Eurokrise lässt Märkte nicht ruhen

25. Juli 2012, 13:01
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An den Börsen herrscht weiterhin die Verunsicherung vor (hier geht's zu unseren aktuellen Marktberichten). Im kurzlebigen Börsengeschäft konnten sich die europäischen Märkte am Mittwoch aber ein wenig erholen, die Indizes notieren durch die Bank - wenn auch nur leicht - im Plus. Die asiatischen Märkte waren in der Nacht noch im roten Bereich unterwegs.

Die Diskussion um eine Banklizenz für den Euro-Rettungsfonds ESM scheint neu eröffnet zu sein: Das österreichische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank, Ewald Nowotny, sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, es gebe einige Gründe für diese Option. Eine Banklizenz würde die Feuerkraft des Fonds vervielfachen. Allerdings hielten das rückläufige deutsche Ifo-Geschäftsklima sowie die anhaltenden Sorgen um die Weltwirtschaft und die Euro-Schuldenkrise die Euphorie in Grenzen.

Die Anleger befürchteten eine zunehmende Verschärfung der europäischen Schuldenkrise, sagten Börsianer. Nachdem Moody's die Spitzenbonität Deutschlands, Luxemburgs und der Niederlande bereits in Zweifel gezogen hat, überprüft die Ratingagentur nun auch die Kreditwürdigkeit des Euro-Rettungsschirms EFSF. Als weiteren Belastungsfaktor nannten Händler besorgte Äußerungen des Internationalen Währungsfonds zum chinesischen Wirtschaftswachstum

Anleger sorgen sich insbesondere auch darum, dass Spanien ganz unter den europäischen Rettungsschirm schlüpfen muss. Zudem trauen sie Griechenland immer weniger zu, die Auflagen für die Hilfsgelder zu erfüllen. "Es gibt im Moment wirklich nichts, was den Markt unterstützen könnte und es sieht so aus, als ob er noch leicht unter die Tiefstände von Juni sinken wird", sagte Hiroyuki Mutsuro mit Blick auf den japanischen Aktienmarkt. Auch der Euro sank weiter im Sog der Schuldenkrise. Die Gemeinschaftswährung notierte bei rund 1,2057 Dollar. (APA/Reuters/red, 25.7.2012)

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