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Italien will die Kandidatur der Hügeln von Conegliano und Valdobbiadene in der norditalienischen Provinz Treviso, in denen der bekannte Prosecco hergestellt wird, zum UNESCO-Weltkulturerbe forcieren.
Die Gegend besteht aus 15 Gemeinden mit 6.100 Hektar Weinbergen. In den Prosecco-Hügeln werden jährlich 60 Millionen Flaschen Wein produziert, die einen Umsatz von 380 Millionen Euro generieren. Vor 40 Jahren waren es nur fünf Millionen Flaschen pro Jahr.
Ein Förderungskomitee wurde eingerichtet, das die Kandidatur aktiv unterstützen soll, kündigte Innocente Nardi an, Präsident des Konsortiums zum Schutz des Prosecco. Das Komitee muss jetzt ein technisches Dossier für die Kandidatur der landschaftlich weltweit einmaligen Hügeln verfassen. Nardi zeigt sich nach Angaben der Mailänder Wirtschaftszeitung "Milano e Finanza" vom 25. Juli zuversichtlich, dass die Kandidatur erfolgreich sein wird. Ziel sei, das Gebiet und seine kulturelle Identität zu schützen.
Die italienische Regierung hat in den vergangenen Jahren einen Kampf zum Schutz der Identität des Prosecco geführt. Das norditalienische Hügelgebiet ist 2009 von der Regierung in Rom zur DOCG-Gegend erklärt worden. DOCG ist in Italien die kontrollierte und garantierte Ursprungsbezeichnung für Weine, die höchsten Qualitätsansprüchen genügen müssen.
40 Prozent der Prosecco-Produktion wird ins Ausland exportiert. Seit 2003 hat sich das Exportvolumen des Prosecco verdoppelt. "Unser erster Handelspartner ist Deutschland, doch wegen der geografischen Nähe ist auch Österreich für uns ein besonders wichtiger Markt", sagt Nardi. Der Prosecco wird in 50 Länder der Welt exportiert. Auch in Osteuropa ist die Nachfrage stark wachsend. (APA/red, 25.7.2012)
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