnisoffen", unterstrich eine Mailath-Sprecherin. (APA, 25.7.2012)
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Ein Wien Museum gehört nach Transdanubien, zumindest auf die Platte! Vorbild ist Mitterands Bibliothek! Damit erschließt man Rum und Ideen und bewirkt gleichzeitig, dass "wir", die "wir" innerhalb des Gürtels leben einmal umdenken. Gerade darin liegt die Chance einen Ort zu schaffen, na klar ein Neubau (Was sonst), welcher zunächst mal abgelehnt werden würde, sich aber schließlich in einen Identifikationsort/Raum wandeln wird. Alles Andere ist nur Feig- und Faulheit.
Kann das Gedöns nicht am Schwedenplatz realisiert werden?
Der Karlsplatz ist definitiv der falsche Ort bzw. der Stadtraumzusammenhang zwischen dem bereits durch Architektengeschwurbel mit Masten und dümmlichen Lichtinszenierungen reichlich verunstalteten Schwarzenbergplatz zur Landschaft des Karlsplatzes zu wertvoll um für viele Jahrzehnte beansprucht zu werden.
Es reicht bereits die Primitivbudenvermüllung des westlichen Karlsplatzes.
Ein Museum versetzen zerbricht den Geist eines ganzen Stadtteiles. Diese schöne Sammlung ist über die Jahre auf eine besonder Art ein Teil von mir geworden, das ist mir ein liebgewordener Fixpunkt an genau dieser Stelle. Man verschiebt ja auch nicht Natur- und Kunsthistorisches, das sind Institutionen mit einem genau definierten Platz in der Stadt und in unseren Herzen. Und das Wienmuseum bitte ebenso. Sind schon wieder geldgeile Berater und Brachialarchitekten in den Startlöchern? Muss die Politik schon wieder nach der Gierpfeife tanzen? Bitte lasst das berühmte Haus, wo es ist!
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