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Gerald Bast sorgt sich um die Rechte des Uni-Personals: "Wehret den Anfängen!"
Wien - Kritik an Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) wegen der Abberufung des designierten Rektors der Pädagogischen Hochschule Innsbruck übt nun auch Gerald Bast, Rektor der Universität für Angewandte Kunst in Wien. "Es geht hier nicht um Parteipolitik, sondern um das Grundverständnis über den Umgang des demokratischen Staates mit Universitäten", sagte Bast in einer Aussendung am Dienstag. Der designierte Rektor der PH Innsbruck, Elmar Märk, war noch vor Amtsantritt abberufen worden, weil er sich für die LehrerInnen-Ausbildung an Universitäten ausgesprochen hatte.
"Wehret den Anfängen!"
Bast hält fest, dass die LehrerInnenbildung von zentraler Bedeutung für den Staat sei und vergleicht sie mit der akademischen Bildung von RichterInnen, Staatsanwältinnen oder ÄrztInnen. "Wenn aber das Schule macht, was die Unterrichtsministerin unter Hinweis auf ihre 'Konzernverantwortung' an der Pädagogischen Hochschule Innsbruck praktiziert hat, dann könnten mit dem gleichen Recht demnächst die Justizministerin das Ernennungs- und Abberufungsrecht für die Dekane der juridischen Fakultäten und der Gesundheitsminister für die Rektoren der Medizinischen Universitäten fordern." Bast ist empört: "Wehret den Anfängen!", schreibt er in der Aussendung.
Lehrer-Ausbildung auf Uni-Niveau
Der Angewandte-Rektor kritisiert nicht nur Schmieds direkten Zugriff auf das Personal, sondern fordert auch das Anheben der LehrerInnenbildung auf das international übliche universitäre Niveau. "Die von der Bildungsministerin angestrebte gemeinsame LehrerInnenbildung für alle Schulformen, kann jedenfalls nur eine auf universitärem Niveau sein. Alles andere wäre eine nicht akzeptable Verschlechterung gegenüber dem status quo." (red, derStandard.at, 25.7.2012)
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Jede(r) weiß doch, dass Märk die Zusage unter Bedingungen erhalten hat, die er jetzt nicht einhalten will. Das ist das übliche Lügenspiel der ÖVP. speziell seit Schüssel: Die versprechen wirklich ALLES und halten NICHTS. Jetzt sagt die Schmied, die ich im übrigen nicht wirklich mag und deren Politik ich in weiten Teilen verfehlt und sogar übel finde, ZURECHT, dass das so nicht geht, dass jemand eine Funktion nicht ausüben kann, wenn er schon vor Antritt seinen Arbeitsauftrag verweigert.
Alle, die sich jetzt aufplustern, sollen sich die Frage stellen:
Wir würden Sie reagieren, wenn Sie beim Maler ein weißes Zimmer bestellen, und dann kommt der am nächsten Tag mit grüner Farbe und sagt: "Ja, weiße Wand war ausgemacht, aber ich mache grün."
... um im bild zu bleiben:
märk kommt nicht morgen mit der grünen farbe daher und malt drauf los, er erlaubt sich nur, die auftraggeberin darauf hinzuweisen, dass er es für g'scheit hält, längerfristig auch mal an eine andere farbe zu denken als an ihr gewohntes weiß.
bezeichnend für die auftraggeberin, wenn sie das schon als vertrauensbruch betrachtet!
Verteidigen wir die Unabhängigkeit der Unis? Das ist ein grundlegender Denkfehler. Die Unis sind von der Politik noch abhängiger als die PHs, nur ist es eine versteckte und damit weit gefährlichere Abhängigkeit. Das UG 2002-Modell ist völlig gescheitert. Die Unis sind Moloche geworden, die völlig sich selbst - und den politischen Machtzentren - überlassen wurden.
Eine offene Kontrolle durch das Ministerium wäre in vielen Fällen nötig, ist aber nicht mehr möglich. Der Eingriff von Frau Schmied erfolgte angesichts einer extremen Entwicklung an einer PH. Die Reaktionen zeigen, dass dieser Eingriff offen und intensiv diskutiert wird. Es ging um öffentliche Interessen. Die Eingriffe in die Unis sind subtil und es geht um Mauscheleien.
Beim Versuch, die AHS komplett abzuschaffen, kommt sie nicht so recht weiter. Daher versucht sie jetzt zumindest die Lehrerausbildung nach unten zu nivellieren.
Wichtig dabei: das große Ziel nicht aus den Augen verlieren: alle müssen gleich sein, wobei die Messlatte unbedingt der kleinste gemeinsame Nenner sein muss.
und daher in den Händen KEINER Partei. Das war früher anders. Der Minister hatte das volle Durch-griffsrecht und machte davon auch ausgiebig Gebrauch. Das ist nach dem UG 2002 nicht mehr möglich.
Wer jemals bei einer Leistungsvereinbarung mitwirken musste (und gesehen hat, wie der eigene Rektor oder sein Team im Liegen umgefallen ist), wäre mit Aussagen wie "Das ist nach dem UG 2002 nicht mehr möglich" extrem vorsichtig.
Wo wird es mehr Förderungen für Kunst im öffentlichen Raum geben?
A) im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
oder
B) im Bundesministerium für Unterricht, KUNST und Kultur?
ein Tipp: Nehemn Sie die parteipolitische Brille ab, bevor sie antworten...
Sie verwischen das eigentliche Thema: Hier gehts darum, sich die Universitäten zu krallen und zu ÖVP-Parteischulen zu machen.
Wenn Sie die aus unser aller Geldern subventionierte ÖVP-Parteischule, die Universität auf Bürgers Kosten für schwarze Bonzenkinder wollen, dann heulen Sie ruhig mit Bast und Töchterle.
wo bitte werden Unis in "ÖVP-Parteischulen" umgewandelt?
Ein großer Teil der Studierenden sieht sich links bis eher links. Ein guter Teil der Professoren sieht sich links oder eher links. Ebenso ein guter Teil der Professoren mit Leitungsfunktionen: Man nehme zB nur die Fakultät für Informatik der TU Wien her. Der Dekan ist der Ehemann einer ehemaligen Grünen Stadträtin, der Studiendekan der Co-Autor von der Diss von Peter Pilz.
Bei der Wahl von Rektoren hat der BMWF so gut wie keinen Einfluss. Ebensowenig beim Absetzen von Rektoren.
Aber was kümmern schon Fakten, wenn sie die Ideolgoie stören...
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