Juwelier bei bewaffnetem Überfall in Wien verletzt - Ein Verdächtiger gefasst

25. Juli 2012, 15:26
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20-Jähriger mit Hilfe eines Passanten festgenommen, zwei weitere Tatverdächtige flüchtig

Wien - Bei einem weiteren Überfall auf einen Wiener Schmuckhändler ist am Mittwochvormittag einer der drei maskierten Räuber von der Polizei festgenommen worden. Nach ersten Angaben  handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen 20-Jährigen. Seinen beiden Komplizen gelang trotz sofort eingeleiteter Fahndung vorerst die Flucht. Der Inhaber des Geschäfts in Wien-Hernals wurde von einem der Räuber am Kopf verletzt. Er wurde ins Wilhelminenspital gebracht.

Die drei Männer betraten das Geschäft in der Hernalser Hauptstraße 98 um 10.10 Uhr. Einer der Täter schlug mit einer Axt einige Vitrinen ein, während ein Komplize die Wertgegenstände an sich nahm. Der dritte Mann bedrohte unterdessen den Juwelier mit einer Faustfeuerwaffe. Der Überfall blieb laut Exekutive nicht lange unbemerkt, da ein Mitarbeiter einer nahe gelegenen Bäckerei die Polizei alarmierte, nachdem er die Hilferufe des Opfers vernommen hatte.

Als das Trio zu Fuß die Flucht ergriff, wurde einer der Täter von einem Passanten kurz festgehalten. Dieser Zeitverlust reichte aus, dass die inzwischen eingetroffene Funkstreife den Mann noch in unmittelbarer Nähe des Tatorts festnehmen konnte. 

Besitzer erlitt Rissquetschwunde

Der Besitzer des videoüberwachten Geschäfts konnte vorerst noch nicht befragt werden. Daher herrschte noch Unklarheit über die Höhe der Beute. Das Opfer erlitt eine Rissquetschwunde am Kopf, die ihm vermutlich durch Schläge mit der Pistole zugefügt worden war. In der Nähe des Tatorts wurde ein verdächtiger Pkw gefunden, der laut Polizei auf einen möglichen Zusammenhang mit der Tat überprüft wird. Die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Wien war noch mit der Auswertung der Spuren und des Videomaterials der Überwachungskamera beschäftigt.

In den vergangenen Monaten kam es in Wien immer wieder zu Juwelierüberfällen, bei denen die Täter mit Äxten die Vitrinen einschlugen. Über mögliche Zusammenhänge mit vergangenen Vorfällen war aber vorerst nichts bekannt. (APA, 25.7.2012)

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