Youtube will User zu Klarnamen überreden

25. Juli 2012, 11:22
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Seit kurzem können User die Profildaten von Google+ verwenden und ihre bisher hochgeladenen Inhalte überarbeiten

Googles Videoplattform YouTube will User davon überzeugen, ihre echten Namen als Profilnamen zu verwenden. Seit Ende Juni ist es möglich, das Google+-Profil auch für einen bestehenden YouTube-Account zu nutzen.

Google+-Profil

Neue User können schon seit März über alle Google-Dienste hinweg den gleichen Account verwenden. Seit rund einem Monat können auch Nutzer mit einem älteren YouTube-Profil die Account-Informationen von Google+ samt Name und Profilfoto übertragen. Bei dem sozialen Netzwerk war es anfangs nicht erlaubt, Pseudonyme zu verwenden, erst nach heftiger Kritik, lockerte Google die Bestimmungen (der WebStandard berichtete).

Kein Zwang

In einem Blog-Eintrag argumentiert das Unternehmen damit, dass User früher mit weniger Bedacht gewählte Spitznamen wie "cutepuppies99" oder "origamiboy1981" eventuell nicht mehr als offizielle Identität angeben wollen. YouTube will daraus keinen Zwang machen und bietet weiterhin die Möglichkeit, den bisherigen Usernamen zu verwenden. Dazu muss man die Meldung "Ich möchte meinen vollständigen Namen nicht verwenden" bestätigen.

Begründung

Allerdings verlangt YouTube eine Begründung, wieso nicht den Klarnamen verwenden möchte. So stehen laut Zeit Online sechs Optionen zur Wahl, etwa, dass man sich erst später entscheiden wolle oder, dass es beim eigenen YouTube-Kanal um eine "Show oder eine Figur" gehe. Auch, dass man den Kanal für private Zwecke verwende und seinen echten Namen nicht verwenden könne, wird angeboten.

Kommentare überarbeiten

Daneben gibt YouTube Nutzern die Möglichkeit, alle ihre bislang hochgeladenen Videos, Playlists und Kommentare zu überarbeiten. Damit können leichter Inhalte verborgen werden, die man nicht mit seinem echten Namen in Verbindung bringen will. Die neuen Features waren zunächst nur in den USA verfügbar und werden nun auch für weltweite Nutzer freigeschaltet. (br, derStandard.at, 25.7.2012)

  • YouTube will User zu Klarnamen überrreden.
    screenshot: youtube

    YouTube will User zu Klarnamen überrreden.

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