Nitsch-Schüttbild ziert Parkhausfassade

Werk für Garage in Wien-Leopoldstadt auf 300 Quadratmeter vergrößert

Wien - Schüttkunst am Bau: Das neue Parkhaus bei der Donaumarina in Wien-Leopoldstadt verfügt nicht nur über 499 Stellplätze, sondern zeichnet sich auch durch eine ungewöhnliche Fassade aus. Den von der Aucon Real Estate Group entwickelte Bau ziert nämlich ein 300 Quadratmeter großes Schüttbild von Hermann Nitsch. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung mit.

"Es ist uns gelungen, den österreichischen Aktionskünstler Hermann Nitsch für die großflächige Gestaltung an der Außenfassade zu gewinnen", erklärte Aucon-Geschäftsführer Robert Wagner. Es sei, so wurde betont, das erste Mal, dass Nitsch einen Auftrag an einer Immobilie übernommen hat. Der Künstler habe eine Bildergruppe ausgewählt, die sich besonders für die großformatige Gestaltung eigne.

"Dank der modernen Technologie ist es möglich, Kunstwerke großformatig auf riesige Wände zu bringen", betonte Nitsch. Entstanden ist das Projekt durch die persönliche Bekanntschaft des Meisters mit den Leitern des Immo-Unternehmens, die zeitgenössische heimische Kunst sammeln. Ein Nitsch-Bild sei vor einigen Jahren der erste große Ankauf gewesen, wodurch sich eine persönliche Bekanntschaft mit dem Künstler entwickelt habe, hieß es in der Mitteilung. (APA, 25.7.2012)

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Warum

Kurden diese hässlichen Garagen nicht einfach begrünt, mit Kletterpflanzen,
Das kostet fast nichts und jeder freut sich...

merke: es ist egal was nitsch macht, selbst wenns ein wikipedia fotos von regelblut wäre: steht nitsch oben, ist es automatisch mega wichtige kunst.

niemand hinterfragt, niemand kritisiert. nitsch kann echt glücklich sein über die dummheit mancher menschen. die garage schaut übrigens mit dem bild nicht gut aus. ich hoffe jeder der es sieht prägt sich die damit verbundene message ein: kaltes stahlgebäude, sein auto, schmerzende blut-kunst.

Ich finds häßlich und eigentlich auch fad. Das war vor Jahrzehnten mal spannend, aber diese Zeit ist lang vorbei...

Mir gefällts. Das ist mal was anderes. Und man kann es von der U-Bahn aus sehen. Also Kunst für alle WienerInnen - einfach so.

z i e r t ?.,.

Kluger Schachzug, die Architektur wirkt dadurch weit weniger hingerotzt. Man muss halt alles in Relation sehen...

Diese Autofahrerkunst sieht man auch hie und da auf Wiens Straßen, wenn mal wieder einer am Ring rechts abbiegt ohne zu schauen.

Wollt auch schon schreiben 'sieht aus wie ein Tatort' :D

hmmm...

"Den von der Aucon Real Estate Group entwickelte Bau ziert nämlich ein 300 Quadratmeter großes Schüttbild von Hermann Nitsch. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung mit."

...wär auch nicht aufgefallen sonst.

Mir persönlich gefallen die Kotzbilder, die unbekannte Künstler am Wochenende gerne an Straßenbahnstationen hinterlassen noch einen Hauch besser. Denen fehlt aber offensichtlich die Connection zu großen Immobilienhaien.

Diesen Bildern ...

.... fehlt aber das blutrot von den aufgeplatzten Magengeschwüren.

mM

Mag ja sein, dass ich ein Kunstbanause bin.
Aber das ist einfach nur hässlich, was Nitsch hier wieder gemacht hat.
Lieber wäre mir ein Klimtbild auf der Fassade, oder auch der Dürrer Hase etc...

ja,

ein dürrer Hase wäre klasse.
Ihre Kunstexpertise ist überwältigend, nur allzu schade, dass nicht Sie entscheiden dürfen...

Ich mein keinen Dürren Hasen. Sondern die Bleistift Zeichnung von Albrecht Dürrer. Oder Dürer?.
Soweit ich weiss, befindet sich das Original in der Albertina im Tiefspeicher.
Ich will übrigens solche Entscheidungen nicht treffen.
Aber Nitsch hat mir noch nie gefallen, ich finde seine Werke extrem abstoßend und hässlich.

Tja da wüsst ich noch einige Gebäude

die man gleich nach Fertigstellung "zuschütten" sollte...

man sollte vielleicht weniger über nitsch und/oder seine kunst diskutieren, sondern sich eher fragen, warum ein gebäude mit kunst behübscht werden.

nicht falsch verstehe! es geht nicht um kunst am bau, sondern um die viele armseelige (gebrauchs)architektur die produziert wird.

Fangt selbst mal an zu malen

und ihr werdet sehen, da gehört mehr dazu als einfach Farbe irgendwo hin zu schütten.

Übrigens verwendet Nitsch schon lange kein Blut mehr.
lg

Sorry, aber solche Schüttbilder schafft jeder Sechsjährige, der einen Farbkübel halten kann. Wetten, sie würden den Unterschied nicht erkennen?

Also wenn ich daheim ausmale

und einen Kübel roter Farbe aufs Abdeckkrepp schütte, sieht es genauso aus.

Nur steht an meiner Tür halt net Nitsch, also wirds bei mir net für die Kunstförderung sondern nur für eine Anzeige wegen groben Unfugs reichen, wenn ich die Bahnen aus meinem Fenster baumeln lasse...

Aber weidet euch ruhig weiter an des Kaisers neuen Kleidern...

Nein, dass stimmt nicht

ich habe das auch immer gedacht: Leinwand + Kübel mit Farbe = Nitsch-Schüttbild.

Stimmt aber nicht, denn auch wenns so aussieht als wärs einfach: da muss man ganz schön aufpassen und behutsam sein!

Waren Sie das?

Irgendwer hat einmal behauptet, das sei ganz große Kunst.
Nun werfen sich alle in den Staub, ganz ergriffen und in höchstem Maße entzückt angesichts der unnachahmlichen Schönheit dieses Meisterwerks, das Ergebnis eines behutsamen Prozesses, in dem der Künster sehr vorsichtig zugange war.

Ja stimmt! "Nur herumpatzen", sieht anders aus.
Ein passende Farbe aussuchen (schönes Rot ist das übrigens), gezielt schütten...dazu muß man schon etwas von Farben und Formen verstehen.

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