Karriere-"Verweigerer" sind auf dem Vormarsch

25. Juli 2012, 12:51
45 Postings

Laut einer Studie steigt bei Berufseinsteigern der Wunsch, Arbeits- und Privatleben in Balance zu halten

Work-Life-Balance gewinnt gegenüber dem Aufstieg auf der Karriereleiter an Bedeutung. Das legt zumindest eine Umfrage unter deutschen Führungskräften nahe, die das "Manager-Magazin" in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlichte. Gerade junge Arbeitnehmer sind nicht mehr bereit, ihrem Job alles unterzuordnen. 76 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte (insgesamt 284) konstatieren bei Berufseinsteigern einen stärker ausgeprägten Wunsch, Arbeits- und Privatleben in Balance zu halten, als dies bei der vorherigen Generation der Fall war.

Knapp zwei Drittel sind der Meinung, dass die Bereitschaft, das berufliche Fortkommen über private Bedürfnisse zu stellen, schwach verankert sei.

Manager wollen leiser treten

Laut der Untersuchung ist nicht nur bei Jüngeren sondern auch bei Managern ein Umdenkprozess im Gange. Der Stellenwert von Freizeit und Privatleben ist bei zwei Drittel der Führungskräfte und Experten in den letzten fünf Jahren gewachsen. 59 Prozent der Befragten gaben an, dass das Streben nach einem beruflichen Aufstieg schwächer geworden sei.

Bis dato haben allerdings nur 25 Prozent der Manager eine neue Position abgelehnt, die mit mehr Führungsverantwortung in Verbindung stand. Bei 75 Prozent war das noch nicht der Fall. Die "Verweigerer" führen als Hauptgründe "Machtspielchen" und den höheren Zeitaufwand, der zulasten der Familie gehe, ins Treffen.

Über 90 Prozent der Manager sind der Ansicht, dass der Druck in den Chefetagen in letzter Zeit gewachsen ist. 68 Prozent sagen, dass mehr Verantwortung und ein höheres Gehalt keine adäquate Kompensation für weniger Zeit für die Familie und größerer Ergebnisdruck seien. (red, derStandard.at, 25.7.2012)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der Job ist nicht alles, denken sich immer mehr Junge.

Share if you care.